Whitney Houstons Mutter bringt Buch heraus

BET Awards Show
Foto: AP/Matt Sayles Cissy Houston brachte selbst neun Alben heraus.

"Hätte ich sie irgendwie retten können?", fragt sich Cissy Houston in ihren Memoiren.

Knapp ein Jahr nach dem Tod von US-Sängerin Whitney Houston packt ihre Mutter in einem Buch über die Drogenprobleme des Stars aus. "Hätte ich sie irgendwie retten können?", schreibt Cissy Houston in ihren Memoiren "Remembering Whitney". Whitney habe ihr viel verschwiegen, und sie selbst habe Angst gehabt, ihre Tochter zu konfrontieren, räumt die 79-Jährige ein. "Ich wollte nicht, dass sie sich ganz von mir abwendet", zitierte das Internetportal People.com am Mittwoch vorab aus dem Buch, das beim US-Verlag HarperCollins erscheint.

Die Mutter geht auch auf Houstons Ehe mit Sänger Bobby Brown und die enge Beziehung mit ihrer Assistentin Robyn Crawford ein. Houston war am 11. Februar vorigen Jahres in einem Hotel in Beverly Hills in der Badewanne ertrunken, nachdem sie Kokain konsumiert hatte. Sie wurde 48 Jahre alt.

