„Keine wirkliche Würdigung“: Alec Baldwin für respektlose Hommage an Sam Neill verrissen
Alec Baldwin
Der aus den Kinoklassikern „Das Piano“ und „Jurassic Park“ bekannte neuseeländische Hollywoodstar Sam Neill ist tot. Der Künstler sei am Montag im Alter von 78 Jahren gestorben. Einer, der Neill persönlich kannte, ist Alec Baldwin. Die beiden Schauspieler traten zusammen im Film „Jagd auf Roter Oktober“ (1990) auf. Daher meldete sich Baldwin nach Neills Tod zu Wort, um von seinem ehemaligen Co-Star Abschied zu nehmen.
Alec Baldwin ehrt Sam Neill - ohne ihn zu ehren
Nach seiner fragwürdigen Hommage an seinen früheren Kollegen Sam Neill sieht sich Baldwin nun aber heftiger Kritik ausgesetzt. Der Grund: Baldwin sprach hauptsächlich über sich selbst, anstatt Neill seinen Respekt zu erweisen. Der verstorbene „Jurassic Park“-Star wurde in seiner Rede kaum erwähnt.
Fast drei Minuten sprach Baldwin, mit einer dunklen Sonnenbrille im Haar, in einem am Montag geposteten, fast 3-minütigen Instagram-Clip. Auf Neill kam er aber nur in den ersten zehn Sekunden und den letzten fünf Sekunden des Videos zu sprechen.
„Ich wollte nur kurz hierherkommen und sagen, wie sehr mich der Tod von Sam Neill erschüttert hat“, begann Baldwin und fuhr fort: „Als ich ‚Jagd auf Roter Oktober‘ drehte, fanden die Dreharbeiten 1989 statt, der Film kam 1990 in die Kinos, also schon eine lange Zeit her.“
Daraufhin schwelgte Baldwin in seinen eigenen Erfahrungen an die Dreharbeiten. Er bezeichnete den Film als eine seiner ersten großen Filmrollen, lobte den „großartigen“ Regisseur John McTiernan, sprach über sein Treffen mit Autor Tom Clancy und nannte insgesamt Kollegen, darunter Sean Connery, Tim Curry und James Earl Jones – während er Neill in Summe kaum erwähnte. Er schilderte auch eine Szene, in der Schauspieler Ronald Guttman eine Zigarette rauchte.
„Das ist einer der wenigen Filme, an denen ich mich bis zum Schluss erinnere“, sagte er schließlich. „So sehr schätze ich diese Arbeit. Nicht mich selbst. Ich bin kein Fan meiner eigenen Arbeit, aber ich bin ein Fan ihrer Arbeit.“
Erst Ende des Videos schienen ihm Neill und dessen trauernde Angehörige wieder einzufallen.
„Oh mein Gott. Mein Gott. Sam Neill. Mein Beileid an seine Familie“, fügte er hinzu.
Das Video sehen Sie hier:
„Keine wirkliche Würdigung“
Viele Social-Media-User konnten über die Selbstdarstellung des 68-Jährigen nur den Kopf schütteln. „Alec Baldwins Instagram-‚Tribut‘ an seinen Red-October-Mitstar Sam Neill, in dem er schnelle drei Minuten damit verbringt, über seine eigene Filmografie zu reden & über jeden anderen Schauspieler in October, der nicht Sam Neill ist, könnte das unfreiwillig Lustigste sein, das ich je gesehen habe“, schreibt etwa ein User zynisch auf X, der mit seiner Meinung nicht alleine ist.
Hier einige der kritischen Kommentare, die Baldwin für seinen Clip erntete:
- Du hast nicht viel über Sam Neill gesagt, aber gute Selbstreflexion über „Jagd auf Roter Oktober“
- Es ist typisch für Baldwin, alles auf sich selbst zu beziehen, selbst wenn es eigentlich darum geht, einen legendären Co-Star zu ehren
- Könntest du uns irgendwelche Anekdoten über Sam Neill erzählen? Du hast nicht viel über ihn gesagt – du musst doch eine Geschichte zu erzählen haben?
- Hatte er vergessen, worüber er reden sollte? Er hatte überhaupt nichts über Sam zu sagen.
- Verdammt. Ich hatte gehofft, endlich mal was Positives über Sam Neill zu hören. Stattdessen nur eine kurze Namensnennung – keine wirkliche Würdigung. Da kannst du dir was abgucken, Alec.
- Was für eine enttäuschende Würdigung von Sam Neill.
- Ich glaube, er hat sich in den letzten 15 Sekunden wieder an den Zweck des Videos erinnert.
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