Stars
20.11.2017

So heiß ist die Wiener Feuerwehr

Bei diesen Feuerwehrmännern kommt auch Nina Proll ins Schwitzen.

Die Stimmung brodelt im Wiener Club Chaya Fuera, so manche Dame versucht sich noch schnell in die erste Reihe vorzudrängeln. Eine davon entpuppt sich übrigen als die stolze Oma von "Mister Jänner", im Schlepptau die etwas verhaltenere Frau Mama des Besagten – und dann geht’s los, die Präsentation des "Fireman’s Calendar 2018" (Großteil des Reingewinnes geht an den Mannschaftsspendenfond der Wiener Berufsfeuerwehr).

Die Faszination Uniform nimmt, begleitet vom Frauen-Gekreische, ihren Lauf, wobei eher die Entledigung davon, denn die durchtrainierten Feuerwehrmänner zeigen auf der Bühne - manche mehr, manche weniger im Rhythmus der Musik - fast alles.

"Ich verbinde mit einem Feuerwehmann den Retter in der Not. Der hilft dir immer. Das ist so ein bisserl eine Frauenfantasie, dass man gerettet werden möchte aus irgendwelchen Notsituationen. Und wenn sie dann auch noch so gut aussehen, verbindet sich irgendwas im Kleinhirn, oder so ähnlich", meint Schauspielerin Nina Proll, die an diesem Abend nicht nur moderiert, sondern mit der Feuerwehrkomödie "Anna Fucking Molnar" ab kommenden Freitag in den Kinos zu sehen ist.
"Ich kann das schwer beurteilen. Ich bin Feuerwehrmann, aber es dürfte schon was dran sein. Es ehrt meine Jungs natürlich und mich auch, weil es doch auch ein Prestige ist ein bisschen", sagt Kalender-Initiator Thomas Bransky lachend dazu.

Zumindest die anwesenden Mädels kommen aus dem Schreien nicht mehr raus. Mann für Mann wird von ihnen auf der Bühne abgefeiert. Darunter auch Oberbrandmeister Otto (Oktober), der mit seinen 50 der Älteste ist.

"Der ist topfit und sehr witzig! Der steht den anderen um nichts nach. Und er hat ein echt außergewöhnlcihes Hobby, nämlich Zillenfahren. Kannte das vorher auch nicht", so Nina Proll, die sehr wohl einen Lieblingsmonat hat, aber nicht verraten möchte, wer ihr Feuerwehrmann-Favorit ist.

Dafür hofft sie, dass sich die ganze "metoo"-Debatte, in der sie maßgeblich für Wirbel gesorgt hat, wieder etwas beruhigt.

"Ich habe zu 90 Prozent jetzt nur noch positive Rückmeldungen bekommen und ich bekomme wirklich hunderte Nachrichten. Ich habe das Gefühl, dass die Stimmung gekippt ist. Und das Gros der Bevölkerung ist komischerweise meiner Meinung. Ich hoffe aber, dass es sich wirklich wieder beruhigt, gerade weil ich so einer Veranstaltung wie heute hier moderiere. Das ist ja das Sexistischte was es gibt, also Männer, die nur deswegen auf der Bühne stehen, um sich nackt zu zeigen, oder ihre fast nackten Körper zu präsentieren. Ich bin einfach der Meinung gerade die Kunst muss frei bleiben und auch mein Film propagiert ja ein Verhalten zwischen Mann und Frau, was absolut unkorrekt ist. Also der Film beginnt und endet mit sexistischen Aussagen auf beiden Seiten - sowohl von der Frau, als auch vom Mann. Und das ist für mich Gleichberechtigung. Dass wir uns sozusagen unserer Macht bewusst werden und es genauso machen dürfen, wie die Männer und nicht einfach still irgendwas erdulden, worunter wir leiden. Das ist für mich das Missverständnis von Feminismus. Man muss den Spieß umdrehen und man darf genauso sexistisch sein."

Der Kalender ist auf allen Wiener Hauptfeuerwachen und unter www.firemans.at zum Preis von € 25.- erhältlich.

Alle Bilder der großen Feuerwehr-Party

1/7

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…

Fireman Calendar, Feuerwehrmann Kalender, österrei…