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Victoria Beckham und Stella McCartney: Neuer Machtkampf nach jahrelanger Fehde

Wie aus ehemaligen Freundinnen erbitterte Rivalinnen wurden - und warum die alte Fehde nun wieder entfachen könnte.
Victoria Beckham im Halbprofil mit schulterlangen, braunen Haaren

Seit Jahren kursieren schon Berichte um eine Rivalität zwischen den beiden britischen Modedesignerinnen Stella McCartney und Victoria Beckham. Einst waren sie Freundinnen. McCartneys Ehemann Alsdhair Willis arbeitete sogar für David Beckham als Stilberater. Doch es kam zu Spannungen. 

McCartney und Beckham: Streit um Kinderfoto

Diese beschränken sich nicht nur auf die Modewelt. Auch privat soll es zwischen McCartney und den Beckhams in der Vergangenheit zu Streitigkeiten gekommen sein. Was die Kindeserziehung betrifft, dürften McCartney und Victoria Beckham jedenfalls ziemlich unterschiedlich ticken.

2017 sorgte ein vermeintlicher Streit um Harper Beckhams Geburtstagsfeier im Buckingham Palace für Schlagzeilen. David und Victoria Beckham teilten damals ein Foto auf Instagram, auf dem ihre Tochter neben McCartneys Tochter Reiley Willis mit anderen Freundinnen bei einer Teeparty im Palast zu sehen war. Neben Prinzessin Eugenie waren bei der royalen Feier auch Ex-Prinz Andrew und seine Ex-Frau Sarah Ferguson, die ehemalige Herzogin von York, anwesend.

Die Beckhams luden mehrere Fotos von der Veranstaltung auf Instagram hoch. Unter anderem auch jenes Gruppenbild, das unter anderem Harper, die an dem Tag Geburtstag feierte, und Reiley Willis bei der Teeparty zeigte.

Damit soll Stella McCartney jedoch nicht einverstanden gewesen sein.

"Stella schäumt vor Wut deswegen, weil sie immer versucht, ihre Kinder aus der Öffentlichkeit herauszuhalten und nie etwas über sie auf ihren eigenen Social Media-Accounts postet. Sie ist insbesondere wütend, weil sie einen "Excellent Order of the British Empire" hat und nichts als Respekt für die royale Familie hat. Sie hatte gehofft, dass niemand bemerken würde, dass es Reiley Willis ist und hat den Bediensteten ihre Regeln erklärt", verriet ein Insider damals der britischen Sun.

Der Beitrag wurde schließlich gelöscht. 

Nanny abgeworben

Drei Jahre später gab es jedoch Berichte über Streitigkeiten, als Victoria Beckham angeblich ein Kindermädchen von ihrer besten Freundin abwarb. Dies soll den endgültigen Bruch der ehemaligen Freundschaft gewesen sein. 

"Sie will nur das Beste für ihre Familie und hatte auf dem Spielplatz gehört, dass Stellas Kindermädchen zu den Besten der Stadt gehörte. Sie besorgte sich ihre Nummer und machte ihr ein lukratives Angebot, damit sie den Job wechselt. Als Stella davon erfuhr, rastete sie völlig aus", verriet damals eine Quelle der Sun

.

 

Rivalität im Mode-Sektor

Auch auf dem Laufsteg eskalierte die Situation. Es gab gegenseitige Vorwürfe des "Diebstahls" von Models und Designern.

So soll Victoria Beckham unter anderem 2022 die Mode-Größe Jane How abgeworben haben, die jahrelang mit McCartney zusammengearbeitet hatte.

Neue Kollektionen von Beckham und McCartney heizen Gerüchte an

In letzter Zeit war es still um die angebliche Rivalität zwischen McCartney und Beckham. Der Machtkampf zwischen den beiden beliebten Modedesignerin könnte durch ihre jüngste berufliche Entscheidung nun aber erneut entfachen. 

Wie Daily Mail berichtet, haben die beiden Britinnen erschwingliche Kollektionen mit beliebten Modeketten im mittleren Preissegment herausgebracht.

Das ehemalige Spice Girl hat kürzlich eine 38-teilige Kollektion in Zusammenarbeit mit GAP entworfen, die Oberteile, Jeans, Pullover und Jacken umfasst. Die Kollektion ist von den klassischen Logo-Hoodies und T-Shirts inspiriert, die in den 1980er- und 1990er-Jahren populär waren.

Das Timing der Low-Budget-Kollektion sorgt für Spekulationen. Immerhin hat auch McCartney diesen Monat ihre zweite Kollektion mit H&M herausgebracht, die preislich ähnlich positioniert wie Beckhams GAP-Kollektion. Auch hier wurde auf Retro gesetzt. McCartneys Entwürfe beinhalten Artikel wie das berüchtigte "Rock Royalty"-Tanktop, das die Designerin erstmals für die Met Gala 1999 entwarf.

Eine Markenexpertin erklärt jedoch, dass die Kollektionen von Victoria und Stella nicht unbedingt mit der bestehenden Rivalität zusammenhängen müssen. "Kulturell betrachtet wirkt dies jedoch weniger wie ein echtes Wiederaufleben einer alten Fehde, sondern vielmehr wie ein Spiegelbild der zukünftigen Entwicklung der Luxusmode im Jahr 2026", so Kommunikationsexpertin Olivia Bell gegenüber der Daily Mail. "Es gibt eine zunehmende Verlagerung weg von ultra-exklusiver Mode hin zu dem, was ich als "erstrebenswerte Zugänglichkeit" bezeichnen würde." 

Verbraucher würden sich zwar Designer-Credibility und kulturelles Prestige wünschen, aber auch Tragbarkeit, Praktikabilität und Preise, die in der heutigen Wirtschaftslage realistischer betrachtet werden.

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