Ricky Martin

© APA/AFP/PABLO PORCIUNCULA

Stars
11/30/2020

Was der Vater von Ricky Martin mit seinem Outing zu tun hat

Superstar Ricky Martin im Interview über sein Outing, einen neuen Weihnachtsfilm und 62 Konzertabsagen.

von Elisabeth Sereda

Bekannt wurde der Puerto-Ricaner mit der Boyband Menudo. Damals war Enrique Martin Morales 12. Seit 1999 ist der am Heiligen Abend Geborene Solosänger und wurde als Ricky Martin (48) zum internationalen Star. 2010 outete sich der ehemalige Ministrant, der schon zwei Jahre davor Zwillingsbuben via Leihmutter bekommen hatte. Seit 2016 ist er mit Jwan Yosef zusammen, mit dem er in den vergangenen zwei Jahren eine Tochter und einen Sohn bekam.

KURIER: Wo sind Sie derzeit?

Ricky Martin: Ich bin in meinem Aufnahmestudio in meinem Haus in L.A., das ich seit neun Monaten nicht verlassen habe. Zum Glück ist mein Studio auch gleichzeitig mein Heimkino. Und ich bin über den Frust weg, nicht touren zu können. Enrique Iglesias und ich hatten für 2020 62 Konzerte auf der ganzen Welt geplant. Das abzusagen, beziehungsweise es auf unbestimmte Zeit zu verschieben, war extrem hart. Daher habe ich mich meinem Album gewidmet.

Sie sehen sehr fit aus. Was machen Sie für die Gesundheit und Schönheit?

Naja, ein bisschen Botox hin und wieder, und ich esse gesund. Der größte Dank gebührt meiner Mutter, die mir ihre Gene vererbt hat. Und ich liebe mein Leben, das zeigt sich auch äußerlich.

Sie haben sich 2010 geoutet. War die lange Geheimhaltung Ihrer sexuellen Orientierung Ihre Entscheidung?

Nein, das war von vielen Faktoren beeinflusst. Und wenn Sie von Geheimhaltung sprechen, dann hat das nur mit der Öffentlichkeit zu tun, denn privat wusste es jeder. Aber was stark dazu beigetragen hat, waren all die Leute, die mir gesagt haben, "Ricky, du kannst dich nicht outen, das wäre das Ende deiner Karriere“. Aber am Ende wollte ich endlich glücklich sein und mich wohlfühlen in meiner Haut. Und ganz besonders wollte ich nicht meine Kinder anlügen. Das ganz besonders Schöne an meinem Outing war ja, dass mein Vater mich dazu gedrängt hat.

Als letztes haben wir Sie in der TV-Serie „Versace“ von Ryan Murphy als Freund des Designers gesehen. Wollten Sie immer schon Schauspieler sein?

Ja, ich hatte mit 15 meine erste Rolle, und später spielte ich in Les Misèrables am Broadway. Für „Versace“ bekam ich eine Emmy-Nominierung, wofür ich sehr dankbar bin. Aber Musik ist und bleibt meine große Liebe.

Die Rolle von Versaces Lover Antonio ist bisher Ihre berühmteste. Wurden Sie danach gefragt, ob Sie Angst haben, auf Homosexuellenrollen festgelegt zu werden?

Ja, und es war Penelope Cruz (spielte in der Serie Donatella Versace), die mich das gefragt hat. Da musste ich ihr zurückgeben: „Würdest Brad Pitt fragen, ob er Angst hat auf Hetero-Rollen festgelegt zu werden?“ Die klare Antwort ist nein.

Im Weihnachtsfilm „Jingle Jangle“ spielen Sie eine Art Superheld, der auch ein Monster ist. Was sagen Ihre Kinder dazu?Sie freuen sich sehr darauf, den Film endlich zu sehen, denn sie mussten mich monatelang ertragen, als ich für die Rolle geübt habe, und den Text laut im Haus herumgebrüllt habe.

Sie spielen als Einziger eine Puppe.

Ja, Don Juan Diego ist zwar super heiß, aber leider kein richtiger Mensch. Das heißt, dass ich ihm nur meine Stimme leihen konnte, während all die anderen Schauspieler nach England fahren durften und dort filmten. Ich war in einem kleinen Studio mit meinem Mikrofon eingesperrt.

Sie sind am 24.12. geboren. Sind Sie bei den Geschenken deshalb immer zu kurz gekommen?

Nein, nicht in Puerto Rico! Da feiern wir einen Monat lang Geburtstag, das war immer mein Glück!

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