Nachgefragt: "Beide sind beteiligt, beide sind betroffen"

Der Kabarettist Gerold Rudle (48) über Männer, Verhütung und seine Beweggründe eine Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter) durchführen zu lassen.

KURIER: Ist Verhütung heute öfter ein Thema für Männer ?
Gerold Rudle:
Es muss. In unserem Denken ist leider noch immer verankert, dass Kinderkriegen Frauensache ist - damit ist Kinder-Nichtkriegen auch noch immer Frauensache. Es sind aber beide beteiligt, also muss es auch beide betreffen.

Was war Ihre Motivation für eine Vasektomie? Hätten Sie die Pille für den Mann bevorzugt?
Ich habe zwei entzückende Kinder und war mir sicher, dass ich keine weiteren haben will. Die Pille für den Mann hätte ich wohl bevorzugt - sie ist sicher für Männer ein Thema, die sich nicht so sicher sind.

Woran glauben Sie liegt es, dass es noch keine Pille für den Mann gibt?
Solange so viele Männer in hohen Positionen sind, werden sie es sich immer richten - und die Frauen müssen ja eh nur die Pille schlucken.

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( Kurier ) Erstellt am 20.09.2012