Charlotte Casiraghi wird 40: Die schwere Last der rebellischen Stilikone
Charlotte Casiraghi
Im Fürstentum von Monaco gibt es einen Grund zum Feiern: Charlotte Casiraghi wird am 3. August 2026 40 Jahre alt. Wie die Tochter von Caroline von Monaco und ihrem zweiten Ehemann, dem italienischen Unternehmer Stefano Casiraghi, ihren Geburtstag begehen wird, ist nicht bekannt. Die zweifache Mutter, die nach ihrer Scheidung von Dimitri Rassam inzwischen mit Autor Nicolas Mathieu liiert ist, ist darauf bedacht, ihre Privatsphäre zu schützen.
Gefeierte Stilikone
Von klein auf steht sie unter medialer Beobachtung. Gefeiert wird sie vor allem für ihren erlesenen Modestil. Die Enkelin von Grace Kelly verkörpert mühelosen Pariser Alltagsschick und glamouröse Eleganz. Seit Dezember 2020 ist sie offizielle Markenbotschafterin und Sprecherin für das Modehaus Chanel.
Mit dem Leben in der Öffentlichkeit hadert Charlotte Casiraghi aber schon lange.
Bereits vor Jahren sprach sie darüber, wie sehr sie darunter leidet, ständig von Medien verfolgt zu werden.
Charlotte Casiraghi leidet unter Leben im Rampenlicht
Es sei eine schlimme Erfahrung, ständig fotografiert zu werden und dass Fotografen auf möglichst extreme Bilder hoffen, erzählte sie dem Magazin Vanity Fair.
„Ich bin die Nichte des Staatsoberhauptes. Als solche habe ich einige repräsentative Verpflichtungen - nichts wirklich Einschränkendes oder Außergewöhnliches“, erklärte sie 2011. Sie halte es nur schwer aus, dass ihr ständig von Fotografen aufgelauert wird. Schon 2011 verweigerte sie es, bei einem Vogue-Fotoshooting mit einer Krone zu posieren. „Das steht im Gegensatz zu dem, was ich bin.“ Streng gesehen ist sie eine Bürgerliche und tatsächlich kein Royal.
Offizielle Pflichten hat sie an sich keine zu erfüllen. Oft zeigt sich Charlotte auch nicht auf Red Carpets oder bei offiziellen Anlässen - daher ist die Monegassin ein umso begehrteres Objekt für Paparazzi. Vor allem, wenn sie sich mit einem fremden Mann zeigt. Charlotte scheut jedenfalls nicht davor zurück, Fotografen zu verklagen, die sie in ihren Privatbereich verfolgen. Und das soll nicht selten passieren. Ein total privates Leben zu führen, davon können alle Mitglieder des Fürstenhauses wohl nur träumen.
Schwierige letzte Momente ihrer Ehe mit Dimitri Rassam
Besonders dürfte es für Casiraghi sein, dass die Medien ein reges Interesse an ihrem Liebesleben und ihren privaten Rückschlägen haben.
Nach der Trennung von Gad Elmaleh, mit dem sie einen Sohn hat, kam sie 2017 mit dem französischen Filmproduzenten Dimitri Rassam, Sohn der französischen Schauspielerin Carole Bouquet, zusammen. 2018 wurden die beiden Eltern. Im Jahr darauf ließ sich das Paar standesamtlich in Monaco trauen. Die kirchliche Trauung fand am 29. Juni 2019 in Saint-Rémy-de-Provence statt.
Nach rund fünf Jahren scheiterte aber auch diese Liebesbeziehung. Wie das Magazin Qui Anfang 2024 berichtete, war es Casiraghi selbst, die beschlossen habe, die Ehe zu beenden. Es soll zuvor schon länger gekriselt haben. Grund für die Beziehungsprobleme sei dem Bericht zufolge Rassams voller Terminkalender gewesen.
Offiziell geäußert haben sich Casiraghi und der Filmemacher zu ihrer Trennung bis heute nicht. Seit Ende 2023 hatten sie sich aber nicht mehr gemeinsam in der Öffentlichkeit gezeigt.
Beim Tennisturnier „Rolex Monte-Carlo Masters 2026“ zeigte sich die Monegassin dann vertraut mit Nicolas Mathieu. Schon seit einer Weile wurde über eine mögliche Beziehung der beiden spekuliert. Mittlerweile scheint es offiziell zu sein.
„Außenseiterposition“ am Fürstenhof
Mit ihrem Leben im Rampenlicht scheint sich die Nichte von Fürst Albert II. inzwischen mehr oder weniger arrangiert zu haben - auch wenn sie ihren Royal-Status nicht wirklich genießen kann. Am Fürstenhof sieht sie sich in einer „Außenseiterposition“.
Im Gespräch mit dem britischen Telegraph erzählte Casiraghi im Rahmen der Pariser Fashion Week, wie wichtig es ihr sei, „mich von bestimmten Konventionen frei zu machen“.
Dass ihr trotz aller Privilegien eine halbwegs normale Kindheit ermöglicht wurde, verdankt Casiraghi der Entscheidung ihrer Mutter, sie und ihre Brüder auf „normale“ Schulen zu schicken. „Niemals Privatschulen, sondern Schulen mit vielen verschiedenen sozialen Hintergründen“, erinnerte sich Casiraghi, deren Vater 1990 bei einem Unfall vor der Küste Monacos ums Leben kam. „Man wird also mit der Tatsache konfrontiert, dass die eigene soziale und wirtschaftliche Situation zu Spannungen, Vergleichen und Rivalitäten führt. Es war immer schwierig mit all dem Hintergrund.“
„Ich bin lieber frei“
In ihrer Heimat habe sie im Laufe der Jahre eine relativ unkomplizierte Zusammenarbeit mit bestimmten Behörden auf die Beine stellen können, weil das Fürstentum eher überschaubar sei. „Ich arbeite mit den Ministerien für Bildung, Kultur und Gesundheit zusammen. In einem größeren Land würde das viel länger dauern, während wir in Monaco experimentieren können. Das ist eine Chance.“
Dabei würde sie natürlich von ihrer aristokratischen Herkunft profitieren, doch Casiraghi ist es wichtig, klarzustellen: „Ich versuche immer, mich von diesem ‚königlichen Status‘ zu lösen. Natürlich trage ich gerne zu Monaco bei, aber meine Philosophie hat mich gelehrt, dass eine Außenseiterposition mehr Komplexität und Vielfalt ermöglicht.“
„Ich mag dieses ‚offizielle Repräsentieren‘ nicht besonders, auch wenn ich es tue, wenn es einen Zweck erfüllt oder wenn es für meine Familie wichtig ist“, erklärte die zweifache Mutter. „Aber das bringt Druck mit sich, die Leute beurteilen einen und erwarten viel von einem, wenn man einen offiziellen Status hat. Ich bin lieber frei.“
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