© Kurier/Jeff Mangione

Ausflug
10/23/2020

Lernhaus Tulln zu Besuch im EVN-Kraftwerk Theiß

Im Kraftwerk Theiß der EVN AG erfuhren Kinder des KURIER Lernhaus Tulln, woher der Strom kommt, den sie brauchen

von KURIER Marketing

Wie bitte? Hier gibt es einen 41. Stock? Ein paar der jungen Besucher des EVN-Kraftwerks Theiß sind verwundert. Martin Fries, der hier arbeitet, hat im Lift gerade die Taste zur höchsten Ebene gedrückt. Und auf der steht: „41“. Für den ersten Aha-Moment dieses Nachmittags ist damit gesorgt und nur so viel: Auf unserer Tour werden noch einige folgen.

Das Gebäude, in dem der Rundgang beginnt, hat tatsächlich keine 41 Stockwerke, auch wenn es hoch ist. Im Kraftwerk, so lernen wir nämlich, bezeichnen die Nummern auf den Lifttasten nicht Anzahl der Etagen, sondern die Höhe, auf der diese sich befinden. 41 Meter weiter oben öffnet sich die Lifttür wieder – und dann geht es raus, wo die Kinder gleich wieder ins Staunen kommen. Denn die Aussicht, die sich hier am Tor zur Wachau bietet, ist schon beeindruckend.

Besondere Exkursion

Acht Kinder aus dem KURIER Lernhaus in Tulln sind an diesem Nachmittag Anfang Oktober ins Kraftwerk Theiß der EVN AG gekommen, um zu sehen, wo der Strom, den sie nutzen, herkommt. Das Wetter ist noch einmal spätsommerlich schön – blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und an die 20 Grad. In einem Jahr, in dem die Kinder lange nicht im Lernhaus sein konnten und auch sonst weniger unternehmen können als üblich, ist so ein gemeinsamer Ausflug etwas wirklich Besonderes, sagt Sabine Lackner vom Roten Kreuz. Sie leitet das Lernhaus Tulln, einen von mittlerweile neun Standorten in Österreich (siehe rechte Seite).

Martin Fries, im Kraftwerk Theiß für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, führt die Kinder zwischen sieben und 13 Jahren durch die Anlage. Von der Plattform aus, auf der wir jetzt stehen, ist eine wichtige Energiequelle nicht zu übersehen: das Wasser. Keine 300 Meter Luftlinie entfernt fließt nämlich die Donau. Die Kinder hören Martin Fries zu, wie er erklärt, was es mit Wasser und anderen Energielieferanten auf sich hat. Bevor es dann wieder ins Innere des Kraftwerks geht, werden aber noch Smartphones gezückt. Ohne ein Selfie gemacht zu haben die Aussichtsplattform verlassen? Sicher nicht.

In einer Halle ein Stück weiter erfahren die Kinder, dass hier aber nicht Wasser, sondern vor allem Erdgas als Energiequelle dient. Wir stehen vor einer großen Gasturbine, sagt jedenfalls Martin Fries. Denn die riesige Maschine kann man nur erahnen – sie verbirgt sich hinter einer Schutzwand. Die Gasturbine, so Fries, habe auch einen Namen. Bis vor Kurzem lautete der „Michaela“. Seit ein paar Tagen heißt sie aber „Cordula“ – nach dem Pophit „Cordula Grün“ von Josh. Der Sänger war sogar hier, um die Turbine zu taufen und signieren. Das beeindruckt einige der Kinder sichtlich – vielleicht mehr als die an sich spannenden Fakten zu Leistung und Größe des gut versteckten Geräts.

Ausprobieren und lernen

Dafür verdeutlichen zum Beispiel Schrauben, wie mächtig die Dimensionen so einer Gasturbine sein müssen. Ob man die Schrauben angreifen darf und vor allem wie schwer sie sind, wollen die Kinder wissen?

Nachdem einige dann versucht haben, sie zu stemmen, kennen sie die Antwort: Diese Schrauben sind sehr schwer, sind sie sich einig.

Bei der nächsten Station, eine Halle weiter, wird es sportlich. Die Kinder lernen, dass nur Energie Energie liefert. Auf Ergometern strampelnd produzieren sie selber Strom, der Autos auf einer Carrera-Bahn antreibt.

Danach, so viel ist klar, braucht es eine kleine Stärkung. Es geht also zurück zum Besucherraum, wo Getränke und Briochekipferl bereitstehen. Besprochen wird bei dem kleinen Snack: Allfälliges über Freunde, die Schule, über Smartphones und Modemarken. Dann wird es noch einmal theoretisch und Martin Fries referiert über die Anlage und Stromerzeugung generell. Wie funktioniert also die Gasturbine „Cordula“, die wir gerade fast gesehen haben? Jetzt sieht man das riesige Ding auch detailliert – als Illustration auf einer Präsentationsfolie. Martin Fries trägt auch diesen etwas trockenen Part mit großer Inbrunst vor, die Kinder hören jedenfalls gespannt zu.

Danach können sie noch ein paar Experimente machen. Ob sie dabei Musik hören wollen, fragt Martin Fries: „Jaaa! Aber ganz laute!“, antworten die Kinder. Dann wird getüftelt. Was passiert, wenn man Kabel aneinandersteckt, welches gehört wohl zu welchem Anschluss? Mit kleinen Kurbeln erzeugen die Kinder Strom und immer, wenn eines die Kabel richtig verbunden hat, leuchtet ein Lämpchen auf.

Ein bisschen der Energie, die sie hier investiert haben, bekommen die Kinder dann noch zurück. Dabei zeigt sich, dass nicht nur Wasser, Wind, Sonnenlicht und Erdgas wichtige Energiequellen sind, sondern auch Pizza und Baguettes.

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