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18.05.2017

Prinzessin Mako: Für ihn gibt sie royalen Status auf

Thronfolge-Sorgen in Japan: Prinzessin Mako will Bürgerlichen heiraten.

Angesichts der bevorstehenden Verlobung der japanischen Prinzessin Mako mit einem Bürgerlichen wächst in Japan die Sorge um die Thronfolge in der Kaiserfamilie.

Verlobung mit Bürgerlichem

Die 25-Jährige will Medienberichten zufolge ihren Studienkollegen Kei Komuro (25) heiraten, den sie Medienberichten zufolge 2012 auf einer Party kennen und lieben lernte. Die beiden studierten zusammen an der International Christian University of Tokio.

Komuro studiert außerdem Jura an der Hitotsubashi University’s Graduate School of International Corporate Strategy und ist seit 2016 in einer Anwaltsfirma tätig. Der Verlobte der Prinzessin spricht zudem fließend Englisch, spielt Violine und ist ein begnadeter Ski-Fahrer sowie Hobby-Koch.

Als Partie für Prinzessin Mako dürfte der Elite-Schüler dennoch nicht gut genug sein.

Mako: Verzichtet sie auf den Thron?

Da alle weiblichen Mitglieder der Kaiserfamilie bei Heirat mit einem Bürgerlichen ihren royalen Status verlieren, ist mit der Verlobung der Enkelin von Kaiser Akihito die Debatte um eine Gesetzesänderung neu entbrannt.

Denn derzeit herrscht ein akuter Mangel an männlichen Thronfolgern. Obwohl Japan in früheren Jahrhunderten bereits von weiblichen Herrschern regiert wurde, lehnen Konservative wie Regierungschef Shinzo Abe eine Gesetzesänderung ab.

Der japanische Rundfunksender NHK hatte Makos Verlobung am Dienstagabend vermeldet - seither dominiert das Thema die Talkshows und Schlagzeilen des Landes. Der mutmaßliche Verlobte äußerte sich am Mittwoch zwar kurz vor Journalisten, beantwortete aber keine Fragen zu seiner Verlobung. Er sagte lediglich, dass er sich dazu äußern werde, "wenn die Zeit gekommen ist".

Es wird erwartet, dass die Verbindung in den kommenden Wochen offiziell verkündet wird. Während weibliche Mitglieder der Kaiserfamilie bei Heirat mit einem Bürgerlichen ihren royalen Status verlieren, trifft dies auf männliche Mitglieder nicht zu. Auch Kaiser Akihito und seine beiden Söhne sind mit Bürgerlichen verheiratet.

Derzeit bereitet die japanische Regierung ein Gesetz vor, das es Kaiser Akihito ermöglichen soll, zugunsten seines ältesten Sohns Naruhito abzudanken. In der Thronfolge hinter Naruhito stehen sein Bruder Akishino und dessen zehnjähriger Sohn Hisahito. Weitere männliche Thronfolger gibt es derzeit nicht.

Japan gilt als die älteste Erbmonarchie der Welt. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Tenno wie ein Halbgott verehrt. Seit Inkrafttreten der Nachkriegsverfassung aber hat er keinen Einfluss mehr auf die Politik, sondern gilt als "Symbol des Staates".