Emilia Clarke: Die vielen Schicksalsschläge des "Game of Thrones"-Stars
Emilia Clarke
Gleich zwei lebensbedrohliche Gehirn-Aneurysmen überlebte Emilia Clarke während der Dreharbeiten zu "Game of Thrones" (GoT). In einem Interview mit "CBS Sunday Morning" sprach sie 2019 über die schlimmen Erfahrungen.
Erstmals erlitt Clarke im Jahr 2011 beim Sport entsetzliche Kopfschmerzen.
Zwei Gehirn-OPs: Emilia Clarkes tragisches Schicksal
"Ich war im Fitnessstudio, als es plötzlich in meinem Kopf geknallt hat, so als ob ein Gummiband zerreißt." Sie erinnerte sich: "Ich wusste in diesem Moment, dass mein Gehirn geschädigt ist."
Damals wurde ein Aneurysma entdeckt, während der ersten Staffel von "Game of Thrones" Clarke musste notoperiert werden - im Alter von gerade einmal 24 Jahren. Sie erholte sich zum Glück schnell und konnte pünktlich zum Drehstart der zweiten "GoT"-Staffel wieder vor der Kamera stehen.
Doch zwei Jahre später wurde bei einer Kontrolle eine weitere krankhafte Gefäßerweiterung gefunden. Die Schauspielerin musste sich erneut einer schweren Operation unterziehen.
Die Vorfälle wirkten sich stark auf ihre Psyche aus. Bereits beim ersten Mal sei sie durch eine schwere Zeit gegangen, so Clarke. "Ich dachte, ich müsste sterben", erinnert sie sich. "Nach der ersten OP war es schwierig, nach der zweiten Operation noch schwieriger optimistisch zu bleiben."
Clarke, die in der Fantasy-Saga "Game of Thrones" von 2011 bis 2019 die Drachenkönigin Daenerys Targaryen spielte, erholte sich auch diesmal. Die gesundheitlichen Probleme blieben aber nicht ohne Folgen.
Lebensmut verloren
Kürzlich erzählte die Schauspielerin im Podcast "How To Fail with Elizabeth Day", dass sie nach ihren zwei Gehirn-Operationen für eine Weile ihren Lebensmut verloren hatte. "Ich war einfach davon überzeugt, dass ich dem Tod entkommen war und dass ich eigentlich sterben sollte, und jeden Tag war das alles, woran ich denken konnte", sagte die 39-Jährige. "Es war dieses Gefühl, als ob ich nicht hier sein sollte. Das wird kommen und mich holen."
Nach ihrer zweiten Operation habe sie sich "emotional völlig verschlossen", schilderte die Britin. "Es war das Gegenteil von: Ich habe überlebt, mir geht es großartig", sagte sie.
Jetzt enthüllte Clarke zudem, dass sie sich mit 35 Jahren, nach der stressigen Zeit, die hinter ihr lag, Eizellen einfrieren ließ.
Nach Schicksalsschlägen Eizellen eingefroren
In einem offenen Interview mit The Times sprach sie abermals über ihre beiden Hirnaneurysmen und darüber, dass sie nach der zweiten Operation auch den schmerzlichen Verlust ihres Vaters Peter verkraften musste, der damals an Krebs starb.
Nach der von Krankheit und Kummer geprägten Zeit habe sie Pläne geschmiedet, eines Tages Mama zu werden. Über die Entscheidung für die Eizellenentnahme sagte sie: "Man durchlebt bestimmte Momente, die jeder kennt. Ich war zum Beispiel 35, als ich meine Eizellen einfrieren ließ. Viele Frauen in diesem Alter entscheiden sich dafür."
Nach den belastenden Ereignissen in ihrem Leben hatte sie zudem das Bedürfnis nach Rückzug gespürt: "Ich hatte einige Jahre, in denen ich mich am liebsten verkrochen hätte. Ich kann gar nicht beschreiben, wie jung und naiv ich war, als ich damit anfing. Ich hatte keinerlei Ahnung von der Branche", sagte sie über die von Schicksalsschlägen überschatteten Anfänge ihrer Karriere. "Dann erlitt ich diese lebensbedrohliche Hirnverletzung, es ging mir so schlecht, und ich dachte ständig, ich würde sterben. Und dann starb mein Vater, und das war schlimmer als die Hirnblutungen."
"Wurde mit einer erblichen Schwäche meiner Arterien geboren"
Zuvor hatte Clarke m Podcast "Dear Chelsea" darüber gesprochen, die Sorge zu hegen, dass zukünftige Kinder ihre lebensbedrohliche Arterienerkrankung, die mit ihren Aneurysmen in Verbindung steht, erben könnten. "Ich wurde mit einer erblichen Schwäche meiner Arterien geboren. Wenn ich ein Baby bekäme, würde ich sofort ein MRT verlangen, um zu sehen, ob es die Krankheit auch hat", so Clarke. Die Erkrankung könne man zwar nicht verhindern, sie selbst würde aber bestimmte Gewohnheiten befolgen, um gesund zu bleiben: "Keine Drogen nehmen, nichts tun, was den Blutdruck erhöht, und nicht zu hart arbeiten", sagte Clarke über ihren Lifestyle, während sie hinzufügte: "Aber im Grunde genommen gibt es nichts, was es verhindern könnte."
Die Schauspielerin war in der Vergangenheit unter anderem mit Regisseur Charlie McDowell und "Family Guy"-Macher Seth MacFarlane zusammen. Aktuell gilt sie als Single. Details zu ihrem Beziehungsstatus hält Clarke privat; sie führt ein zurückgezogenes Privatleben.
Auf Instagram gewährt sie ihren Fans aber gelegentlich Einblicke in ihren Alltag, in dem auch ihr Hund Ted eine zentrale Rolle spielt. 2020 adoptierte die Schauspielerin den gefleckten Dackel, der seitdem ihr treuer Begleiter ist.
Kommentare