Stars
08.01.2013

Endstation Dschungel

Als Weltstar am Ende, für das Ekel-TV-Format ein Quoten-Garant.

Wenn sein Gesicht einst ein Schloss war, ist es heute eine Ruine. Und nach dem Ruin kann nur noch eines kommen – das berüchtigte RTL-Dschungelcamp, in das der einst „schönste Mann der Welt“ kommenden Freitag einzieht. Als bisher größter Star dieser Ekel-TV-Serie. Statt im pulvrigen Schnee zu baden, wird Helmut Bergers Badesalz nun aus Maden und Kakerlaken bestehen.

Statt Kaviar kredenzt man dem 68-jährigen Enfant terrible Körperteile von Tieren. Kolportiertes Schmerzensgeld: 150.000 Euro. Aber wovor soll dem Mann noch grausen? Als er einmal bei einem Empfang im monegassischen Fürstenpalast schlechten „Stoff“ erwischte, machte sich der Bad Ischler in die Hose: „Ich hab’ nur gefurzt. Und weil ich schlechtes Kokain bekommen habe, kam hinten was anderes raus.“
Aufstieg und Verfall des Schauspiel-Genies ist in einem Atemzug mit dem italienischen Regisseur Luchino Visconti zu nennen. 1969 debütierte der Österreicher in dessen Film „Die Verdammten“. Visconti besetzte nicht nur Rollen mit seinem Geliebten, er schrieb ganze Filme für ihn. Cineastischer Höhepunkt bleibt „Ludwig II“ mit Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth. Als Visconti 1976 starb, nahm er Bergers Karriere mit ins Grab.

Bergers Leben in Bildern

Ein Leben in Bildern

1/11

Helmut Berger (02)

Helmut Berger (08)

Helmut Berger (05)

Helmut Berger (1)

Helmut Berger (06)

Helmut Berger (07)

Helmut Berger (09)

Helmut Berger (01)

Helmut Berger (03)

Helmut Berger (04)

Helmut Berger (10)

Affären mit Andress und Mick Jagger

Es folgten hauptsächlich Schlagzeilen über diverse Affären. Helmut hatte sie alle: Rudolf Nurejew, Ursula Andress,Bianca, aber auch Mick Jagger. Nur einmal war er verheiratet – von 1994 bis 1997 mit der um 13 Jahre jüngeren Schauspielerin Francesca Guidato.

Von Hollywood hielt der Exzentriker nie viel, Hollywood war zu seiner Zeit ja in Europa. Doch als das Geld ausging, nahm er in den 1980ern dann doch eine Gastrolle im „Denver Clan“ an. Aber auch da schmissen ihn die Produzenten wegen Alkohol-Problemen hinaus.

Nun steht die „trockenste“ Strecke seines Lebens bevor – seine Nerven waren schon vor Dschungelcamp-Beginn am Zerreißen. Wenn er nicht zuvor den erlösenden Satz „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ schreit, muss Berger von 11. bis 26. Jänner ohne Hochprozentiges auskommen. Eines steht jedenfalls schon vor dem Start des grenzwertigen TV-Formats fest: Je tiefer der Star, desto höher die Quote.

Die Kandidaten des Dschungelcamps