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Style
06/08/2019

Modemutige setzen sich diesen Sommer einen Fischerhut auf

Modebewusste Sonnenanbeter schmücken sich jetzt mit den einst als bieder abgestempelten Modellen.

Wer modisch gerne aus der Menge sticht, kann bei den aktuellen Trends aus dem Vollen schöpfen. Die Siebziger-Jahre feiern in Form von Batik-T-Shirts und -Kleidern ein überraschendes Comeback. Die Regel, dass verschiedene Muster nicht miteinander kombiniert werden dürfen, ist endgültig abgeschafft. Karo zu Floralem, Graphisches zu Punkten – alles ist erlaubt. Kleider, Gürtel, und Taschen wurden von den Designern mit langen Fransen versehen.

Das Büro-Outfit darf farbenfroh ausfallen: Zum Meeting geht es im Hosenanzug in Pistaziengrün, kräftigem Pink oder Babyblau. Das I-Tüpfelchen folgt in Form von Schuhen mit durchsichtigen PVC-Details und -Absätzen. An letzteren Trend hat sich kürzlich sogar Königin Letizia von Spanien gewagt, als sie sich bei einem offiziellen Termin in Madrid zeigte.

Eines der wichtigsten Mode-Statements für die heiße Jahreszeit findet sich heuer auf dem Kopf. Der Hut ist nicht mehr nur notwendiges Mitbringsel im Freibad, um einen Sonnenbrand zu vermeiden. Ganz im Gegenteil: Modeprofis erklären ihn jetzt zum Mittelpunkt ihres Outfits. Sie greifen jedoch nicht mehr nur zum klassischen Strohhut, sondern einem Modell, das bis vor Kurzem nur an Anglern und Kleinkindern zu sehen war – dem Fischerhut.

Bummeln statt Boot

Wer sich traut, führt den Bucket Hat, wie der Fischerhut neudeutsch so schön heißt, fern von Booten und Kindergärten zur aktuellen Sommermode aus. Verantwortlich für die plötzlich steigenden Absatzzahlen des altmodischen Modells mit herabfallender Krempe ist Miuccia Prada. Die Designerin hat ihren vor vielen Jahren zu den Bestsellern gehörenden Nylonhut neu belebt – und traf bei der immer nach außergewöhnlichen Trends lechzenden Kundschaft ins Schwarze. Zahlreiche andere Designer und günstige Marken taten es der italienischen Modemacherin gleich und lancierten ebenfalls Fischerhüte in verschiedensten Ausführungen.

Doch wie kombiniert man den etwas gewöhnungsbedürftigen Hut? Inspirationen liefern zahlreiche Mode-Blogger auf ihren Instagram-Accounts. Maia Miranda aus Costa Rica zeigt sich auf ihrem Profil mit dem schwarzen Klassiker aus Baumwolle, den sie zum Batik-Oberteil trägt.

Blogger-Kollegin Lucy Williams hat sich eine bunt gestreifte Kreation aus Stroh geangelt, die sie, dem Mustermix-Prinzip folgend, zum Badeanzug im Leoparden-Look ausführt.

Ob mit Print-Oberteil, Animal-Bademode oder Rüschenkleid – grundsätzlich gilt: Erst dank Stilbrüchen wird der Fischerhut zum Fashion-Piece – und ist deshalb nichts für Schüchterne.