© REUTERS/DANNY MOLOSHOK

Stars
09/06/2021

Warum "Batman" Michael Keaton nicht liebenswert sein will

Der US-Schauspieler feierte seinen 70. Geburtstag, spricht über Humor, die Rolle, die ihn berühmt machte und warum er keine netten Typen spielen will.

von Elisabeth Sereda

Auch Batmans werden älter. Der Mann, der die Rolle für das Film-Franchise revitalisierte, ist 70. Michael Keaton, der natürlich viel mehr kann, als schwarze Gummianzüge zu tragen und durch die Gegend zu fliegen, hat auch Preise gewonnen, für andere Rollen. Und eigentlich heißt er ja gar nicht Keaton, sondern Douglas. Aber einen Michael Douglas gab es ja schon lange bevor er, Keaton, berühmt wurde. Den Namen wählte er rein zufällig, nicht weil er heimlich in Diane Keaton verliebt war. Hierzulande kennt man ihn auch aus "Beetlejuice", "Spotlight" und "Birdman", für den er den Oscar gewann.

KURIER: Wann haben Sie Ihren Nachnamen geändert?

Michael Keaton: Als ich meinen ersten Job beim Film bekam, denn da trat ich der Gewerkschaft bei, und dort gab es schon zwei Schauspieler mit demselben Namen. Einer ist ein toller Charakterdarsteller, den keiner kennt, und der andere macht billige Pornos, wie ich höre… wie "Basic Instinct"!

Es scheint, dass kein Schauspieler, der die Figur gespielt hat, gern über "Batman" redet. Wie ist das bei Ihnen? Ist Ihnen die Rolle auch peinlich?

Nein, obwohl es einen Journalisten gab, der geschrieben hat: "Den spielt er nie wieder." "Batman" zu spielen und zu drehen war großartig und eine Menge Spaß. Und ich bin froh, dass ich es gemacht habe. Ich stehe voll dazu.

Sie haben vor einigen Jahren bei "The Merry Gentlemen" auch Regie geführt. Warum seither nicht mehr?

Weil ich faul bin und mein Leben genieße. Regieführen ist anstrengend und nimmt viel Zeit in Anspruch. Da muss mich schon etwas sehr reizen, und das habe ich seither nie wieder gefunden.

Sie haben einen sehr trockenen Humor, warum machen Sie nicht öfter Komödien?

Weil ich nicht wirklich lustig bin, haha! Nein, ich war als Kind witzig. Ich kapierte, dass ich damit ein Publikum habe. Funny is money.

Was finden Sie selbst lustig?

Total spaßbefreite Typen. Wie zum Beispiel Trump. Der ist der unlustigste Kerl, den ich je gesehen habe. Und das macht ihn zu allem Übel auch noch extrem unsexy. Im Gegensatz zu Obama. Der Typ ist sooooo witzig. Wenn er nicht in die Politik gegangen wäre, hätte er locker Komiker werden können. Er hat das Timing drauf wie ganz wenige.

Sie gewannen den Oscar für "Birdman", und das zementierte Ihren Ruf als Schauspieler der merkwürdigen Rollen.

Also, wenn du als Schauspieler so ein Drehbuch kriegst, dann kannst du nur in die Luft springen und "Danke, Gott!" sagen.

Die liebenswerten Figuren sind nicht Ihres?

Ich bin der Falsche für einen liebenswerten Typen. Ich würde die Rolle des Santa Claus höchstens als Santa Claus, der einen Haufen Schulkinder umbringt, spielen. Ich will in meiner Rolle nicht darum betteln müssen, vom Publikum geliebt zu werden. Das ist nicht mein Job. Und ganz ehrlich, es ist auch nicht interessant. Oder witzig!

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.