Ganz anders als Charles: Dieses Kleidungsstück meidet William strikt
Prinz William
William, der älteste Sohn des britischen Königs Charles III, ist nicht nur der Prinz von Wales, sondern er darf sich auch Herzog von Rothesay sowie Lord of the Isles nennen.
Obwohl es sich dabei um schottische Titel handelt, ist auffällig, dass sich der 44-Jährige niemals im schottischen Kilt zeigt – ganz im Gegensatz zu seinem Vater, der bei öffentlichen Auftritten regelmäßig dieses traditionsreiche Kleidungsstück trägt. Was hat es damit auf sich?
William als Kind das letzte Mal Kilt getragen
Williams scheinbare Weigerung, einen Kilt zu tragen, ist schon seit Jahren Thema in der öffentlichen Debatte. 2023 äußerte sich der schottische Schneider John Sugden gegenüber Medien und betonte, dass man sich freuen würde, einen Kilt für den Prinzen anzufertigen. Laut Sudgen würde Williams Entscheidung helfen, die traditionelle Highland-Kleidung bei der jüngeren Generation wieder populär zu machen (via bunte.de).
Wie das Portal außerdem beschreibt, stammt das letzte Foto von William im Kilt aus seinen Kindertagen. Auf diesem Familien-Schnappschuss ist auch sein Bruder, Prinz Harry, zu sehen. Seitdem ist bekanntlich viel passiert: William scheint sich nicht nur von Harry, sondern auch vom Kilt distanziert zu haben. Selbst bei bedeutenden Anlässen wie seinem Studienabschluss an der University of St Andrews in Schottland entschied er sich gegen die traditionelle Highland-Tracht, so bunte.de.
Was William stattdessen bei offiziellen Terminen in Schottland trägt? Dasselbe wie auch in anderen Teilen der Welt: einen klassischen Anzug oder eine andere formelle Kleidung. Warum der Prinz den Kilt meidet, hat er bislang nicht öffentlich kommentiert. Die Entscheidung wirft jedoch Fragen auf, insbesondere in Anbetracht der langen Geschichte und Bedeutung dieser Tradition für die britische Monarchie.
Königliche Verbundenheit zum Kilt
Seit über 170 Jahren ist der Kilt ein wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Erscheinungsbildes der Monarchen in Schottland. Die Tradition geht laut bunte.de auf Königin Victoria und Prinz Albert zurück. Im Jahr 1857 entwarf Albert den Balmoral-Tartan – das berühmte grau-schwarz-rote Muster. Albert, ein begeisterter Schottland-Liebhaber, förderte die Integration des Kilts als repräsentatives Symbol der britischen Krone in den Highlands.
Auch König Charles III. (sowie zuvor auch schon sein Vater Prinz Philip) zeigt seine Verbundenheit zu Schottland regelmäßig durch das Tragen des Kilts, zum Beispiel erst kürzlich bei den Mey Highland Games oder bei seinem Besuch in Dingwall in den Highlands.
Wird William seiner Anti-Kilt-Haltung treu bleiben?
Ob William seine Haltung gegenüber dem Kilt ändern wird, bleibt ungewiss. Doch sein bisheriges Verhalten legt nahe, dass er sich als Monarch möglicherweise stärker auf eine moderne und weniger traditionelle Darstellung konzentrieren könnte. Schon früher betonte William in Interviews regelmäßig, die britische Monarchie „entstauben“ zu wollen, sobald er König ist.
Experten sind sich allerdings sicher: Die Zurückhaltung des Prinzen könnte letztlich dazu führen, dass eine Tradition, die seit dem 19. Jahrhundert fest mit der königlichen Familie verbunden ist, langsam aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwindet. Sollte William als König weiterhin auf den Kilt verzichten, wäre dies ein markanter Bruch mit der langen Geschichte der Monarchie in Schottland.
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