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15 Hollywood-Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Was vor Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wäre, wird heute immer mehr zur Normalität: Stars stehen selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität. Gut so!
Filmstar Angelina Jolie.

Es ist wieder soweit: Vom 29. Mai bis 14. Juni findet die Vienna Pride statt. Sie ist Österreichs größte LGBTIQ+-Menschenrechtsveranstaltung und eine Plattform, um für Lebensfreude, Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Menschenrechte einzustehen. Die 30. Regenbogenparade findet am 13. Juni statt. 

Eigentlich sollte jeder Monat ein Pride Month sein. Doch Nachrichten über Diskriminierungen im Alltag und Hassverbrechen machen deutlich: die Realität sieht anders aus und ist deutlich weniger farbenfroh als die diversen Regenbogenfahnen, die einmal im Jahr geschäftstüchtig in zahlreichen Auslagen und Büros zu sehen sind.

Hollywood hat hier die Chance – und die Aufgabe – dagegen zu steuern. Für Sichtbarkeit zu sorgen, um Missverständnisse, Ängste und Diskriminierungen abzubauen. Vor allem aber kann Sichtbarkeit leben retten. Weil die Person vorm Bildschirm oder vor der Leinwand plötzlich weiß: Ich bin nicht alleine. Es gibt andere Menschen, die sind so wie ich. Es ist okay, wie ich bin. Ich habe einen Platz in der Gesellschaft. In der Welt.

Mit Geschichten, die die Bevölkerung so abbildet, wie sie wirklich ist – in all ihren Farben, Unterschieden und Nuancen – geht die Traumfabrik einen wichtigen und grundlegenden Schritt in die richtige Richtung. Genauso bedeutend ist es, wenn Stars sich auch abseits der Kamera zu ihrer queeren Sexualität bekennen und selbstbewusst dazu stehen, dass sie zwar ein Leben inmitten der Gesellschaft, aber außerhalb der heteronormativen Matrix führen. Und dass daran nichts falsch ist, im Gegenteil: Erst, wenn man zu sich steht und sich nicht mehr verstecken muss, ist ein erfülltes Leben möglich.

Diese Stars können zu strahlend-bunten Vorbildern werden. Sie setzen ein wichtiges Zeichen für mehr Sichtbarkeit und helfen damit anderen, sich selbst zu finden sowie zu akzeptieren. Erneut geht es darum, Leben zu retten. Weil, das hat im Interview mit Oprah Winfrey auch schon Meghan Markle gemeint: "Was du sehen kannst, kannst du auch sein."

Hier sind einige Beispiele für offen queere Stars:

Angelina Jolie mit blondem Haar und Ohrringen blickt zur Seite.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Am bekanntesten sind ihre Beziehungen mit Brad Pitt und Billy Bob Thornton. Doch Hollywood-Ikone Angelina Jolie war auch schon mit Frauen romantisch verbandelt. Öffentlich sprach die Schauspielerin in Interviews über ihre Bisexualität: "Als ich 20 war, verliebte ich mich in jemanden, der eben zufällig eine Frau war. Ich war offen damit [bisexuell zu sein], weil ich wollte, dass die Leute wissen, dass ich mit einer Frau zusammen war."

Kristen Stewart trägt ein cremefarbenes Hemd mit braunen Akzenten vor einer grünen Hecke.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Kristen Stewart führte eine von internationalen Medien mit Argusaugen beobachtete Beziehung mit ihrem ehemaligen "Twilight"-Partner Robert Pattinson. Seit 2024 ist sie mit Drehbuchautorin Dylan Meyer verheiratet – womit Stewart eine der sichtbarsten queeren Hollywood-Stars der Gegenwart ist. "Ich bin nicht dazu bereit, mich zu verstecken", betonte sie in einem Interview. Zudem erklärte sie bereits mehrmals, sich nicht gern in starre Kategorien einordnen zu lassen.

Jim Parsons und Ehemann vor Regenbogen-Hintergrund

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

"Big Bang Theory"-Star Jim Parsons (rechts) ist seit 2017 mit seinem Ehemann, dem Grafikdesigner Todd Spiewak, verheiratet. Öffentlich bekannt wurde Parsons Homosexualität spätestens 2012, als die New York Times in einem Porträt erwähnte, dass er seit vielen Jahren in einer Beziehung mit einem Mann lebt – ohne dass Parsons dem widersprach. Er selbst sagte später, dass er seine Sexualität nie als Geheimnis, aber auch nicht als PR-Thema verstanden habe. "Wir sind keine Aktivisten von Natur aus. Wir sind einfach zwei Menschen, die sich lieben", so Parsons.

