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Zweite Wahl: Bekannte Stars, die um (Kult-)Filmrollen hart kämpfen mussten

Nicht immer gelingt es Schauspielern auf Anhieb, sich eine Rolle zu sichern. Diese Schauspieler mussten sich erst beweisen.
Patrick Swayze, der für seine Rolle in "Ghost – Nachricht von Sam" kämpfen musste, mit verschränkten Armen vor blauem Hintergrund.

Tom Holland enthüllte kürzlich im Gespräch mit GQ, dass er um seine Rolle in Christopher Nolans Epos "The Odyssey" kämpfen musste. Er wollte unbedingt mitspielen, habe aber mit Entscheidungsträgern von Sony zu diskutieren gehabt, um die Produktion von "Spider-Man: Brand New Day" zu verschieben, damit er beide Projekte gleichzeitig drehen konnte.

Wie sich Tom Holland Rolle in "The Odyssey" erkämpfte

"Ich sagte zu Chris so etwas wie: 'Hör mal, ich will diesen Film machen, aber wenn ich das tun soll, muss ich Sony anrufen und ein sehr unangenehmes Gespräch führen", erzählte Holland. Das Studio stimmte zu. "Ich glaube, einer der Gründe, warum Sony gerne bereit war, den Termin zu verschieben, ist, dass Chris den Ruf hat: 'Dieser Film wird nicht fünf Monate länger dauern, und wir werden Tom nicht buchstäblich für zwei Jahre verlieren.' Bei jedem anderen Regisseur wäre das Gespräch vielleicht etwas anders verlaufen." 

Dass Stars um eine Filmrolle, die sie gerne spielen würden, kämpfen müssen, kommt nicht selten vor. 

Diese Schauspieler mussten sich im Gegensatz zu Holland aber erst behaupten - zum teil gegen Konkurrenten. 

Stars, die um (Kult-)Filmrollen hart kämpfen mussten

  • Kate Winslet: "Titanic"

Kate Winslet machte die Rolle der Rose DeWitt Bukater im Kassenschlager "Titanic" von James Cameron weltbekannt. Den Job, der ihre Karriere maßgeblich prägen sollte, hat sie aber nicht ohne Probleme ergattert. 

"Ich habe das Skript gelesen, Rotz und Wasser geheult und mir gedacht: 'Okay, ich muss da unbedingt mitspielen'", erzählte Winslet in einem Interview. Um auf sich aufmerksam zu machen, schickte sie Cameron Rosen mit der Widmung "Von deiner Rose". Dessen nicht genug. Die Schauspielerin ließ von ihrem Agenten Camerons Telefonnummer ausfindig machen, nachdem sie zuvor angeblich den Müll vor seinem Haus durchwühlt hatte. Sie soll immer wieder angerufen und mit allen Mitteln versucht haben, den Filmemacher davon zu überzeugen, ihr die Rolle zu geben.

"James war auf der Schnellstraße und er sagte: 'Ich fahre gerade wo hin.' Und ich glaube, er ist rechts rangefahren und ich sagte ihm: 'Ich muss diese Rolle haben (...)", erzählte Winslet über eines der desperaten Telefonate. Die Hartnäckigkeit sollte sich bezahlt machen.

  • Ryan Reynolds: "Deadpool"

Ryan Reynolds war immer schon ein Fan von "Deadpool" und kämpfte über ein Jahrzehnt lang hartnäckig darum, die Comic-Figur originalgetreu auf die Leinwand zu bringen. Dabei musste er angeblich mehr als 47 Absagen von Studios einstecken. Nach seinen enttäuschenden Rollen in "Green Lantern" und "Wolverine" schien es jedoch unwahrscheinlich, dass er die Rolle bekommen würde, als "Deadpool" grünes Licht erhielt. Er drängte weiterhin auf die Rolle, und am Ende hat sich sein Kampf gelohnt.

  • Patrick Swayze: "Ghost"

Dem verstorbenen Filmstar Patrick Swayze gelang mit dem Tanzfilm "Dirty Dancing" 1987 der Durchbruch. Auch "Ghost – Nachricht von Sam" (1990) zählt zu seinen bekannten Filmen – und das, obwohl Swayze anfangs gar nicht für die Rolle des Sam Wheat im Gespräch war. In einem Interview bei "Good Morning America" im Jahr 1990 erzählte der Schauspieler, dass Regisseur Jerry Zucker zunächst gesagt habe: "Nur über meine Leiche wird Patrick Swayze diese Rolle nie spielen."

Der Filmemacher und das Studio wünschten sich zunächst einen eher "sicheren", traditionellen Hauptdarsteller, während Swayze selbst anfangs zögerte, das Drehbuch überhaupt zu lesen, da sein Interesse zu der Zeit eher auf Actionfilme ausgerichtet war.

Die Witwe des verstorbenen Schauspielers, Lisa Niemi Swayze, enthüllte 2020 gegenüber Yahoo Entertainment, dass ihr Mann später um die Rolle kämpfen musste, die ihm schließlich eine Golden-Globe-Nominierung einbrachte.

"Patrick war immer schrecklich, wenn es darum ging, Drehbücher zu lesen", sagt sie. "Ich habe ihn immer wieder angefleht! Ich sagte: 'Du musst das lesen. Du wirst es lieben.'" Schließlich konnte sie ihren Mann überzeugen. "Er las alles in einem Rutsch; er kam mit Tränen in den Augen heraus und sagte: 'Ich muss diesen Film machen'", erinnerte sich Swayzes Witwe. 

Doch Regisseur Jerry Zucker liebäugelte mit einem anderen Darsteller. 

"Das Studio wollte Harrison Ford unbedingt dabei haben, und ich auch. Ich liebte Harrison Ford. Sie luden ihn zum Mittagessen ein, und er war sehr ehrlich. Er sagte: 'Warum dreht ihr diesen Film? Ist es eine Komödie? Ist es eine Tragödie? Es ist sehr seltsam.' Und viele Leute dachten das, er war sicherlich nicht der Einzige, der nicht verstand, wie das zusammenpassen sollte", verriet Zucker. 

Swayze musste sich bei dem Filmemacher erst beweisen – und das gelang ihm auch.

"Er hat sie komplett überzeugt", sagte seine Witwe.

  • Aaron Paul: "Breaking Bad"

Aaron Pauls Durchbruch gelang ihm in der Rolle des Jesse Pinkman in der Kult-Rolle "Breaking Bad". Doch es war nicht einfach für ihn, diese Rolle zu ergattern. Die Sendungsverantwortlichen lehnten Paul zunächst ab, da er ihrer Meinung nach zu gutaussehend war, um Pinkman zu verkörpern.

Sein erstes Vorsprechen verlief nicht gut. Er war sichtlich nervös, hatte das Gefühl, seine Chancen verspielt zu haben, und vergaß sogar eine Zeile. Der Sohn eines Baptistenpastors erzählte später, dass ihn nach dem Casting fast niemand mehr für die Roll haben wollte. Serien-Macher Vince Gilligan war jedoch vollkommen davon überzeugt, dass Paul der Richtige für die Rolle sei. Er drohte sogar damit, das Projekt zu stoppen, falls er nicht engagiert würde.

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