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11.04.2018

Mariah Carey: Überraschendes Outing über psychische Störung

© Bild: Greg Allen/Invision/AP / Greg Allen

Sängerin habe Diagnose jahrelang verleugnet, aus Angst bloßgestellt zu werden.

Überraschend offen sprach Mariah Carey nun über ihre psychischen Probleme. Gegenüber dem Magazin People verriet die Musikerin, dass sie an einer bipolaren Störung leide.

Mariah Carey über bipolare Störung

Carey leidet an einer Bipolar-II-Störung, bei der sich depressive Episoden und leichte Formen von Manie abwechseln. Die 48-Jährige erzählte dem Magazin, dass sie die Diagnose jahrelang verleugnet habe.

Carey: "Ich wollte es nicht glauben. Bis vor Kurzem habe ich in Verleugnung und Isolation gelebt, weil ich ständige Angst davor hatte, dass man mich bloßstellen würde."

"Aber es war eine viel zu schwere Last und ich konnte so einfach nicht mehr weitermachen", erzählte sie und verriet zudem, dass sie sich inzwischen in Behandlung begeben habe. Mit der Therapie habe sie nach "den härtesten Jahren, die ich in meinem Leben durchzustehen hatte", begonnen.

An ihren Erfolg der 90er-Jahre konnte Carey schon lange nicht mehr anknöpfen. Auch in der Liebe hatte sie zuletzt Troubles. 2014 hatte sich die Sängerin von ihrem zweiten Ehemann Nick Cannon nach 8 Jahren Ehe getrennt, mit dem sie die Zwillinge Moroccan und Monroe hat. Ende 2016 war auch ihre Verlobung mit Milliardär James Packer nur wenige Wochen vor der Hochzeit geplatzt.

Gegenüber dem National Enquirer hatte Careys Bruder Morgan einmal erzählt, dass ihre Mutter Patt zu Mariahs psychischen Erkrankung beigetragen habe. Die ehemalige Opernsängerin habe ihre drei Kinder in einer Atmosphäre aus "Angst, Verlassenheit und Unehrlichkeit" groß gezogen. "Sie hat den Grundstein für die Biopolarität gesetzt, für die Unfähigkeit, ein gesundes, ehrliches Leben mit einem Mann zu führen, mit dieser ganzen Fixierung auf's Divagehabe", ist sich Careys Bruder sicher.

Bipolare Störung: Was ist das?

Weltweit leiden laut WHO drei Prozent der Bevölkerung an einer bipolaren Störung. In Österreich sind Schätzungen zufolge 400.000 Menschen betroffen und damit großen Stimmungsschwankungen ausgesetzt. Manische, euphorische Episoden folgen auf depressive, und umgekehrt. Die bipolare Störung entwickelt sich meist aus einem Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Traumatisierungen. Der Verlauf ist individuell, die Behandlung daher komplex. Unbehandelt ist der Leidensdruck für Betroffene enorm.