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Gefängniszelle wurde schon inspiziert: Prinzessin Annes bisher verheimlichter Tiefpunkt

Prinzessin Anne gilt als Vorzeige-Royal. Doch auch sie musste sich schon einmal vor Gericht verantworten.
Prinzessin Anne trägt einen orangefarbenen Mantel und ein gemustertes Tuch vor einer Backsteinmauer.

Die Princess Royal gilt als fleißigster Royal und der Krone treu ergeben. Doch was vielleicht nicht alle wissen: Prinzessin Anne musste sich wegen eines Vorfalls mit einem ihrer Hunde schon einmal vor Gericht verantworten.

Kind von Hund der Prinzessin ins Bein gebissen

Im Juni 2002 war Anne mit ihren drei Bullterriern im Windsor-Park spazieren. Einer der Hunde, bekannt als Dotty, soll bei dem Spaziergang ein Kind angegriffen und ins Bein gebissen haben. Daraufhin wurde die einzige Tochter der verstorbenen Queen Elizabeth II. zu einer Gerichtsverhandlung geladen.

Ein Sprecher des Buckingham-Palastes bestätigte eine Vorladung vor Gericht, ohne weitere Einzelheiten bekannt zu geben. Eine ehemalige königliche Beraterin verriet jetzt aber die außergewöhnlichen Sicherheitsvorkehrungen, die damals hinter den Kulissen getroffen werden mussten. Für den Fall, dass die heute 75-Jährige zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird.

Ailsa Anderson, die einst als Pressesprecherin von Königin Elizabeth II tätig war, sprach mit Matt Wilkinson, dem Moderator der Sendung „Royal Exclusive“ der Zeitung The Sun, und dem Royal-Journalisten Phil Dampier, über die bemerkenswerten Vorbereitungen rund um den Fall. 

„Ja. Wir mussten vorher die Gerichte auskundschaften und auch die Gefängniszellen [...] im Auge behalten, nur für den Fall“, erinnerte sich Anderson.

Wilkinson konnte das wohl kaum fassen, weswegen er nachhakte: „Entschuldigung, Entschuldigung. Du musstest die Zellen kontrollieren!?“

„Ja, nur für den Fall, dass sie ins Gefängnis geschickt wird“, bestätigte die ehemalige Palast-Mitarbeiterin ihre Aussage. 

„Das hätte passieren können?“, wollte der Moderator wissen, woraufhin Anderson abermals meinte: „Wir haben die Zellen kontrolliert.“ Die außerordentlichen Vorbereitungen seien aus Sicherheitsgründen getroffen worden. Die Beamten mussten in Erfahrung bringen, was sich in den Zellen befinde und wer dort sein könnte. „Es waren ein paar“, sagte sie auf die Frage, ob sich in den Zellen Kriminelle aufhielten.

Auf die Frage, ob die Zellen für ein Mitglied der königlichen Familie angemessen gewesen seien, antwortete sie: „Sie waren einfach, Matt. Wirklich einfach. Nicht ganz das, was sie gewohnt war, nicht wahr? Aber sie musste ja nicht in eine dieser Zellen.“

Anne bekannte sich schuldig - und kam mit Geldstrafe davon

Anderson selbst sei im Jahr 2002 bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht anwesend gewesen. „Ich war im Amtsgericht Slough dabei. Anne hatte die Kontrolle über ihre Hunde verloren. Sie bekannte sich schuldig“, erinnerte sie sich.

Die Angelegenheit sollte für Prinzessin Anne schließlich ausgesprochen glimpflich ausgehen. Die Schwester des Königs entging einer Gefängnisstrafe. Anne erhielt lediglich eine Geldstrafe von 500 Pfund (ca. 590 Euro) und wurde zur Zahlung von weiteren 500 Pfund Schadenersatz verurteilt. Außerdem musste sie 148 Pfund (ca. 175 Euro) Gerichtskosten tragen. Dotty indes musste fortan in der Öffentlichkeit an der Leine geführt und ein Training absolvieren.

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