„Danke, Timmy“: Oper verkaufte wegen Chalamet mehr Tickets
Timothée Chalamet
Es war eine Nebenbeibemerkung, die weite Kreise zog: Timothée Chalamet hat sich abfällig über Oper und Ballett als Kunstform geäußert, die heute niemanden mehr interessieren.
Er sagte, dass er nicht in Bereichen wie Ballett oder Oper arbeiten wolle - "Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'".
Die Reaktion mancher Opernhäuser – auch in Wien – sowie von Sängerinnen, Sängern, Tänzerinnen und Tänzern war prompt – und eisern lächelnd: Mit eigenen Posts, die die Wichtigkeit des eigenen Schaffens hervorkehrten, hängten sich einige Institutionen an die virale Aufmerksamkeit, die der Sager des Hollywoodstars nach sich zog. Man hätte fast meinen können, er hätte einen wunden Punkt getroffen.
Mehreinnahmen
Die Debatte hatte jedoch einen vielleicht unerwarteten Nebeneffekt, der dem Ganzen noch einen neuen Twist gibt: Chalamet hat nämlich wohl unabsichtlich dafür gesorgt, dass Oper und Ballett mehr Aufmerksamkeit bekommen haben als vor seinem Sager. Und zwar nicht nur in der mehr oder weniger wertlosen Online-Aufmerksamkeit, sondern dort, wo es zählt.
Der Chef der Royal Opera in London, Alex Beard, hat in der Times nämlich nun dem Schauspieler dafür gedankt, dass dieser den Ticketverkauf angekurbelt hat. „Danke, Timmy“, sage er.
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