Warum die Sussexes und die Beckhams nicht mehr miteinander reden

Die beiden international bekannten Power-Ehepaare verband einst eine Freundschaft, doch die ist angeblich lange vorbei. Was ist geschehen?
Harry und Meghan lächeln in die Kamera.

Sie gehören beide zu den bekanntesten und auch wohlhabendsten Paaren Großbritanniens: Victoria und David Beckham sowie Meghan Markle und Prinz Harry (aka die Herzogin und der Herzog von Sussex). Weil die Reichen, Berühmten und Schönen gerne unter sich bleiben, kennt man sich natürlich auch persönlich, die Beckhams waren sogar Gäste bei Harrys und Meghans Hochzeit im Jahr 2018. 

Seitdem ist das Verhältnis zwischen den Power-Paaren aber deutlich abgekühlt. Was ist passiert?

Alles gut zwischen David und Harry ...

Die Bekanntschaft zwischen David Beckham, immerhin der bekannteste und erfolgreichste Fußballer Großbritanniens, und Prinz Harry, Enkel von Queen Elizabeth II., besteht schon lange. David und Harry, berichtet der britische Autor Tom Bower in seinem 2024 erschienen Buch "The House of Beckham: Sex, Money and Power", hingen gerne zusammen in Pubs und Restaurants ab. Die beiden Männer verstanden sich, trotz des Altersunterschieds von 15 Jahren, prächtig. Nicht zuletzt ihre jeweilige Hassliebe zur britischen Presse, aber auch ihre Freiheitsliebe verband die beiden.

... etwas kompliziert zwischen Meghan und Victoria

Auch zwischen Victoria und Meghan bestand anfangs ein positiver Kontakt, auch wenn das Verhältnis zwischen ihnen seit jeher komplizierter gewesen sein soll als das ihrer (Ehe-)Männer. Victoria soll Kalifornierin Meghan nach ihrem Umzug nach Großbritannien unterstützt haben, etwa mit Empfehlungen zu Londoner Kontakten, aber auch, was Stilfragen und das richtige Auftreten in der Öffentlichkeit betraf. Laut Bower soll Meghan, als sie in den Kensington Palast zog, Victoria sogar um kostenlose Klamotten und Handtaschen ihrer Marke gebeten haben, was der Palast allerdings nicht genehmigte.

David Beckham und Victoria Beckham lächeln.

David und Victoria Beckham

Meghan, so Bower in seinem Buch, soll Victorias Hilfe zwar dankbar angenommen, sich aber trotzdem schwer getan haben, mit Victoria warm zu werden: Die damalige Schauspielerin soll eifersüchtig auf die Geschäftsfrau Victoria, die sich zu jener Zeit bereits einen Namen als Designerin gemacht hatte, gewesen sein, sie für ihr Fashion-Label und ihre Karriere gleichzeitig aber auch bewundert haben. 

Durchaus ein Problem soll für die damalige Verlobte von Harry aber gewesen sein, dass die Beckhams sowohl wohlhabender, als auch beliebter waren als sie und Harry, berichtet Bower. Immerhin war Meghan nun eine Royal, ihrer Ansicht nach sollte sie an der Spitze der VIP-Hierarchie stehen. Obendrein sollen sich die beiden Frauen charakterlich sehr voneinander unterscheiden, Stichwort: offene Amerikanerin trifft auf distanziert-höfliche Britin. Kurz: Meghan stand Victoria immer schon zwiespältig gegenüber. Ob diese von den ambivalenten Gefühlen Meghans wusste, ist nicht bekannt.

Gaben Beckhams Informationen an die Presse weiter?

Nichtsdestotrotz, berichtet Bower, residierte Meghan 2017 oder 2018 einige Zeit im Haus der Beckhams in Beverly Hills, als sie kurzzeitig nach Los Angeles zurückkehrte. Um von den Paparazzi unentdeckt zu bleiben, so die offizielle Begründung. Das Personal der Beckhams soll der Herzogin in spe jeden Wunsch von den Augen abgelesen haben, alles schien bestens.

