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Yellow Press: König Charles hofft weiter auf Treffen mit Harry und seiner Familie

Für Prinz Harry dürfte seine Reise aus mehreren Gründen emotional verlaufen.
König Charles III. lächelt in einem hellen Anzug mit blauem Einstecktuch und hält ein Glas in der Hand, umgeben von Gästen bei einer Veranstaltung.

Der britische Prinz Harry war am Montag in London zu einem mehrtägigen Besuch in Großbritannien eingetroffen, alleine, ohne Ehefrau Herzogin Meghan und die gemeinsamen Kinder Archie und Lilibet.

Charles hat Enkel seit Jahren nicht gesehen

Für Harry dürfte seine Reise emotional verlaufen. Zunächst hatte es so ausgesehen, als könne es zu einer Annäherung mit seinem Vater Charles III. kommen, doch dann schienen sich die Fronten wieder zu verhärten. Das Verhältnis der beiden gilt seit Jahren als zerrüttet. Zunächst hieß es, Harry werde zu dem fünftägigen Aufenthalt in dieser Woche samt Familie anreisen und im Buckingham-Palast übernachten. König Charles hat seine Enkel seit Jahren nicht mehr gesehen. Hintergrund ist ein Streit darum, wie viel Polizeischutz Harry und seiner Familie in Großbritannien noch zusteht. Doch der Palast dementierte kurzfristig, dass Harry im Palast übernachten sollte. Das Angebot sei abgelaufen, hieß es - sehr zum Ärger von Harry, wie er über seinen Sprecher mitteilen ließ.

Kommen Meghan und die Kinder nach?

Nun berichtet die britische Yellow Press, dass Charles nach wie vor hoffe, seinen Sohn und dessen Familie zu sehen. Der Zeitung Mirror zufolge habe der Monarch seine Berater angewiesen, Gespräche mit Harry und Meghan über ein Wiedersehen zu führen. Er wünsche sich auch, Archie und Lilibet zu treffen, so der Mirror unter Berufung auf namentlich nicht genannte Palastquellen. Zwischen Vater und Sohn soll in den zurückliegenden Wochen ebenfalls ein Austausch stattgefunden haben. 

„Es ist noch nichts ausgeschlossen, die Gespräche dauern an“, zitiert der Mirror eine Quelle. Ein weiterer Palastinsider meint: „Der König würde sich die Gelegenheit, Zeit mit seinen Enkelkindern zu verbringen, nicht entgehen lassen, und wenn es einen Weg gibt, dies zu ermöglichen, wird er es tun.“ Es würde etwa auch überlegt, Meghan und die Kinder nur für einen kurzen Besuch einfliegen zu lassen, so der Mirror.

Prinz Harry hatte sich 2020 aus dem inneren Kreis der Royals gelöst. Er lebt mit Herzogin Meghan und den beiden Kindern in den USA.

Niederlage im Bespitzelungsprozess

Für Harry ist es eine turbulente Zeit: Er und sechs andere Prominente sind diese Woche mit ihrer Klage gegen den Verlag der britischen Boulevardzeitung Daily Mail gescheitert. In einem 436 Seiten langen schriftlichen Urteil erklärte der Richter, die Kläger hätten die vorgebrachten Vorwürfe der unrechtmäßigen Informationsbeschaffung nicht ausreichend beweisen können. Die Klage werde deshalb abgewiesen.

In einem Statement sprach Harry wenige Stunden nach dem Urteil gemeinsam mit Mitklägerin Doreen Lawrence von einer „offensichtlichen Vertuschung“, die aber nicht unerwartet komme. Man habe versucht, Gerechtigkeit zu erlangen, diese aber nicht erhalten.

Auch Elton John klagte

Prinz Harry hatte gemeinsam mit anderen Prominenten, darunter etwa Elton John und dessen Ehemann David Furnish, gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) geklagt.

Im Kern warfen sie Reportern der Daily Mail vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Es ging etwa um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente. Der Verlag wies die Vorwürfe von Beginn an entschieden zurück. Der aufsehenerregende Bespitzelungsprozess begann bereits im Jänner und endete Ende März.

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