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13.11.2018

Eingerissene Nagelhaut: Nietnägel keinesfalls abreißen

Während der kalten Jahreszeit reißt die Haut rund um das Nagelbett häufig ein. Wie vorgebeugt und behandelt wird.

Je trockener die Haut, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie entstehen. Nietnägel, also Risse in der Nagelhaut, sind nicht nur nervig, weil man mit ihnen ständig an der Kleidung hängenbleibt. Obwohl sie nur so klein sind, schmerzen die Hautstücke, die sich von der Oberfläche lösen, aber verankert bleiben, oft besonders stark. Da sich rund um den Nagel viele Nervenenden und Blutgefäße befinden, ist die Haut hier viel empfindlicher.

Bakterienbildung

Um ihn möglichst schnell loszuwerden, versuchen die meisten den Nietnagel einfach abzureißen. Jedoch sollte dieser möglichst in Ruhe gelassen werden, bis man nach Hause kommt. Das Risiko, dass man beim Abreißen mehr Haut als gewollt mitnimmt, ist groß. Blutungen sind häufig die Folge, Bakterien können eindringen und im schlimmsten Fall kann sich die Stelle stark entzünden.

Viel sanfter lässt sich das abstehende Stück Haut mit einer Nagelschere entfernen, die vorher mit etwas Alkohol desinfiziert werden sollte. Noch effizienter lässt sich jedoch mit einer Nagelhautzange arbeiten. Zuvor die Hände für fünf Minuten in einer Schüssel mit warmem Wasser einweichen. Ist die betroffene Stelle jedoch bereits entzündet, sollt sie gekühlt werden und gegebenenfalls mit einer Wundsalbe aus der Apotheke eingeschmiert werden.

Als Vorbeugung gegen Nietnägel sollten die Hände mehrmals täglich mit einer reichhaltigen Creme eingeschmiert werden. Als Intensivpflege eignet sich spezielles Öl für die Nägel und die Nagelhaut, welches am besten vor dem Schlafengehen aufgetragen und einmassiert wird.