Derbe Witze, Leos Schnauzer und ein String-Tanga: Die viralsten Momente der Oscars
Chalamet
In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden im Dolby Theatre in Los Angeles zum 98. Mal die Academy Awards, die wichtigsten Preise der Filmwelt, verliehen. Doch nicht nur die Oscar-Gewinner und fulminanten Roben der prominenten Gäste sorgen für Schlagzeilen. Im Netz sorgten auch dieses Jahr einige Szenen abseits der Bühne für virale Momente.
Der Abend, an dem in 24 Kategorien die Oscars vergeben wurden, war geprägt von emotionalen Ehrungen und gnadenlosen Witzen von Conan O'Brien, der zum zweiten Mal in Folge als Moderator auf die Bühne zurückkehrte.
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Oscars 2026 - virale Momente
- Kontroverse Witze von Conan O'Brien
In erster Linie waren es Conan O'Briens Witze, die für Aufsehen sorgten. So scherzte der Moderator zum Auftakt der Oscar-Nacht über Künstliche Intelligenz, dass er der letzte menschliche Gastgeber der Academy Awards sein werde. Auch den Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein griff er auf. "Es ist das erste Mal seit 2012 [...], dass keine britischen Schauspieler für den Preis als bester Schauspieler oder beste Schauspielerin nominiert sind. Ein britischer Sprecher sagte: 'Na ja, wenigstens verhaften wir unsere Pädophilen'", sagte O'Brien und sorgte damit für einen der politisch schärfsten Momente des Abends.
Später nahm der Moderator auch US-Präsidenten Donald Trump ins Visier. "Wir melden uns live aus dem 'Hat-einen-kleinen-Penis-Theater'. Mal sehen, ob er seinen Namen davor setzt", sagte O'Brien, in Anspielung auf eine umstrittene Debatte um das John F. Kennedy Center in Washington. In konservativen Kreisen war zuletzt diskutiert worden, die Einrichtung symbolisch nach Trump umzubenennen.
Lustig machte sich der Moderator auch über Schauspieler Timothée Chalamet. Die Sicherheitsvorkehrungen seien extrem streng, sagte O'Brien. "Mir wurde gesagt, dass es Bedenken hinsichtlich Angriffen sowohl aus der Opern- als auch aus der Ballettwelt gibt", stichelte O'Brien, nachdem der Jungstar neulich gesagt hatte, niemand interessiere sich mehr für Oper und Ballett - und damit unter Beschuss geraten war.
Die Kamera schwenkte zu Chalamet, der sich neben seiner Freundin Kylie Jenner ein professionelles Lächeln abrang. Doch O'Brien scherzte weiter: "Die sind nur sauer, weil du den Jazz weggelassen hast."
Später am Abend versuchte der Moderator, sich mit dem "Marty Supreme"-Star zu versöhnen - vergeblich, wie es scheint. Er erklärte dem Publikum, dass er und Chalamet sich blendend verstehen würden.
"Wir verstehen uns doch super, oder?", fragte er Chalamet, dessen Antwort von den Mikrofonen der Veranstaltung nicht aufgezeichnet wurde. Daraufhin der Moderator: "Er glaubt das nicht."
- Teyana Taylors Streit mit Oscar-Gast
Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin und Choreografin Teyana Taylor war für ihre Rolle in der Action-Komödie "One Battle After Another" zwar nominiert, ging als Beste Nebendarstellerin ging bei der Oscarverleihung leer aus. Dafür sorgte sie backstage mit einem Ausraster für Schlagzeilen. Ein Clip zeigt, wie sie einen Mann zur Rede stellt, der sie im Gedränge nach der Preisverleihung geschubst haben soll.
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- Barbra Streisand Ständchen für Robert Redford
Der Oscar an die rührendste Rede geht dieses Jahr an Barbra Streisand, die erst vor wenigen Tagen bei den heurigen Filmfestspielen von Cannes die Goldene Ehrenpalme für ihr Lebenswerk erhalten hatte. Die Hollywoodikone erinnerte an ihren früheren Filmpartner Robert Redford, der 2025 im Alter von 89 Jahren verstorben war. Sie begann mit Erinnerungen an die Zusammenarbeit mit Redford, den sie als "intellektuellen Cowboy" bezeichnete, lobte ihn als brillanten Schauspieler und Mann mit Rückgrat - bevor sie kurzerhand einen Ausschnitt des Titelsongs aus ihrem gemeinsamen Film "So wie wir waren" aus dem Jahr 1973 zum Besten gab, den sie bereits bei Redfords Beerdigung im Oktober 2025 gesungen hatte.
Mit voller Inbrunst sang sie die Zeilen: "So, it's the laughter, the laughter we'll remember. Whenever we remember the way we were. Oh, yes the way we were."
- Leonardo DiCaprio mit Schnauzer als "König der Memes"
Auf seinen ersten Oscar hatte Leonardo DiCaprio lange warten müssen - dafür wurde ihm dieses Jahr besonders viel Aufmerksamkeit zuteil. So sorgte nicht nur der Schnauzer für Aufsehen, den sich der Hollywoodstar für die Galanacht stehen ließ - nachdem seine kultigen Gesichtsausdrücke über die Jahre hinweg in den sozialen Medien viral gegangen waren, wurde er zu Beginn der Oscar-Nacht von O"Brien zum "König der Memes" gekürt.
Der Moderator forderte "Leo" zudem auf, spontan ein neues Meme zu kreieren. Die Kamera schwenkte auf DiCaprio, während O"Brien das lebendige Meme mit "Das Gefühl, wenn man dem nicht zugestimmt hat" kommentierte. DiCaprio grinste lediglich verschmitzt und zuckte mit den Achseln.
Doch dann brach die Kameraübertragung unerwartet ab. Laut The Mirror wirkte es so, als sei der Kameramann gestolpert. Zuschauer fragten sich daraufhin unter anderem: "Was zum Teufel war das denn? Hat der Kameramann die Kamera etwa kurz fallen lassen?" Doch auch sonst sorgten "Leos" Gesichtsausdrücke auch dieses Jahr in den sozialen Netzwerken für jede Menge Lacher.
DiCaprio besuchte die Zeremonie in Begleitung seiner Freundin Vittoria Ceretti (27). Die beiden gaben damit ihr Pärchen-Debüt bei einer Preisverleihung.
- Robert Downey Jr. mit Stringtanga bei "Avengers"-Treffen
Für einen Mini-Aufreger sorgte Robert Downey Jr.. Er betrat mit seinem "Avengers"-Co-Star Chris Evans die Bühne, um die Preise für das beste adaptierte und das beste Originaldrehbuch zu überreichen und damit zugleich das 14-jährige Jubiläum des ersten "Avengers"-Films zu feiern. Evans verriet, dass er Downey Jr. ein besonderes Jubiläumsgeschenk mitgebracht hatte: ein von allen Darstellern signiertes Exemplar des Originaldrehbuchs. Dieser hingegen gab zu, lediglich eine Quittung vom Parkservice erhalten zu haben. Die Situation nahm eine überraschende Wendung, als Downey Jr. später mit einem glitzernden Stringtanga zurückkehrte, den Channing Tatum in "Magic Mike" getragen hatte. Aus dem Publikum rief Tatum, er bräuchte ihn später "für die Arbeit" zurück.
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