Nun streiten auch William und Charles – und der Grund stinkt gewaltig
Ein ungewöhnlicher Streit beschäftigt derzeit die britische Königsfamilie – und zur Abwechslung ist mal nicht Prinz Harry involviert.
König Charles III. und sein ältester Sohn, Prinz William, sollen sich Berichten zufolge uneinig über die Pläne für eine gigantische Güllegrube auf dem königlichen Sandringham-Anwesen in Norfolk zeigen. Die geplante Anlage sorgt nicht nur innerhalb der Familie für Spannungen, sondern auch bei Anwohnern und Lokalpolitikern. Das berichtet unter anderem das britische Magazin OK!.
William wehrt sich gegen Güllegrube
Laut Dokumenten, die dem Gemeinderat von King's Lynn und West Norfolk vorgelegt wurden, soll die Güllegrube auf einem Grundstück entstehen, das König Charles gehört. Mit einer Fläche von etwa 86 mal 46 Metern könne sie bis zu 2,2 Millionen Gallonen Gülle fassen.
Brisant: Die Anlage soll weniger als eine Meile (etwa 1,6 Kilometer) von Anmer Hall entfernt entstehen, dem georgianischen Herrenhaus, das Prinz William und seiner Frau Kate von der verstorbenen Queen Elizabeth II. als Hochzeitsgeschenk überlassen wurde. Das Anwesen dient der Familie als privater Rückzugsort – weshalb William die geplante Güllegrube verständlicherweise ein Dorn im Auge ist.
Ein Insider aus dem Umfeld der Royals erklärte gegenüber OK!: "William sieht Anmer Hall als Zufluchtsort für seine Familie, und die Aussicht auf eine große industrielle Güllegrube in unmittelbarer Nähe widerspricht völlig seiner Vorstellung von einem stabilen und lebenswerten Umfeld."
Sorgen in der Nachbarschaft
Die Pläne haben auch in der Nachbarschaft für Unruhe gesorgt. Ein ansässiger Bürger äußerte laut OK!: "Es gibt echte Besorgnis darüber, dass eine Entwicklung dieser Größenordnung einen überwältigenden Geruch mit sich bringen und das tägliche Leben stören wird. Viele fragen sich, wie William und Kate damit umgehen, Derartiges so nah an ihrem Zuhause zu haben. Die Tatsache, dass der Vorschlag von Williams eigenem Vater, dem König, kommt, macht die Sache noch schwieriger."
Die mögliche Geruchsbelästigung ist jedoch nicht das einzige Problem. Neben der Umweltbelastung wird auch die symbolische Dimension diskutiert: Der Konflikt zeige, wie Entscheidungen innerhalb der königlichen Hierarchie selbst die engsten Familienmitglieder betreffen können.
Charles und William: Unterschiedliche Sichtweisen
Auch lokale Politiker haben sich laut OK! in die Diskussion eingeschaltet. Stuart Dark, ein Gemeinderatsmitglied, fordert eine gründliche Prüfung des Antrags. Er deutete an, dass die Pläne entweder abgelehnt oder nur unter strengen Auflagen genehmigt werden könnten, um die Auswirkungen auf die Anwohner zu minimieren.
Hinter den Kulissen sorgt die Debatte offenbar für Spannungen zwischen Vater und Sohn. Während Charles die Güllegrube als "praktische Maßnahme zur Bewirtschaftung eines funktionierenden Landguts" betrachtet, stehe für William die Schaffung eines "gesunden und komfortablen Lebensraums für seine Familie" im Vordergrund, wird ein Insider von OK! zitiert.
William drängt Charles zu Waschmaschinenfilter
Auch hinsichtlich eines anderen Umweltaspekts setze William seinen Vater derzeit unter Druck, wie das Magazin Hello! berichtet. Der 43-jährige Thronfolger setzt sich mit großem Engagement dafür ein, dass in den Residenzen der königlichen Familie mehr auf Nachhaltigkeit geachtet wird – und erwartet von König Charles, dass dieser mitzieht. Konkret geht es in diesem Fall um Waschmaschinen.
Während eines Besuchs des Unternehmens "Matter" vergangene Woche in Bristol, das innovative Technologien zur Bekämpfung von Mikroplastik entwickelt, zeigte sich William schockiert über die Ausmaße der Verschmutzung. Schon vor einiger Zeit hat der Prinz bereits in sämtlichen Anwesen seiner Familie spezielle Filter gegen Mikroplastik bei den Waschmaschinen installieren lassen – darunter in der Forest Lodge, im Apartment 1A des Kensington Palace und in Anmer Hall.
Nun drängte er darauf, dass auch in den Residenzen des Königs entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Laut Hello! setzt William seinen Vater unter Zugzwang, damit auch in den restlichen königlichen Häusern Waschmaschinenfilter eingebaut werden.
Charles setzt sich bereits seit Jahrzehnten für Umwelttechnologien ein, weshalb man annehmen darf, dass er den Wunsch seines Sohnes nachkommen wird. Dennoch stellt Williams Engagement ein weiteres Signal dafür dar, dass der Prinz entschlossen ist, das Königshaus mit moderner, umweltbewusster Linie zu führen.
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