Popsänger als Leinwandstars

Erst Sänger, dann Schauspieler? Viele kreative Menschen sind in beiden Bereichen sehr erfolgreich. Aktuell wurde Popdiva Christina Aguilera für einen Film engagiert. Mit VIDEO!

Von der Sängerin zur Schauspielerin. Unser aktuelles Beispiel ist Christina Aguilera, die ihr Mikrophon gegen ein Drehbuch tauschte und ihr Glück in dem Film "Burlesque" versucht. Der Branchenwechsel glückte bislang einigen, doch kann er auch ganz schön in die Hose gehen. 

Klicken Sie weiter und sehen sie, welche Singstars sich auch auf der Leinwand versuchten. In "Burlesque" stellt die ehemalige "Genie in a bottle" eine junge Frau aus einer amerikanischen Kleinstadt dar, die nach Los Angeles kommt um Karriere zu machen. Ihren Charakter Ali verschlägt es in die Burlesque Revue, ein heruntergekommenes Theater, das von ... Cher alias Tess geleitet wird. Wie sich Aguilera als Schauspielerin schlägt, kann ab Jänner 2011 in den heimischen Kinos herausgefunden werden. 

Cher hingegen, hat ihr schauspielerisches Talent schon längst bewiesen, denn ... ... nach ihren Musikerfolgen in den 70er Jahren mit ihrem damaligen Mann Sony Bono hat sie neben ihrer Solokarriere auch noch in Hollywood abgeräumt. Für ihre Darstellung der Loretta in "Mondsüchtig" erhielt sie 1987 einen Oscar. Außerdem war sie noch in Kinoerfolgen wie "Die Hexen von Eastwick", "Suspekt", "Meerjungfrauen küssen besser" oder "Tee mit Mussolini" zu sehen. Ein ehemaliger Wegbegleiter von Christina Aguilera im Mickey Mouse Club war Justin Timberlake. Der Ex-Boybandsänger hat sich mittlerweile eine einzigartige Karriere als Solokünstler und Designer aufgebaut. Eigentlich sollte er damit glücklich sein, doch stattdessen versucht er sich seit ein paar Jahren auch als Schauspieler. So ergatterte er größere Rollen in "Edison" 2005 und in  "Alpha Dog" 2006, sein Auftritt im Filmflop "Love Guru" an der Seite von Mike Myers sollte eher vergessen werden. Seine Performance in "Alpha Dog" jedoch wurde von Kritikern sehr gelobt. 

Im Bild: "Edison"-Plakat. Mittlerweile dreht er gerade die Komödie "Friends with benefits" an der Seite von Mila Kunis (Bild). Neben seiner Ex-Freundin Cameron Diaz spielt er in "Bad Teacher", einer Komödie die allerdings erst in unsere Kinos kommen wird. Auch sein "Edison"-Filmkollege James Todd Smith, kommt eigentlich aus der Musikbranche. Besser bekannt als Rapper LL Cool J spielte er in der Sitcom "In the House" zwischen 1995 - 1999 die Hauptrolle. Seitdem war er in mehreren Filmen wie "S.W.A.T" oder "The Deal" zu sehen. Mittlerweile ... ... ergatterte LL Cool J eine Hauptrolle in der Serie "NCIS: Los Angeles" an der Seite von Schauspieler Chris O'Donnell. Auch Rapper Eminem machte einen Ausflug ins Filmbiz. 2002 stellte er in "8 Mile" den jungen Rapper Jimmy Smith Jr. alias "B-Rabbit" dar. Obwohl Eminem betonte, dass die Handlung frei erfunden war, wies sie Parallelen zum Leben des Rappers auf: Die Problembeziehung zu seiner Frau, die schwierige Jugend und vor allem das Umfeld in dem er aufwuchs. Kritikern jedenfalls gefiel der Film und Eminem als Darsteller. 

Im Bild: Szene aus "8 Mile" mit Brittany Murphy. Noch ein Rapper wagte sich bereits mehrmals vor die Kamera:  50 Cent  trat unter seinem richtigen Namen Curtis Jackson bereits in mehreren Filmen auf. Eine Hauptrolle hatte er in "Get rich or die tryin" und erst jüngst sorgte er durch seinen enormen Gewichtsverlust für Schlagzeilen. Für seine Rolle in "Things fall apart" nahm er fast 25 Kilo in kurzer Zeit ab, um einen krebskranken Footballspieler darzustellen. Ebenfalls ein gelungenes Wechselspiel zwischen beiden Branchen liefert R'n'B Sängerin Beyoncé Knowles ab. Sie spielte bereits in mehreren Filmen mit unter anderem in "Austin Powers: Goldständer", "Dreamgirls", "Der rosarote Panther" oder "Obsessed". Damit bewies sie sowohl gesangliches, als auch schauspielerisches Talent. Dies kann allerdings von ... ... Britney Spears nicht behauptet werden. In dem Teenie-Abenteuer "Crossroads" stellte die damals 20 Jährige eine Jugendliche dar, der mit Freunden auf einer Reise nicht nur sich selbst, sondern auch wahre Freundschaft und dann noch die große Liebe findet. Als Schauspieltalent kann die Sängerin nicht bezeichnet werden, dennoch versucht sie es immer wieder. Die Einschaltquoten geben ihr Recht und daher bekam sie in den letzten Jahren immer wieder Gastauftritte in Fernsehserien, darunter in "How I met your mother" oder "Glee". Scheinbar sind Rapper ein sehr begehrtes Zielobjekt für Filmemacher. Denn eine absolute Bilderbuchkarriere legte dieser sympathische Mann mit abstehenden Ohren hin. Will Smith begann als junger Rapper unter dem Namen "The Fresh Prince", hatte Erfolg und bekam 1990 die Rolle des jungen Burschen aus Philadelphia in "Der Prinz von Bel Air". Dank der maßgeschneiderten und gleichnamigen Figur Will Smith eroberte er schnell die Filmbranche. 