Sarah Paulson und Holland Taylor stehen nebeneinander und halten Händchen vor einem Vanity Fair Hintergrund.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Die Schauspielerinnen Sarah Paulson (links) und Holland Taylor sind seit 2015 ein Paar und zeigen sich immer wieder gemeinsam auf dem roten Teppich. Der Altersunterschied von 32 Jahren belastet ihre Liebe nicht, so die beiden. Die Beziehung gilt als eine der bekanntesten und stabilsten queeren Partnerschaften in Hollywood, obwohl Paulson und Taylor nicht verheiratet sind. Auch Paulson möchte sich nicht in Schubladen stecken lassen: "Ich habe kein Bedürfnis, meine Sexualität zu labeln, weil Menschen fluid sind."

Elliot Page trägt einen schwarzen Smoking mit Fliege vor einem hellen Hintergrund.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Elliot Page ist durch Filme wie "Juno" oder "Inception" bekannt geworden. Zu seinem Coming-out als trans Mann schrieb er 2020 auf Twitter: "Ich fühle mich glücklich, dass ich das schreiben kann. Dass ich hier bin. Dass ich an diesem Platz in meinem Leben angekommen bin." Seine Biographie "Pageboy" wurde zum Bestseller. Nach seinem Coming-out wurde auch Pages Rolle in "The Umbrella Academy" umgeschrieben. Auch die Serienfigur lebte von nun an als Transmann – und wurde von ihrer Familie mit offenen Armen empfangen.

Zwei Stars in eleganten Kleidern posieren gemeinsam auf dem roten Teppich einer Preisverleihung und setzen ein Zeichen für queere Sichtbarkeit.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Lange Zeit hielt Schauspielerin und Musikerin Queen Latifah (rechts) ihre Sexualität unter Verschluss. In der Öffentlichkeit sprach sie kaum über ihr Privatleben. Seit 2013 ist sie mit ihrer Partnerin Eboni Nichols zusammen. Die Schauspielerin bestätigte ihre Beziehung, als sie ihre Partnerin bei den BET Awards 2021 öffentlich als "meine Liebe" bezeichnete. Sie haben einen gemeinsamen Sohn. In der LGBTQIA+-Community galt Queen Latifah schon vor ihrem Outing als Ikone, vor allem wegen ihrer Musik, ihrer Texte und ihres öffentlichen Auftretens.

Jodie Foster trägt einen weißen Blazer mit schwarzem Revers und einer großen schwarzen Schleife vor einem roten Hintergrund.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Auch Jodie Foster sprach lange nicht öffentlich über ihre Homosexualität und entschied sich erst spät in ihrer Karriere für ein offenes Coming-out. Zwar war sie in Hollywood und den Medien schon seit Jahren als lesbisch bekannt, doch erst 2013 äußerte sie sich bei der Verleihung der Golden Globe Awards explizit dazu. In ihrer Dankesrede sagte sie: "Ich will es einfach mal laut und stolz sagen: Ich bin Single" – was sie ironisch als indirektes Coming-out nutzte. Das Publikum im Saal reagierte mit tosendem Applaus. Laut eigenen Worten habe sie sich nicht früher geoutet, weil sie ihre Karriere und vor allem ihre Kinder vor öffentlicher Vereinnahmung schützen wollte und Privatsphäre für sie ein Grundrecht sei. "Ich war immer sehr offen über mein Privatleben. Aber man muss verstehen: Privatsphäre ist für mich nichts, hinter dem man sich versteckt." 