Whitney Houston war Gänsehaut. Wenn sie sang, ins Mikrofon seufzte oder  einfach nur die Liedzeilen hauchte, konnten ganze Stadien in Stille  erstarren. Wenn sie losrockte, ob mit Pop-, Blues- oder Gospelsongs,  konnten ganze  Hallen zum Kochen gebracht werden. Und wenn sie mit ihren  großen Augen  von der Leinwand blickte, konnten  Millionen Kinozuschauer  ins Träumen  geraten. Whitney Houston war ein  Superstar, eine Queen of  Pop, eine  Legende. Mit nur 48 Jahren ist sie  jetzt gestorben. Die Nachricht erschütterte die USA und die Musikfans weltweit am     Samstagabend.
Bild: Sängerin Alicia Keys und Houston-Entdecker Clive Davis (Mitte) trauerten vor dem Beverly Hilton Hotel Und obwohl Houston in den letzten zehn Jahren mehr mit     Alkohol und  Drogen als mit Musik und Filmen, mehr mit Entziehungskuren     und  Aussetzern als mit Hits und Balladen Schlagzeilen gemacht hatte,   war    die Nachricht ein Schock.
Bild: Houston bei ihrem Comeback 2010 Wohl keiner außerhalb ihres engsten    Umfeldes   hatte vermutet, dass  die 48-Jährige in Lebensgefahr ist. Ganz    im   Gegenteil. Nur Stunden  vorher war noch über ein baldiges  Comeback     spekuliert worden. Bei niemandem passte wohl die Formulierung  besser, dass ihr die Musik       in die Wiege gelegt wurde, als sie am 9.  August 1963 in Newark bei     New   York geboren wurde. Ihre Mutter sang im  Hintergrundchor von   Elvis     Presley, ihre Cousinen Dionne und Dee Dee  Warwick wurden    Soul-Stars.
Bild: mit Mutter Cissy Houston im Jahr 1988 Und ihre Patentante ist eine gewisse Aretha  Franklin.    Schon mit 14     hatte die kleine Whitney eine erste  Plattenaufnahme und    sang  später  mit   ihrer Mutter in Nachtclubs. Und sie  arbeitete  auch   als  Fotomodel  und   schaffte es auf  Titelseiten, als  schwarze  Models    noch eine  bestaunte   Kuriosität  waren.
Bild: www.photopress.at Ihr  Debütalbum, das schlicht ihren Namen trug, schlug schon ein wie          eine  Bombe. Gleich drei Songs wurden Nummer-Eins-Hits und auch die          Platte  selbst kletterte an die Spitze der Charts. Das zweite    Album,   mit     dem  ebenso einfachen Titel "Whitney", enthielt    Chartstürmer  wie  "I     Wanna  Dance With Somebody" oder die Ballade    "Where Do  Broken  Hearts     Go". Wem  das nicht Gänsehaut genug war,    der bekam sie  bei "One  Moment in     Time", dem  offiziellen Lied der    Olympischen  Spiele 1988. Houston gewann insgesamt sechs Grammys ... ... und verbuchte unzählige Gold- und Platinschallplatten. In den neunziger  Jahren war Houston auch als Schauspielerin           erfolgreich. Unvergessen ist  die zierliche Sängerin in den Armen von           Kevin  Costner in "The  Bodyguard". Mit dem Song "I Will Always   Love          You", der sich in den USA   14 Wochen auf Platz Eins hielt,     schenkte    sie     nicht nur einer  ganzen  Generation ihre  romantische     Hymne. Das   Lied     wurde auch zum Schrecken von   Karaokeabenden,   weil    der Song   beweist,     dass er nicht einfach zu  singen  ist. Da      braucht man schon   eine     Ausnahmestimme. Eine  Ausnahmestimme,  mit      der man sogar die        US-Nationalhymne, wie  1991 beim Super   Bowl,  so   singen  kann, dass  sie       sofort danach  zum ersten und   einzigen  Mal   zum Charthit   wird.
Bild: mit Boxlegende Muhammad Ali Doch Whitney Houston hatte  bald Probleme. Alkohol,  Rauschgift - und             Bobby Brown. 1992,  auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes,  heiratete   sie     den          R&B-Sänger und beide haben ein Kind, die nun     18-jährige    Bobbi          Kristina. Doch die Ehe war nicht selten ein    Skandal,   Brown     galt  als  der     personifizierte schlechte    Einfluss, der seine   Frau     schlug  und   betrog    und bei dem immer    wieder Drogen   gefunden   wurden. Nach   15   Jahren  wurde   die Ehe    geschieden,  doch  von  den  Drogen kam  Houston     nicht weg. Dabei war ihr immer  wieder ein Comeback gelungen.  "My Love Is Your               Love" wurde  1998 ebenso zum Erfolg wie vier Jahre  später    "Just             Whitney...". Und mit "I Look to You" gelang ihr im    August  2009    sogar           wieder ein Nummer-Eins-Album. Frisch und    selbstbewusst      lächelt   sie    vom     Cover. Doch trotz des    musikalischen Erfolgs     bekam  sie   ihr  Leben     nicht    in den    Griff. Im Mai 2009 ging sie erneut      in eine     Entzugsklinik.
Bild: Titelseite vom Februar 2010
Credit: www.pps.at www.photopress.at Ihre Tournee im Jahr 2010 war ebenso von Negativschlagzeilen geprägt:  Sie musste etliche Konzerte wegen Krankheit absagen und erhielt negative  Kritiken von Fans, die von Houstons Gesang und Auftritten enttäuscht  waren. Trotz der Vorgeschichte war es für  viele ein  Schock, als die                  Todesnachricht kam. Vor dem  Hotel, in dem ihre Leiche  gefunden       wurde,             versammelten sich  Fans und es erinnerte fast an   den     Tod   Michael            Jacksons vor  fast drei Jahren, der nur   ein   paar   Meilen    entfernt    in   Los       Angeles gestorben  war.
Bild: Virgin-Gründer Richard Branson vor dem Beverly Hilton Hotel Rosen    wurden   für die   Diva mit der            Gänsehautstimme    abgelegt  und    überall  war die   Liebesbotschaft  nach    ihrem            vielleicht    größten Song  zu hören   und zu lesen:  "Whitney,    we     will          allways  love  you!". Soulsängerin Aretha Franklin hat sich erschüttert über den Tod ihrer  Patentochter Whitney Houston gezeigt. "Ich kann einfach nicht darüber  reden. Das ist so überwältigend und unglaublich", schrieb Franklin per Twitter. "Ich konnte nicht glauben,  was da im Fernsehen läuft." Franklin ist eng befreundet mit  Houstons Mutter Cissy. "Mein Herz ist jetzt bei Cissy, (Whitney  Houstons) Tochter Bobbi Kris, ihrer Familie und (Ex-Mann) Bobby." Popsängerin Katy Perry reagierte auf den Tod von Whitney Houston mit  einer Liebeserklärung. "Wir werden Dich immer lieben, Whitney", schrieb  sie per Twitter über den Tod der  48-Jährigen. Sie sei am Boden zerstört. "Ruhe in Frieden". Unmittelbar  zuvor war ihre erste Reaktion per Twitter ein "Noooooooo" gewesen, als  wolle sie es nicht glauben. Komponist und Musikproduzent Quincy Jones bezeichnete Whitney Houston  als einzigartige Sängerin. "Sie war ein echtes Original", sagte Jones am  Samstag CNN, wenige Stunden nach dem Tod der 48-Jährigen. Sein Herz sei  gebrochen, sagte der 78-Jährige. "Ich bedaure so sehr, dass ich nie mit  ihr gearbeitet habe." Popsängerin Mariah Carey hat sich erschüttert über den Tod ihrer  Kollegin gezeigt. "Mein Herz ist gebrochen und ich weine  nach dem schockierenden Tod meiner Freundin, der unvergleichlichen Ms.  Whitney Houston", twitterte sie in der Nacht zum Sonntag. Carey weiters: "Mein tief  empfundenes Beileid ihrer Familie und den Millionen Fans  weltweit." Sie  werde nie vergessen "als eine der größten Stimmen auf  Erden".
(APA / mod) Erstellt am
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