© Galella/Ron Galella Collection via Getty Images

Stars
02/23/2020

Provokative Prinzessin: Gloria von Thurn und Taxis wird 60

Die Punk-Fürstin, Unternehmerin und Verfechterin erzkonservativer Ansichten feiert Geburtstag.

Gloria von Thurn und Taxis polarisiert. Mit erzkonservativen Ansichten bringt sie die einen gegen sich auf, andere applaudieren ihr. In den 1980er-Jahren machte sie noch mit punkigen Frisuren von sich reden, dann als strenge Saniererin des Familienimperiums und später eben als fromme Katholikin. Am Sonntag wird die Regensburger Schlossherrin 60.

In der Kritik

Gloria Fürstin von Thurn und Taxis ist Mutter und Großmutter, Unternehmerin, Großgrundbesitzerin, Konzertveranstalterin, Society-Lady und Kunstliebhaberin. In politischen Debatten äußert sie sich gern, etwa in Fragen des Klimaschutzes oder als strikte Abtreibungsgegnerin sowie Verfechterin des priesterlichen Zölibates. Für rassistische Aussagen hagelte es Kritik.

Punk-Fürstin

Im Alter von 20 Jahren war Gloria von Schönburg-Glauchau 1980 auf der Bühne der Öffentlichkeit aufgetaucht: Die Ehe mit dem 34 Jahre älteren Johannes Fürst von Thurn und Taxis katapultiere sie aus dem Münchner Partyleben ins Regensburger Schloss. Im selben Jahr kam Tochter Maria Theresia zur Welt, die heute mit Mann und zwei Töchtern in London lebt. 1982 folgte Tochter Elisabeth und 1983 Stammhalter Albert, die beide in Rom leben, wo auch Gloria eine Wohnung hat.

Während ihrer Ehe gab sich Gloria als unangepasste Fürstengattin mit Punkfrisur. Ein Bild, das sich nach dem Tod ihres Mannes 1990 rasch wandelte. Gloria war alleinerziehende Mutter und Familienoberhaupt. Die Thurn-und-Taxis-Unternehmensgruppe stand weniger solide da als angenommen. In der Folge konzentrierte sich das Haus wieder stärker auf die traditionellen Bereiche Forst und Immobilien, die Privatbank und das Brauhaus wurden verkauft.

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Veräußerte Schatz

Außerdem wurde wertvolle Kunst bei mehreren Versteigerungen zu Geld gemacht. Einen ungewöhnlichen Weg ging Gloria auch, als das Fürstenhaus Erbschaftssteuern in zweistelliger Millionenhöhe zahlen musste. Bayern bekam anstelle von Barem den 2.200 Stücke umfassenden Hofschatz. Der Freistaat gründete später mit der Sammlung ein Museum im Regensburger Fürstenschloss St. Emmeram, das mit rund 500 Zimmern größer ist als der Buckingham Palace in London.

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