Style
12.09.2018

"Höhle der Löwen": Herbe Kritik für burgenländische Designerin

Kimberly Lang präsentierte den Investoren ihre Kollektion namens "Trinity". Das Urteil fiel vernichtend aus.

"Es ist ein einzigartiges Konzept, das es ermöglicht bis zu zwei Unterteile mit jedem Oberteil zu verbinden", stellt sich Kimberly Lang in der zweiten Folge der neuen Staffel von "Höhle der Löwen" den Investoren vor. Mit ihrem Kleidungssystem namens "Trinity" möchte die Burgenländerin 500.000 Euro an Land ziehen - dafür jedoch nur zehn Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

"Du willst uns jetzt verarschen, oder?"

Unter schützenden Stofflaschen kommt der Reißverschluss zum Vorschein, der die beiden Kleidungsstücke unsichtbar miteinander verbindet. Dieser soll beispielsweise herausrutschenden Blusen vorbeugen und unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten ermöglichen. Derzeit habe sie 20 Designs in sechs verschiedenen Farben im Angebot. "Das kann doch jeder", fällt Investor Frank Thelen der 27-Jährigen ins Wort. "Eine Kombination, wo jemand unten etwas anderes anhat, als oben - das ist doch keine Erfindung." Langs Gegenargument: Sie wolle beispielsweise Einteiler im Alltag tragbar machen, ohne dass man sich komplett auskleiden muss. Auch die beiden anderen männlichen Löwen scheinen etwas irritiert.

"Wenn der Zipper jetzt nicht da wäre, wo ist da der Unterschied?", möchte Judith Williams wissen. Es sei miteinander fixiert und man komme einfach wieder heraus, erklärt Kimberly Lang. Williams ist noch immer nicht überzeugt: "Eigentlich sagen Sie, der Overall ist ein Nachteil, weil man sich sonst ganz auskleiden muss. Jetzt manchen Sie das Oberteil und das Unterteil zu einem Overall und sagen 'Gott sei Dank habe ich nen Reißverschluss und es ist jetzt doch kein Overall'". Mode sei nicht so starr, erklärt Williams der Gründerin. Man trage Oberteile locker über den Hosen. Die Reißverschluss-Mode sei für Frauen jenseits von Konfektionsgröße 36 schwer zu tragen, da sie nicht elastisch sei. Auch das Problem mit durchzeichnenden Oberteilen habe sie nie, nimmt Judith Williams der "Trinity"-Erfinderin endgültig den Wind aus den Segeln.

"Hör mal, du willst uns jetzt verarschen, oder?", platzt schließlich Frank Thelen der Kragen. Er habe schon oft in vergangenen Sendungen und seinem Blog gesagt, dass er den nächsten Markengründer, der ihm sagt, dass seine Firma so viel wert sei, weil der Markt so groß ist, rausschmeiße. Er sei entsetzt von ihrer subjektiven Firmenbewertung von 4,5 Millionen Euro. Dann bezeichnet Lang ihre Kollektion auch noch als erste wirklich innovative Erfindung seit 1974, als Diane von Fürstenberg das Wickelkleid auf den Markt brachte. Selbst Judith Williams kann nur noch den Kopf schütteln.

Letztendlich steigt keiner der Investoren in Kimberly Langs Unternehmen ein.