Style
19.07.2017

Warum Männer in Sandalen (meist) inakzeptabel sind

Auf den Laufstegen der Männer-Modewoche ist der Trend zu offenen Schuhen angekommen. Doch an der Umsetzung im Alltag happert es.

Kaum eine Frage spaltet Modebegeisterte so sehr, wie jene, ob Männer Sandalen tragen sollten. Geht es nach den Designern, die gerade in Mailand ihre neuen Sommerkollektionen für kommendes Jahr präsentiert haben, lautet die Antwort: Ja!

Der schmale Grat

Das Modehaus Fendi kombinierte zu Pullundern und lässigen Chinos offene Schuhe. Selbst Badeschlapfen hat Chefdesigner Karl Lagerfeld auf den Laufsteg geschickt - in der Luxusversion versteht sich.

Einziges Problem: Zwischen Laufsteg-Präsentation und Umsetzung im Alltag klafft oft ein riesiges Loch. Und dieses tritt im Falle von offenem Schuhwerk am Manne meist in Form von wenig schicken Klettverschluss-Modellen zutage. Schlimmer wird es nur noch in Kombination mit Socken.

Mal davon abgesehen, dass sich diese Kombination auf jeglicher Top-10-Liste modischer Fauxpas' findet, stellt sich die Frage: Welchen Sinn ergibt sie? Schließlich sollen offene Schuhe der Regulierung der Körpertemperatur an heißen Tagen dienen. Zieht man dazu Socken an, kann man genauso gut zu Sneakers greifen.

Wer auf das Gefühl nackter Zehen nicht verzichten möchte, sei vorgewarnt: Der Grat zwischen "modisch" und "völlig daneben" ist schmal. Zum einen gibt es nur sehr wenige Modelle, die stylish aussehen. Hat man endlich ein passendes Paar gefunden, muss es noch richtig kombiniert werden. Mit kurzer Chino und einem weißen Hemd kann kaum etwas schief gehen.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Fußpflege. Diese wird für all jene, die in Schlapfen und Römersandalen durch den Sommer schreiten wollen, zum monatlichen Pflichttermin. Wem das zu aufwändig ist, seien die guten alten Espadrilles als sommerliche Variante ans Herz gelegt.