Wegen Belästigung und Diskriminierung: Kylie Jenner von Haushälterin verklagt

Kylie Jenner ist erfolgreiches Model, Unternehmerin und die Schwester von Kim Kardashian. Sie hat Millionen Fans weltweit. Ihre Ex-Haushälterin gehört nicht dazu.
Kylie Jenner mit dunklen, gewellten Haaren trägt ein glitzerndes, schwarzes Kleid.

In einer Gerichtsklage erhebt Angelica Vazquez, die frühere Haushälterin von Kylie Jenner, schwere Anschuldigungen gegen die Reality-TV-Persönlichkeit und Beauty-Unternehmerin, die auch erfolgreich als Model tätig ist. Die 28-Jährige sowie die beiden Unternehmen Tri Star Services und Maison Family Services werden beschuldigt, Vazquez diskriminiert, belästigt und unrechtmäßig entlassen zu haben. Dies berichtet das Magazin People unter Berufung auf die eingereichten Gerichtsunterlagen. 

Die Klage, die am 17. April eingereicht wurde, beschreibt demnach ein Arbeitsumfeld, das von "feindseligem Verhalten und Ausgrenzung" geprägt gewesen sei – und das ab ihrem ersten Arbeitstag. Kylie Jenner werde als Beklagte angeführt, komme in der Klageschrift sonst nicht namentlich vor.

Vazquez arbeitete dem Bericht zufolge von September 2024 bis August 2025 für Jenner. Bislang haben weder Jenner noch die beiden beschuldigten Unternehmen öffentlich zu den Vorwürfen Stellung bezogen.

Diskriminierung aufgrund von Herkunft?

Die Vorwürfe gegen die Schwester von Kim Kardashian sind keine Kinkerlitzchen: Vazquez berichtet, dass sie in Jenners Anwesen wiederholt Opfer von "schwerwiegenden und anhaltenden Schikanen" geworden sei. In den Unterlagen heißt es, sie sei systematisch vom Reinigungsteam ausgeschlossen worden, zudem musste sie unangenehme und unliebsame Aufgaben übernehmen. 

Die Klägerin führt dies auf ihre Herkunft, ihren Einwanderungsstatus und ihre Religion zurück. Als katholische Einwanderin aus El Salvador sei sie Ziel "diskriminierender und abfälliger Bemerkungen" gewesen, was ein "toxisches und missbräuchliches Arbeitsumfeld" entstehen habe lassen. Auch von Einschüchterungen und öffentlicher Herabwürdigung ist in den Unterlagen die Rede.

Besonders gravierend wird eine Situation im März 2025 geschildert, bei der ein Vorgesetzter ihr während eines lautstarken Vorwurfs einen Kleiderbügel vor die Füße geworfen habe. Laut Vazquez seien ihre Beschwerden über derartige Vorfälle entweder "abgewiesen, verspottet oder ignoriert" worden. Gleichzeitig seien keine "korrigierenden Maßnahmen" ergriffen worden, um die Situation zu verbessern.

Psychische Belastung und gesundheitliche Folgen

Die geschilderten Zustände sollen bei Vazquez nicht nur psychischen Schaden, sondern auch physische Symptome hervorgerufen haben. In der Klage gibt sie an, dass sie "Angstzustände, starken Stress und Symptome entwickelt habe, die mit einer posttraumatischen Belastungsstörung vereinbar sind". 

Diese Belastungen hätten schließlich dazu geführt, dass sie gar nicht mehr arbeiten konnte. Im Juli 2025 sei sie schließlich gezwungen gewesen, aus gesundheitlichen Gründen eine Auszeit zu nehmen, bevor sie schließlich im August kündigte. Sie betont, dass die Arbeitsbedingungen "unerträglich" geworden seien und sie deshalb "keine andere Wahl" gehabt habe.

Was die Ex-Haushälterin nun fordert

Vazquez' Forderungen: Schadensersatz für die mutmaßlich erlittenen Ungerechtigkeiten sowie eine Rückerstattung von "nicht gezahlten Löhnen, Zuschlägen für Mahlzeiten und Ruhezeiten, nicht erstatteten Geschäftsausgaben, nicht bezahltem Krankenstand und allen anderen unrechtmäßig einbehaltenen Vergütungen".

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