Style
09.10.2018

C&A verkauft Pullover mit Neonazi-Aufschrift

Im Designteam der deutschen Modekette ging bei der Entwicklung der aktuellen Kollektion einiges schief.

Wie kann so etwas passieren? Das fragt man sich derzeit in der Chefetage von C&A. Den Kunden wurde in der aktuellen Kinderkollektion des deutschen Modeunternehmens ein Pullover mit der Frakturaufschrift "Division" angeboten. In seiner Aufmachung erinnert das Kleidungsstück stark an jene Mode, die von Rechtsextremen getragen wird. Insbesondere auf Neonazi-Konzerten sind Kleidungsstücke wie diese sehr häufig zu sehen.

Aufmerksame Twitter User posteten Fotos des Kindermodels, welches den C&A-Pullover präsentiert und Aufnahmen von einem rechtsextremen Konzert. Wieso man sich beim Entwerfen von Kinderkleidung von einem Neonazi-Label inspirieren ließ, will man wissen.

Auf Anfrage der Westfalen Post sagte Unternehmenssprecher Thorsten Rolfes: "Die Ähnlichkeit des Schriftzugs war uns leider nicht bewusst und keinesfalls beabsichtigt. C&A positioniert sich klar gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus." Deshalb sei das Kleidungsstück auch umgehend aus den Onlineshops und Filialen entfernt worden. Man wolle nach diesem "Vorfall" die Design-, Schulungs- und Freigabeprozesse für neue Kleidungsstücke überprüfen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich große Modeketten (unabsichtlich) an Nazi-Symbolen bedienen. Bei Zara waren 2010 Hakenkreuz-Handtaschen erhältlich, vier Jahre später sorgte ein gestreiftes T-Shirt mit Judenstern für Aufruhr. Bei Mango schafften es sogar Blusen mit SS-Zeichen in den Verkauf.