(Bild: Will Smith mit seiner Familie) Sein erster großer Kinoerfolg war "Bad Boys", danach kamen Kassenschlager wie "Independence Day", "Men in Black", "Wild Wild West", "I Robot" oder "Hitch". Für seine Darstellungen als Muhammad Ali in "Ali" und als fürsorglicher Vater in "Das Streben nach Glück" wurde er sogar für den Oscar nominiert. In den letzten beiden Jahren war es etwas still um den Star, trieb er doch die Karriere seines Sohnes Jaden Smith voran. Aber im Moment arbeitet er an einigen Filmprojekten. Soul-Diva Alicia Keys singt nicht nur tolle Balladen, sie kann auch ganz schön ... ... ballern. In "Smokin' Aces" geht sie gekonnt mit der Waffe um und meistert ihren Branchenwechsel professionell und gut. Außerdem war sie noch in den Filmen "Nanny Diaries" und "Die Bienenhüterin" zu sehen. Auch Prince Rogers Nelson alias The Artist formerly known as Prince, aka Symbol, aka Prince war bereits Star eines Films. Der Hollywoodtradtion folgend erfolgreiche Sänger in Filmrollen zu packen, damit die Fans dann die Kinokassen klingeln lassen, spielte Prince 1984 die Hauptrolle in "Purple Rain". Das gleichnamige Wahnsinnsalbum des Poptalentes, auf dessen eigener Biografie der Film lose basierte, diente auch als Soundtrack. Der Film kostete in der Produktion nur sieben Millionen Dollar und spielte innerhalb kurzer Zeit über 60 Millionen Dollar ein. Dennoch blieb er für lange Zeit der einzige Film des Poprevolutionärs. 1990 folgte eine relativ unbekannte inoffizielle Fortsetzung von "Purple Rain" unter dem Namen "Graffity Bridge". Auch der ehemalige "Genesis"-Sänger und Popstar Phil Collins wagte sich auf die Leinwand. Nebenrollen hatte er unter anderem in "Hook" oder "Miami Vice". In den Filmen "Buster" oder "Frauds" spielte er sogar die Hauptrolle. Wirklich erfolgreich war seine Schauspielkarriere allerdings nicht, dafür schuf er als Sänger einzigartige Hits wie: "In the Air tonight" oder "Jesus he knows me". Mariah Carey versuchte sich ebenfalls mit enormen Selbstbewusstsein nach einem kleinen Auftritt in dem Film "Der Jungeselle" in einer Hauptrolle. Der Film "Glitter" floppte unglaublich, doch das hielt die Diva nicht davon ab an ihrer Karriere als Schauspielerin zu arbeiten. Trotz vernichtender Kritiken für Glitter war sie wieder auf der Leinwand zu sehen. Acht Jahre später sollte sie  in "Precious" eine Sozialarbeiterin darstellen, eine gute Wahl! Mit dieser Performance überraschte sie sowohl Fans, als auch Kritiker indem sie ungeschminkt vor die Kamera trat und noch dazu schauspielerisches Talent bewies. Unvergessen ist die Ballade "I will always love you" von Whitney Houston. Als Titelsong zu "Bodyguard" (1992), in dem die Diva an der Seite von Kevin Costner die Hauptrolle spielte, brachte Houston einen garantierten Erfolg. Auch wenn ihre darstellerische Leistung bei der Kritik durchfiel, wurde der Film dennoch ein Kassenschlager. Vor ihrem Karrieretief war die Sängerin auch noch in "Warten auf Mr. Right", "Rendevous mit einem Engel" und "Cinderella" zu sehen. Danach wurde es still um sie. Die andere Version gibt es natürlich auch: Schauspieler, die das Popbiz erobern. Perfektes Beispiel für eine erfolgreiche Kombination ist Jennifer Lopez. Sie konnte ihre Filmerfolge mit ihrer Gesangskarriere und zahlreichen Hits noch toppen. Mittlerweile hat sie als Sängerin fast mehr Erfolg als als Schauspielerin. Gemeinsam mit ihrem Mann Marc Anthony sang sie sich in die Herzen des Latinopublikums indem die beiden auf Spanisch sangen.
(KURIER.at) Erstellt am
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