Neil Patrick Harris und David Burtka stehen sich vor einem City Harvest-Hintergrund gegenüber und schauen sich an.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

In der Sitcom "How I Met Your Mother" spielte Neil Patrick Harris (links) einen Womanizer, der ständig auf der Jagd nach Frauen ist. Privat ist der Schauspieler seit vielen Jahren glücklich mit seinem Ehemann David Burtka zusammen. Die beiden haben Zwillinge. Der Schauspieler outete sich 2006 in einem Statement gegenüber dem Magazin People mit folgenden Worten selbstbewusst: "Ich bin ein sehr zufriedener schwuler Mann und lebe mein Leben in vollen Zügen." Harris, der auf Instagram gerne sein glückliches Familienleben zelebriert ("Je mehr Menschen sehen, dass schwule Familien ein normales Leben führen, desto weniger Angst gibt es"), gilt als eines der Paradebeispiele, dass schwule Schauspieler glaubwürdig heterosexuelle Rollen spielen können – immerhin einer der Gründe, wieso schwule Schauspieler oftmals nicht besetzt werden.

Sara Ramirez lächelt vor einer Wand aus grünem Blattwerk und weißen Orchideen.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Im "Sex and the City"-Ableger "And Just Like That" spielt Sara Ramírez die erste nicht-binäre Figur der Serie. Diese kam bei den Fans allerdings derart schlecht an, dass sie aus der Serie wieder rausgeschrieben wurde. Auch privat nutzt der ehemalige "Grey's Anatomy"-Star die Pronomen "They/Them" und outete sich 2016 als bisexuell und non-binär. Das bedeutet, dass Ramírez sich weder ausschließlich als männlich noch weiblich identifiziert. In "Grey's Anatomy" bildete sie zusammen mit Jessica Capshaw das beliebteste lesbische Pärchen der Serie.

Porträt von Matt Bomer mit Fliege vor dem Logo der Hollywood Foreign Press Association.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Der Kino- und Serien-Star Matt Bomer outete sich im Jahr 2012 und ist seit 2011 mit seinem Ehemann Simon Halls verheiratet. "Ich outete mich zu einer Zeit, als es sehr riskant war – ich hatte einen Studiofilm, der kurz vor der Premiere stand, und eine Fernsehserie, die herauskam", erinnerte sich Bomer in einem Interview. "Aber für mich war es wichtiger, mein authentischstes Ich zu sein, sowohl für meine Familie als auch für mich selbst." Seit seinem Coming-out scheint sich Bomer auch verstärkt zu homosexuellen Rollen hingezogen zu fühlen, unter anderem in "The Normal Heart" und "Fellow Travellers". Für diese Darstellungen wird Bomer sowohl von Kritikern als auch Fans regelmäßig bejubelt.

Amber Heard trägt ein dunkelrotes Kleid mit Rüschen und auffällige Ohrringe vor einer Kulisse aus Fotografen.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

"Aquaman"-Darstellerin Amber Heard war vor ihrer Skandal-Ehe mit Johnny Depp von 2008 bis 2012 mit der Künstlerin Tasya van Ree zusammen. 2010 outete sie sich offiziell als bisexuell – auch wenn man ihr laut ihren Aussagen davon abgeraten hatte. Aber, wie Heard beim GLAAD-Event 2010 sagte: "Ich finde es wichtig, nicht zu verleugnen, wer man ist. Über etwas zu schweigen bedeutet, unterschwellig zuzugeben, dass diese Sache falsch ist. Aber ich wusste, dass es nicht so ist", erklärte sie auch gegenüber Cosmopolitan. "Also habe ich mir vorgenommen, die Realität wahrheitsgemäß offenzulegen und jungen Menschen jemanden zu bieten, zu dem sie aufschauen können, da meine Generation dahingehend ohne Vorbilder aufgewachsen ist." Von 2020 bis 2021 soll Heard mit der Kamerafrau Bianca Butti zusammengewesen sein.

Ian McKellen lächelt vor einem dunklen Hintergrund und trägt einen Schal in Regenbogenfarben.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Kult-Schauspieler Ian McKellen sprach erst spät offen über seine Homosexualität: Sein öffentliches Coming-out erfolgte 1988, als er bereits 49 Jahre alt war. Anlass war ein Radiointerview bei der BBC, in dem er sich gegen die umstrittene Section 28 wandte, ein Gesetzesentwurf der Thatcher‑Regierung, der die "Förderung von Homosexualität" verbieten sollte. McKellen erklärte später, er habe sich zuvor aus Angst um seine Karriere nicht geoutet – insbesondere im britischen Theater- und Filmbetrieb, der lange von Vorurteilen geprägt war. Rückblickend sagte er selbstkritisch: "Ich war mein ganzes Leben im Verborgenen, und das war töricht" und ergänzte: "Ich bereue es, mich nicht früher geoutet zu haben." Zugleich betonte er, dass er damals keine offen schwulen Vorbilder in seiner Branche gehabt habe. Heute sieht McKellen sein Coming-out als einen befreienden Schritt und ermutigt andere, offen zu leben: "Ehrlich darüber zu sein, wer man ist, befreit einen."

