Diese Promis spendeten 2010 Millionen

Sie sind millionenschwer und wollen der Gesellschaft etwas zurückgeben. Talkmasterin Oprah Winfrey führt die US-Liste der "Big Spender" zum 3. Mal an - Mark Zuckerberg mischt neuerdings auch mit.

Talkmasterin Oprah Winfrey (56) ist nicht nur Topverdienerin im US-Fernsehen, sie spendet auch Topsummen für gute Zwecke. Nach Berechnungen der Stiftung The Giving Back Fund schrieb Winfrey im vergangenen Jahr Spendenschecks für insgesamt mehr als 41 Millionen Dollar aus. Sie unterstützte vor allem weltweite Hilfsprogramme für Frauen und Mädchen. Seit vier Jahren nimmt die Stiftung die Spendenfreudigkeit von Prominenten ins Visier, zum dritten Mal hat Winfrey den Spitzenplatz inne.

Winfrey kann sich großzügige Spenden leisten. Nach Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins Forbes im November kassierte der Fernsehstar zwischen Juni 2009 und Juni 2010 rund 315 Millionen Dollar.

Hier im Bild: Oprah Winfrey und Designerlegende Oscar de la Renta. Die Schriftstellerin Nora Roberts belegt mit Spenden von über vier Millionen Dollar den zweiten Platz. Oscar-Preisträgerin Meryl Streep (im Bild) spendete gemeinsam mit ihrem Mann, dem Künstler Donald Gummer, vier Millionen Dollar, vor allem für die Förderung von Kunst- und Bildungsprogrammen. Im vorigen Jahr führte Hollywood-Star Paul Newman die Liste an. Er hatte vor seinem Tod im September 2008 über seine Stiftung Newman's Own Foundation mehr als 20 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke abgegeben. Angelina Jolie und Brad Pitt (über 13 Millionen Dollar) und Mel Gibson (mehr als sechs Millionen Dollar) rundeten damals die Spendenbilanz ab.

Jolie und Pitt liegen speziell die SOS-Kinderdörfer am Herzen: umgerechnet 12.000 Euro steuerten sie anlässlich des "Nationalen Adoptionstages" 2010 bei, um auf das Schicksal von Waisen aufmerksam zu machen.

Über das Konto ihrer Jolie-Pitt-Stiftung haben die Hollywoodstars schon viele Hilfseinrichtungen mit Millionenspenden unterstützt. Im vergangenen Sommer besuchte Jolie unter anderem ein SOS-Kinderdorf in Haiti. Schon 2009 hatte das Paar der Einrichtung 100.000 Dollar zukommen lassen. Die beiden Schauspieler selbst haben drei Adoptiv- und drei leibliche Kinder. Auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist unter die Großspender gegangen: er und 16 weitere US-Milliardäre haben sich verpflichtet, einen Großteil ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden. "Die Leute warten lange in ihrer Karriere, um zurückzugeben. Aber warum warten, wenn es so viel zu tun gibt?", so Zuckerberg. Sein Vermögen wurde von Forbes auf 6,9 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) geschätzt.

Hier im Bild: Mark Zuckerberg und Freundin Priscilla Chan. Das Spendenprojekt wurde im Juni von den beiden reichsten Männern der USA, Microsoft-Gründer Bill Gates und Großinvestor Warren Buffett, ins Leben gerufen. 

Hier im Bild: Bill und Melinda Gates. Zu den jüngsten Mitgliedern der Gruppe The Giving Pledge (Das Spenden-Versprechen) gehört Steve Case, Gründer des Internetriesen AOL (im Bild). Inzwischen haben laut Gates und Buffett 57 Einzelpersonen oder Familien die Selbstverpflichtung unterschrieben.

Im Bild: Warren Buffet. Einem Spendenaufruf der anderen Art haben sich jüngst Lady Gaga und Alicia Keys verpflichtet: Keys und Lady Gaga gingen für den guten Zweck offline. Am Welt-Aids-Tag, der jedes Jahr am 1. Dezember stattfindet, verabschiedeten sich die Sängerinnen von sozialen Plattformen wie Facebook und Twitter, um erst wieder ins Internet zurückzukehren, wenn ihre Fans eine Million Dollar (756.144 Euro) für Keys Hilfsorganisation Keep a Child Alive gespendet haben. Auch die Sänger Justin Timberlake und Usher, die Schauspieler Jennifer Hudson und Elijah Wood sowie Tennisspielerin Serena Williams nahmen an der digitalen Enthaltsamkeitskampagne teil. Mit den Spenden sollten Aids-Projekte in Afrika und Indien unterstützt werden.

Lady Gaga folgen auf Twitter 7,2 Millionen Nutzer und fast 24 Millionen Fans haben sich auf ihrer Facebook-Seite registriert. Alica Keys folgen 2,6 Millionen Nutzer auf Twitter.

Hier im Bild: Alicia Keys. Hollywoodstar Leonardo DiCaprio hat heuer in seiner Nebenrolle als WWF-Vorstandsmitglied eine Spende zur Rettung der wild lebenden Tiger in Höhe von einer Million Dollar (732.762 Euro) zugesagt. "Die skrupellose Wilderei und die dramatische Zerstörung ihres Lebensraums haben die Tiger an den Rand der Ausrottung gebracht. Wir müssen jetzt rasch handeln, bevor es zu spät ist", so der Star. Im Jänner dieses Jahres gründeten Demi Moore und Ashton Kutcher ihre DNA-Foundation, die sich weltweit gegen Ausbeutung, Kinderarbeit, Obdachlosigkeit und moderne Sklaverei - wie Sexarbeit - einsetzt.
(KURIER.at;apa / nv) Erstellt am
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