Was die Karriere von "American Beauty"-Star Thora Birch ruiniert hat
Thora Birch
American Beauty"-Star Thora Birch, seit 2018 mit dem Talentmanager und Produzenten Michael Benton Adler verheiratet, sorgte diese Woche für Schlagzeilen, als sie sich als bisexuell outete.
Zuvor hatte Birch, die auf der Weltbühne erwachsen wurde, erzählt, dass sie zwar nichts an ihrer Erziehung ändern würde, das Dasein als Kinderstar aber auch seine Nachteile gehabt habe.
Ex-Kinderstar kennt Schattenseiten Hollywoods
"Man kann keine Freundschaften aufbauen oder einen festen Freundeskreis, der einem treu bleibt", erzählte die heute 44-Jährige im Februar gegenüber Independent. "Es waren also diese unglaublichen Erlebnisse und Gelegenheiten, mit Menschen zusammenzuarbeiten, von denen ich Fotos an meiner Zimmerwand hängen hatte."
Zu Beginn dieses Jahrhunderts zählte Thora Birch zu den vielversprechendsten jungen Schauspielerinnen Hollywoods. Sie vollzog einen gelungenen Wandel vom Kinderstar hin zum beliebten Indie-Liebling. Dann verschwand sie jedoch aus dem Rampenlicht - und niemand schien zu wissen, wohin oder warum.
Die Schauspielerin stand ab ihrem vierten Lebensjahr vor der Kamera. Zunächst drehte sie Werbeclips. Als Schauspielerin trat sie das erste Mal 1988 im Alter von sechs Jahren in der kurzlebigen Serie "Day by Day" auf. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen "Hocus Pocus" (1993), "American Beauty" (1999) und "Ghost World" (2001). Zuletzt war sie 2025 im Filmdrama "The Chronology of Water" zu sehen.
Zu aufmüpfig: Wie es sich Thora Birch mit Studiobossen verscherzte
Eine Zeit lang herrschte ein großes Griss um die talentierte Nachwuchsdarstellerin, die im Alter von dreizehn Jahren bereits drei Mal für den Young Artist Award nominiert war. Im Jahr 2001 wurde Birch für einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin nominiert.
Der einst aufstrebende Filmstar kennt aber auch die Schattenseiten des Filmgeschäfts nur allzu gut. Ab 2012 drehte Birch vier Jahre lang keine Filme.
2014 erzählte sie, von den Studios fallen gelassen worden zu sein, weil sie sich nicht anpassen wollte. Damals beschwerte sie sich gegenüber The Guardian, einen Agenten suchen zu müssen und erzählte, dass sie beschlossen hatte, eine Auszeit zu nehmen und "mein Leben zu leben, mich ein wenig weiterzuentwickeln und mich weiterzubilden".
Als die Interviewerin sie nach ihrem Rückzug fragte, wurde jedoch deutlich, dass dieser nicht ganz freiwillig erfolgt sein dürfte. "Es macht mich wütend, wenn Sie diesen Ausdruck benutzen, denn ich bin nicht zurückgetreten. Ich habe immer gearbeitet, nur hat es niemand bemerkt", so Birch zur Guardian-Redakteurin, bevor sie erklärte: "Ich habe versucht, einen schmalen Grat zu beschreiten zwischen Verführung und Glamour, aber gleichzeitig einer starken Identität und dem Verfolgen von etwas tiefgründigeren Dingen. Ich glaube, damals wollte niemand, dass Frauen so etwas tun."
Anpassen wollte sie sich nicht. "Ich hatte einfach das Gefühl, die Leute wütend zu machen, weil ich keine Rüschen und Schleifen tragen wollte", äußerte Birch ihren Grant. "Ich habe einfach keine Ratschläge angenommen, und ich glaube, die Leute waren deshalb sauer auf mich."
Sie habe einfach eine "Ach, lasst mich in Ruhe!"-Einstellung" entwickelt.
Auf ihre ehemalige "Ghost World"-Co-Darstellerin Scarlett Johansson angesprochen, gab sich der ehemalige Kinderstar unverhohlen geringschätzend. Als Birch gefragt wurde, wie es sich für sie anfühle, Johanssons Karriere zu betrachten, wenn man bedenkt, dass diese all das mitgemacht hat, was Birch abgelehnt hat, verzog sie das Gesicht. "Ich weiß nicht. Schau sie dir an. Naja", sagte Birch, bevor sie hinzufügte: "Ich mag sie trotzdem, wir waren zusammen Kinder."
Desillusionierung von Hollywood
Ein weiterer Grund für Birchs Desillusionierung von Hollywood waren die Auswirkungen des Showbusiness auf Brittany Murphy und Brad Renfro, mit denen sie in jüngeren Jahren zusammengearbeitet hatte.
"Ich hatte Brittany vorher schon ab und zu gesehen und fand sie süß und liebenswert und so weiter. Aber als ich mit ihr gearbeitet habe, habe ich den Zustand gesehen und ich dachte, das kann nichts Gutes bedeuten", erzählte sie dem Guardian über Murphy, die 2009 im Alter von 32 Jahren gestorben war.
Im Dezember 2009 war Murphy bewusstlos in der Dusche ihres Anwesens in den Hügeln der Filmmetropole Los Angeles entdeckt worden. Die "Clueless"-Schauspielerin starb offiziellen Angaben zufolge an einer akuten Lungenentzündung. Nur fünf Monate starb ihr Witwer Simon Monjack ebenfalls an einer Lungenentzündung. Um den Tod der Beiden rankten sich einige Theorien.
Auch Renfro starb jung. 2008 erlitt er im Alter von 25 Jahren eine Heroinüberdosis. Birch sagte, sie sei "von seinem Zustand erschüttert" gewesen, als sie "Ghost World" drehten: "Ich wünschte, ich hätte etwas gesagt, so etwas wie: "Gibt es denn nicht etwas, das man tun sollte, außer einem Vormund?'"
Sie sei nicht überrascht gewesen, als sie von Murphys und Renfros Tod hörte, "und das war ein weiteres Problem für mich".
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