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05.12.2011

Sugaring - Fakten und Informationen

Was im Orient schon seit jeher zur Enthaarung eingesetzt wird, hat nun auch die westliche Zivilisation erreicht. Sugaring ist Trend - hier Fakten und Hintergrundinfos.

Bereits hunderte Jahre vor Christi Geburt wurde das " Sugaring" (zu Deutsch: Zuckern) im Orient, beziehungsweise im mittleren Osten angewandt. In Europa wird die Methode seit geraumer Zeit angeboten, und boomt seit rund zwei Jahren. Im Vergleich zum Harzen ist das "Sugaring" viel schonender zur Haut, weil nur abgestorbene Hautzellen mit entfernt werden. Besonders geeignet ist die Methode daher auch für Frauen mit Besenreißern oder Krampfadern bzw. Menschen mit sehr empfindlicher Haut. Auch im Intimbereich und im Gesicht lässt sich die sanfte Art der Enthaarung anwenden. Auf keinen Fall sollte ein Sugaring gemacht werden, wenn die Haut bereits verletzt oder gereizt ist, etwa bei Sonnenbrand oder aufgekratzten und entzündeten Gelsenstichen, betont die Expertin im Gespräch mit KURIER.at. Marjo Anneli Schaffler, Inhaberin der Kosmetikstudios Cosmetrics in der Wiener Schönbrunner Schlossstraße, bietet "Sugaring" seit rund zwei Jahren an - mit Erfolg. Denn die meisten Kundinnen, die zuvor zum Wachsen ins Studio gekommen sind, sind mittlerweile aufs Zuckern umgestiegen.

Das Material

Die Zuckerpaste, die zur Enthaarung aufgetragen wird, könnte man rein theoretisch auch essen. Sie besteht aus Zucker, Wasser und Zitronensaft - sonst nichts. "Es gibt auch Frauen, die sich die Zuckermasse selber kochen. Im Internet findet man dazu immer wieder Anleitungen" - allerdings habe das oft verheerende Folgen, so die Expertin - mit heißem Zucker ist schließlich nicht zu scherzen. Man sollte sich also in die Hände von Profis begeben, die man daran erkennt, dass sie Methode professionell erlernt haben. Workshops werden beispielsweise von Zuckerpaste-Herstellern angeboten wie etwa Planta Natura.

Die Methode

Um mit der Zuckermethode Erfolg zu haben, muss man die Haare zunächst wachsen lassen. Je länger die Haare, desto besser lassen sie sich entfernen - soweit die Voraussetzungen.

Wie aus einem Honigtopf holt die Kosmetikerin die Karamell-artige Masse - eine gute Hand voll reicht für zwei Unterschenkel plus Knie - mit zuvor gründlich gereinigten Händen heraus und dann geht's auch schon los. Im Gegensatz zum Harzen bzw. Wachsen wird die Zuckerpaste gegen die Wuchsrichtung aufgetragen und in Wuchsrichtung entfernt. Dick aufgetragen muss die Paste kurze Zeit einwirken. Dabei dringt der Zucker in die Haut ein und umschließt die Haarfolikel, sprich die Wurzeln, die dann in kurzen ruckartigen Bewegungen entfernt werden. Ein kurzes - mehr oder weniger schmerzhaftes - Brennen ist spürbar. Die Methode ist zwar etwas zeitintensiver als das Harzen, ist aber bei Weitem schonender für die Haut - es bleiben kaum Rötungen zurück. Außerdem ist die Zuckerpaste wasserlöslich, was ein einfaches Entfernen von Rückständen ermöglicht. Nach der Anwendung werden die behandelten Stellen mit einer Pflegelotion (Aloe Vera) eingecremt. Erwähnt werden muss, dass die Zuckerpaste eingewachsene Haare und ganz feine Härchen nicht erfasst, diese also nicht entfernt werden.

Das Ergebnis

Glatte Beine hat man nach dem Zuckern laut Expertin zwei Wochen lang. Dann muss man die Haare wieder sprießen lassen um dann nach einigen Tagen wieder zum Sugaring gehen zu können.