Kidmans Wortwahl über Leihmutter erhitzt Gemüter

Kidman erregt Zorn in ihrer Heimat Australien: Es geht um die Wortwahl, mit der die Schauspielerin und ihr Mann Keith Urban die Leihmutter beschrieben - als Brutmaschine.


Die frisch gebackene Mutter Nicole Kidman (43) erregt mal wieder Zorn in ihrer Heimat Australien: Es geht um die Wortwahl, mit der die Schauspielerin und ihr Mann, Country-Sänger Keith Urban, die Leihmutter beschrieben, die gerade ihre Tochter Faith Margaret zur Welt gebracht hat. "Gestational carrier" benutzten sie, zu deutsch: Schwangerschaftsausträgerin. Doch im Englischen klingt der Begriff noch schlimmer nach "Brutmaschine".

"Mit diesen Worten wird der Frau, deren Körper das Kind neun Monate lang genährt hat, jede Menschlichkeit genommen", kritisierte die Zeitung "The Australian". In Radiotalkshows wurde das Thema heiß diskutiert. Kidman und Urban kamen nicht gut weg. Der umstrittene Begriff fiel in der offiziellen Mitteilung des Paars an die internationalen Medien. Kidman hat einen schweren Stand bei ihren Landsleuten. Viele nehmen es dem Weltstar übel, dass sie mit ihrer Familie in den USA lebt. Als die erste Tochter Sunday Rose 2008 geboren wurde, regten sich die Australier über den Namen auf. Das klinge wie "Sunday Roast" (Sonntagsbraten). Die Australier fragen sich auch, ob sich Kidman und Urban womöglich strafbar gemacht haben. In Kidmans Heimat, dem Bundesstaat New South Wales, tritt demnächst ein Gesetz in Kraft, das es Australiern auch im Ausland verbietet, Leihmüttern Geld zu zahlen. Doch keiner weiß, was für Absprachen Kidman und Urban mit der Leihmutter getroffen haben. Trotzdem wurde der Justizminister von New South Wales sofort befragt. Seine Sprecherin sagte, Kidman habe nichts zu befürchten, weil das Gesetz noch nicht in Kraft sei und nicht rückwirkend gelte. Kidman hat gemeinsam mit Ex-Mann Tom Cruise zwei Adoptivkinder - Isabella und Connor, die heute im Teenageralter sind. Kürzlich gab der Hollywood-Star in einem Interview mit der Zeitschrift "Harper's Bazar" tiefe Einblicke ins Privatleben und sprach erstmals über die einsamste Zeit ihres Lebens, in der sie sich just an einem Höhepunkt ihrer Karriere befand. 2003, als sie den Oscar für die Hauptrolle in "The Hours" erhielt. 

Die Fragen für das Interview stellte Kollegin Jennifer Aniston. 
"Es ist komisch, wie das Leben einem manchmal das Beste und das Schlimmste zugleich gibt. Ich war vermutlich am unglücklichsten, als ich den Oscar gewonnen habe. Und ich war Single, das war eine seltsame Zeit", beschreibt Kidman ihre damalige Gefühlslage. Das vertraute Verhältnis der beiden Schauspielerinnen entstand anscheinend kürzlich bei gemeinsamen Dreharbeiten. Die Hollywood-Ladies standen nämlich gemeinsam für Adam Sandlers Komödie "Meine erfundene Frau" vor der Kamera. "Ich werde nie gefragt, Komödien zu drehen! Aber vor Jahren habe ich mit Adam Sandler bei 'Saturday Night Live' mitgemacht und er sagte schon damals zu mir: Ich will dich eines Tages in einem Film komisch sein lassen", erzählt Kidman, die sonst eher für ernstere Rolle bekannt ist. 

Die Komödie "Meine erfundene Frau" startet am 25. Februar 2011 in den heimischen Kinos.
(KURIER.at) Erstellt am
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