Experten-Rat: Wieviel Haarausfall ist normal?

woman losing hair on hairbrush in hand, soft focus…
Foto: ipopba/istockphoto Wann der Haarverlust zu viel wird

Ein Hautarzt und eine Friseurin klären über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten auf.

Dass man beim Haarewaschen und Bürsten einige Haare verliert, ist an sich noch kein Grund zur Sorge. Doch ab welchem Zeitpunkt ist der Haarverlust nicht mehr normal? Und was sollte man vermeiden, um den Kopf nicht noch mehr zu strapazieren? Der KURIER hat bei zwei Experten nachgefragt.

"Ab einem Verlust von mehr als 100 Haaren pro Tag spricht man von Haarausfall", sagt Dermatologe Dr. Babak Adib. Die Gründe können laut dem Mediziner vielfältig sein: "Bei fast zwei Dritteln der Fälle liegt eine Hormonstörung vor. Dann handelt es sich vor allem um einen Überschuss an männlichen Hormonen und einem zu geringen Anteil an weiblichen." Weiters kann eine Schilddrüsenstörung zum vermehrten Verlust der Haare führen.

Annoyed unhappy thinking young woman looking up on… Foto: Nastia11/istockphoto

Auch nicht zu unterschätzen: Neben der genetischen Disposition können Stress, Vitaminmangel die Einnahme von bestimmen Medikamenten Haarausfall herbeirufen, erzählt der Experte im KURIER-Gespräch. Je früher man den Hautarzt aufsucht und die Ursachen abklären lässt, desto besser seien die Chancen auf eine erfolgreiche Therapie.

Therapiemöglichkeiten bei Haarausfall

Betroffenen stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Wer keine Tabletten oder Hormontherapien möchte, kann auf alternative Methoden zurückgreifen. "Mesotherapie und PRP (= Plättchenreiches Plasma) haben gute Erfolgsquoten", sagt der Dermatologe. "Jedoch gibt es genauso wie bei Nahrungsergänzungsmitteln keine wissenschaftlichen Daten über die Wirksamkeit."

Im Zuge einer PRP-Therapie wird Plasma, das eine hohe Konzentration an Wachstumsfaktoren enthält, aus einer geringen Menge Eigenblut erzeugt. Diese Wachstumsfaktoren sind bekannt für ihre stimulierenden Effekte auf Zellen. Das gewonnene Plasma wird direkt nach einer lokalen Betäubung in die Kopfhaut inijziiert.

Kopfhaut nicht zusätzlich strapazieren

Neben der Behandlung bei einem Arzt, sollte man auch beim täglichen Umgang mit seinen Haaren sanft vorgehen. Zu streng und immer an derselben Stellen gebundene Zöpfe tun den Haarwurzeln nicht gut, warnt Friseurin Carola Staudinger. "Außerdem sollten die Haare nie im ganz nassen Zustand gekämmt, sondern vorher etwas getrocknet werden."

A beautiful young woman tying up her hair against … Foto: PeopleImages/istockphoto

(Kurier) Erstellt am
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