Sinead O'Connor ist seit Jahren in psychologischer Behandlung.

© APA/AFP/FRED TANNEAU

Abschiedsbrief
11/30/2015

Hilfeschrei auf Facebook: Sorge um Sinead O'Connor

Schocker: Die irische Sängerin hat auf Facebook ihren Selbstmord angekündigt.

Wirbel um Sinead O'Connor: In einem dramatischen Facebook-Post hat die 48-Jährige angekündigt, sich das Leben zu nehmen. Kurze Zeit später machte die Polizei den Aufenthaltsort des "Nothing Compares 2 U"-Stars ausfindig - und gab zunächst Entwarnung. Sinead soll nach Aussagen der Beamten "gesund und munter" sein, werde aber dennoch ärztlich betreut.

Sinead O'Connor: Jahrelanger Kampf gegen Depressionen

"Ich habe eine Überdosis genommen. Es gibt keinen anderen Weg, um sich Respekt zu verdienen", schrieb Sinead O'Connor am Sonntagabend. In ihrem offenen Brief beschuldigt die Sängerin, die seit Jahren in psychologischer Behandlung ist, ihre Familie, sie im Stich gelassen zu haben: "Würde ich das hier nicht posten, würden meine Kinder und meine Familie, nicht wissen, wie es mir geht. Ich könnte schon seit Wochen tot sein."

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass der mentale Zustand der irischen Sängerin Grund zur Sorge gibt. Schon vor vier Jahren wandte sich O'Connor mit einer schockierenden Meldung auf Twitter an die Öffentlichkeit. "Ich wünsche mir, durch Selbstmord zu sterben", schrieb die Musikerin und beschuldigte sowohl ihre Therapeutin als auch die katholische Kirche sowie Menschen, die ihre Lebensweise kritisieren, als Grund für ihre Depression. Zuletzt wurde O'Connor wegen eines Stalkers zur Behandlung in eine Klinik eingewiesen.

Skandal-Star

Doch auch in jungen Jahren galt Sinead O'Connor bereits als exzentrisch. So sorgte sie unter anderem für Aufsehen, weil sei einen Auftritt nach dem Spielen der amerikanischen Nationalhymbe verweigerte. Außerdem boykottierte sie den Grammy für ihr Album "I Do Not Want What I Haven't Got", um gegen die Kommerzialisierung der Veranstaltung zu protestieren. 1992 sorgte die Irin für einen Skandal, als sie in einer TV-Sendung ein Bild des damaligen Papstes Johannes Paul II zerriss.

Obwohl Sinead O'Connor seit den 90ern weiterhin Alben veröffentlichte, konnte sie an ihren Erfolg von früher aber nicht mehr anknüpfen.

Der Karriere-Knick scheint der Sängerin jedoch offenbar zu Schaffen machen. Auch innerhalb der Familie dürfte es Probleme geben. Körperlich hatte Sinead zuletzt ebenfalls mit der Gesundheit zu kämpfen. Nach einer Gebärmutterentfernung im August wurden alle für das Jahr 2015 geplanten Konzerte abgesagt. Nun haben sich die Depressionen des Ausnahmetalents anscheinend wieder zugespitzt.

Sehen Sie keinen Ausweg? Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu holen. Wo Sie diese finden:

Telefonseelsorge (bundesweit), 142, www.telefonseelsorge.at

Rat auf Draht (bundesweit, für Kinder und Jugendliche), 147, www.rataufdraht.orf.at

Vergiftungsinformationszentrale GÖG (bundesweit), 01 / 406 43 43, www.goeg.at/de/VIZ

Sozialpsychiatrischer Notdienst / PSD (Wien), 01 / 313 30, www.psd-wien.at/psd

Krisentelefon (NÖ), 0800 / 20 20 16

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