Cynthia Nixon lächelt vor einem Hintergrund mit dem Logo der Serie „And Just Like That...“ und trägt ein leuchtend orangefarbenes Oberteil.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Zwischen 1998 und 2003 führte "Sex and the City"-Star Cynthia Nixon eine Beziehung mit dem Englischlehrer und Fotografen Danny Mozes. 2004 verliebte sie sich in die Aktivistin Christine Marinoni, 2012 wurde geheiratet. Die beiden Frauen haben einen gemeinsamen Sohn. "Ich habe mich in eine Frau verliebt, und das war überraschend – aber es fühlte sich richtig an", so Nixon in einem Interview über ihre Beziehung mit Marinoni. Zudem betonte der politisch sehr engagierte (2018 kandidierte sie für das Amt der Gouverneurin von New York) Serienstar: "Ich bin stolz darauf, queer zu sein. Ich bin stolz darauf, eine Lesbe zu sein." Bis heute kämpft Nixon für LGBTQIA+-Rechte. Im "Sex and the City"-Spin-Off "And Just Like That" entdeckte auch ihre Rolle der Miranda ihre Homosexualität. Dies allerdings wurde von vielen Fans stark kritisiert und Nixon wurde vorgeworfen, ihr eigenes Privatleben sowie ihre politische Agenda über die Glaubwürdigkeit ihrer Serienfigur zu stellen.

Ellen DeGeneres lächelt Portia de Rossi an, während beide vor einem dunklen Hintergrund stehen.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Es ist eines der bekanntesten Coming-outs des Showbusiness: Zuerst erklärte Comedian Ellen DeGeneres ihre sexuelle Orientierung auf dem Titel des Time Magazine mit dem berühmten Satz "Yep, I’m gay." Kurz darauf folgte das Coming-out auch in ihrer Sitcom "Ellen", in der sich ihre gleichnamige Serienfigur ebenfalls offen zu ihrer Homosexualität bekannte. DeGeneres hatte sich nicht früher in ihrer Karriere geoutet, weil auch sie große Angst vor beruflichen Konsequenzen hatte. Tatsächlich verlor sie ihre Sendung und wurde zeitweise von der Branche gemieden – doch mit ihrer Talkshow gelang ihr ein fulminantes Comeback. Heute gilt Ellen DeGeneres' Coming-out als Meilenstein für die Sichtbarkeit von queeren Menschen im Fernsehen. Mit Portia DeRossi – bekannt unter anderem aus der Serie "Ally McBeal" – ist sie seit 2008 verheiratet. Die beiden gaben sich in ihrem Haus in Beverly Hills das Jawort, kurz nachdem die gleichgeschlechtliche Ehe im US‑Bundesstaat Kalifornien legalisiert worden war. Mittlerweile lebt das Paar in England.

Jonathan Bailey vor einer Wand mit dem Netflix-Logo.

Stars, die selbstbewusst zu ihrer queeren Sexualität stehen

Jonathan Bailey sprach erstmals 2018 öffentlich über seine sexuelle Orientierung. In Interviews machte er deutlich, dass dieser Schritt für ihn persönlich befreiend, beruflich jedoch lange mit Sorgen verbunden war. Zu Beginn seiner Karriere wurde ihm signalisiert, Offenheit könne seine Chancen auf Hauptrollen in Mainstream-Produktionen mindern. Rückblickend bezeichnete er das Leben im Versteckten als belastend und erschöpfend. Bailey betont heute, dass seine Sexualität nicht definiert, welche Rollen er spielen kann. Seinen Durchbruch feierte er 2020 in der Netflix‑Serie "Bridgerton"– als stereotyper heterosexueller Romantikheld. Seitdem übernahm er aber auch bewusst queere Rollen, beispielsweise im historischen Drama "Fellow Travelers". Privat zeigt sich Bailey deutlich zurückhaltender. Er schützt sein Liebesleben konsequent vor der Öffentlichkeit. Zwar bestätigte er, dass er in einer Beziehung ist, nannte aber nicht den Namen seines Partners.

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