Der Wendepunkt in der Beziehung der zwei Paare kam allerdings, als ein Artikel in der britischen The Sun auftauchte, in dem es hieß, Victoria würde Meghan Make-up-Tipps geben. Harry und Meghan sollen den Verdacht gehabt haben, dass Personen aus dem Umfeld der Beckhams – vielleicht sogar Victoria selbst – private Informationen über sie an die Presse weitergaben. Besonders Meghan soll laut Bower außer sich gewesen sein und Harry befohlen haben, mit David Beckham ein ernstes Telefonat zu führen. 

Dieser stritt die Vorwürfe ab, das Verhältnis zwischen den Beckhams und den Sussexes aber war seitdem merklich abgekühlt. Als "Strafe" von Meghan, so Bower, wurden Victoria und David zwar zur Hochzeitszeremonie in der St. George’s Chapel, aber nicht zum nachfolgenden Dinner eingeladen. Ein demütigender Schlag ins Gesicht für die Beckhams, der vor allem Victoria wütend gemacht haben soll. "Schließlich kannten viele der an diesem Abend eingeladenen Gäste, wie beispielsweise George Clooney und andere Hollywood-Stars, Meghan gar nicht", schreibt der Autor.

Übrigens: Bower deutet in seinem Buch an, dass es tatsächlich ein Publizist der Beckhams gewesen sein könnte, der sich an die Sun wandte, um seinen Klienten eine prahlerische Schlagzeile zu verschaffen.

Harry wimmelte Beckham bei Invictus Games ab

Die Beckhams und die Sussexes sind aber vor allem eines: PR- und Selbstvermarktungsprofis. Sie wissen, dass Kontakte und berühmte Namen das Salz in der Karriere-Suppe sind. Also lud Harry David Beckham während des Hochzeitsempfangs zu den von ihm gegründeten Invictus Games ein, die im Oktober 2018 in Sydney stattfanden. Die Invictus Games richten sich an verwundete, verletzte oder erkrankte Soldatinnen und Soldaten sowie Veteranen – etwas, mit dem sich auch Sportler Beckham identifizieren kann.

In Sydney dann aber die große Überraschung: Harry lehnte es angeblich strikt ab, sich mit Beckham zu treffen, gemeinsame Fotos der beiden berühmten Männer sollten unter allen Umständen vermieden werden. Laut Autor Bower soll diese Anordnung von Meghan selbst gekommen sein, die sich angeblich weigerte, mit den Beckhams – und insbesondere mit Victoria – das mediale Rampenlicht zu teilen. Bower schlägt damit in die gleiche Kerbe wie die britische Yellow Press, die Meghan seit jeher in einem schlechten Licht dastehen lässt.

Immerhin war David ohne Victoria und den Kindern zu den Invictus Games erschienen, die Presse überschlug sich damals mit Gerüchten über eine ernste Ehekrise. 

Bei der Berichterstattung rund um die Invictus Games sollte es aber, so die Meinung Meghans, ausschließlich um sie und Harry gehen (die Soldaten und Veteranen durften auch erwähnt werden), noch dazu handelte es sich 2018 um Meghans erste Auslandsreise als Herzogin. Prominente Konkurrenz in den Medien konnte Meghan da natürlich gar nicht brauchen. Bower: "Meghan war nicht erfreut, in den Medien etwas Schmeichelhaftes über die Beckhams zu lesen."

Beckhams sind enge Freunde von William und Kate

In der Folge brach der Kontakt zwischen beiden Paaren offenbar vollständig ab. In den Jahren danach gab es keine öffentlichen Treffen und keine gemeinsamen Auftritte mehr. Auch blieben Erwähnungen des jeweils anderen Paares in Interviews aus.

Inzwischen gelten David und Victoria Beckham als Teil des nahen sozialen Umfeldes von Prinz William und Prinzessin Kate, das Glamour-Paar ist gern gesehener Gast bei royalen oder königsnahen Veranstaltungen – ein weiterer Umstand, der Harry und Meghan ein Auge im Dorn sein dürfte. Immerhin gilt auch deren Verhältnis zu dem Prinzen und der Prinzessin von Wales als zerrüttet. Und auch Hollywood scheint von den Sussexes nichts mehr wissen zu wollen. Böse Zungen mögen hier einen roten Faden erkennen.

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