Lisa Kudrow packt über grausame Behandlung aus, unter der sie bei "Friends" litt

Lisa Kudrow spielte in "Friends" die eigenwillige Phoebe Buffay und deren Zwillingsschwester Ursula.
Lisa Kudrow

Schauspielerin Lisa Kudrow scheint keine guten Erinnerungen an ihre Zeit bei "Friends" zu haben, obwohl die Kult-Serie der heute 62-Jährigen internationale Bekanntheit einbrachte. In "Friends" spielte sie die eigenwillige Phoebe Buffay und gleichzeitig deren Zwillingsschwester Ursula, die sie auch in der Serie Verrückt nach dir darstellte. Wirklich wertgeschätzt fühle sie sich als Mitglied der Besetzung aber nicht. 

Lisa Kudrow nur "das sechste Mitglied der Friends"

In einem neuen Interview deutete Lisa Kudrow an, dass sie im Vergleich zu ihren "Friends"-Kollegen eher stiefmütterlich behandelt wurde. Ihre Co-Stars Jennifer Aniston, Courteney Cox, Matt LeBlanc, der verstorbene Matthew Perry und David Schwimmer hätten sie in Sachen Popularität während der Laufzeit der Serie deutlich überflügelt, was sie noch heute zu beschäftigen scheint. "Niemand hat sich für mich interessiert", sagte Kudrow gegenüber Independent. "Manche in meiner Agentur nannten mich einfach nur "das sechste Mitglied der Friends"."

Obwohl Kudrow 1998 einen Emmy als beste Nebendarstellerin in einer Comedyserie für ihre Performance gewann, hätte es kein Lob für sie gegeben: "Es gab keine Vision für mich und keine Erwartungen an meine Karriere. Es hieß nur: 'Mann, hat die ein Glück, dass sie in der Serie mitgespielt hat.'"

Es ist nicht das erste Mal, dass Kudrow ihren Grant über ihre "Friends"-Zeiten zum Ausdruck bringt. 

Probleme mit Phoebe-Rolle

Die Schauspielerin, die aktuell die letzte Staffel ihrer Mockumentary-Serie "The Comeback" veröffentlicht hat, erzählte im März dem Interview-Magazin, dass sie Probleme damit hatte, wie ihr Seriencharakter Phoebe wahrgenommen wurde. Zum Teil habe sie selbst sogar mit der Rolle gehadert. "1994 war es so: 'Ich liebe sie. Sie ist so ein Dummchen.' Und dann dachten wir: 'Ja, okay, so stellten wir uns ein Dummchen vor. Jemand, der sich nicht an die Regeln hielt… Aber dumm war sie nicht.' Anfangs war Phoebe mir sehr, sehr fremd", erinnerte sich Kudrow. "Es war gar nicht so einfach, ihr Verhalten und ihre Aussagen zu rechtfertigen. Nicht auf eine nervige Art – es hat Spaß gemacht", erzählte sie. "Im Laufe der zehn Jahre ist ein bisschen von ihr in mich eingedrungen", fuhr sie fort. "Ich bin etwas lockerer geworden und habe Bücher über Spiritualität und Ähnliches gelesen, einfach um sie besser zu verstehen."

Selbstzweifel führten zu körperdysmorphen Störung 

Zuvor erzählte Kudrow, während der Dreharbeiten zu der Hit-Serie eine körperdysmorphe Störung entwickelt zu haben. Grund dafür war, dass sie sich mit ihren Kolleginnen Aniston und Cox verglich, was sich negativ auf ihren Selbstwert auswirkte. Ihren Körper mit denen von Aniston und Cox zu vergleichen, habe Kudrow psychisch zugesetzt. Sie litt zunehmend unter Komplexen.

"Erst bei 'Friends' wurde mir klar, dass ich nicht wirklich so aussehe, wie ich dachte, dass ich aussehe", erinnerte sich Kudrow. "Und das war so erschütternd und da dachte ich: "Ich muss wirklich abnehmen? Ich muss eine Diät machen?"

Ihre Selbstzweifel wirkten sich auch auf ihre körperliche Gesundheit negativ aus. "Ich bin sowieso schon größer als Courteney und Jennifer – größer, weil meine Knochen größer sind. Ich habe mich neben den beiden einfach wie ein Berg von einer Frau gefühlt", erzählte die Seriendarstellerin 2019 in Marc Marons "WTF"-Podcast über ihre Empfindungen von früher. Es habe ihr aber auch nicht geholfen, an Gewicht zu verlieren. Durch Diäten sei sie bloß krank geworden. "Unglücklicherweise ist es bei Frauen so, dass du gut aussiehst, wenn du untergewichtig bist", beschwerte sie sich. "Und das ist alles, was ich je bekam. Wenn ich zu dünn war, war ich die ganze Zeit krank. Eine Erkältung, eine Nebenhöhlenentzündung. Ich war immer krank."

Betroffene einer körperdysmorphen Störung fühlen sich hässlich oder sogar entstellt, obwohl sie das objektiv nicht sind.

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