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01.06.2018

Die tragische Ehe der ersten Herzogin von Sussex

Warum Meghans und Harrys neuer Adelstitel unter einem schlechten Stern steht.

Seit ihrer Hochzeit am 19. Mai tragen Prinz Harry und seiner Frau Meghan Markle den Titel Herzog und Herzogin von Sussex. Ganz nachvollziehen können die Briten die Vergabe des Adelstitels aber nicht: Immerhin ist der Name Sussex unheilvoll vorbelastet.

Erster Herzog von Sussex heiratete ohne Erlaubnis

Vor über 200 Jahren hatte Prinz Augustus Frederick, der sechste Sohn von König George III., für einen Skandal gesorgt, als er die fünf Jahre ältere Lady Augusta Murray heiratete. Im Alter von 19 Jahren hatte sich der Prinz während seines Aufenthalts in Italien Hals über Kopf in die Tochter des schottischen Adeligen John Murray verliebt. Diese hegte zum damaligen Zeitpunkt allerdings noch Gefühle für dessen Cousin, Lord Archibald Hamilton. Die beiden sollen eine leidenschaftliche, heimliche Affäre gehabt haben. Es kursieren sogar Gerüchte, dass Lady Augusta Murray nach Italien geflüchtet wäre, weil sie ein uneheliches Kind von Lord Archibald erwartete.

Während ihres Aufenthalts in Rom, wo sie zusammen mit ihrer Mutter verweilte, wurde sie dann aber George's Sohn vorgestellt, der sich auf den ersten Blick in die dunkelhaarige Schönheit verliebt haben soll.

Was folgte, war die erste Blitzhochzeit in der Geschichte der britischen Königsfamilie: Nur wenige Wochen nach ihrem Kennenlernen machte der Prinz seiner Auserwählten einen Antrag – zu diesem Zeitpunkt war er 20, Augusta 25 Jahre alt. Still und heimlich trauten sich die beiden kurz darauf ohne Einwilligung des Königs oder des Parlaments und ohne dem Wissen von Augustas Eltern in einem Hotel in Rom.

"Augusta wusste, dass es für einen Skandal sorgen würde. Ihr wurde von der Hochzeit abgeraten, doch sie wollte unbedingt ein Mitglied er königlichen Familie werden", zitiert die Daily Mail den Historiker Kenneth Rose.

 

Doppelt skandalös: Augusta war damals bereits hochschwanger. Da das Paar befürchtete, seine italienische Hochzeit könnte nicht anerkannt werden, reiste es zurück nach Großbritannien, um ein weiteres Mal in London zu heiraten. Auch die kirchliche Zeremonie in der St. George’s Church am 4. April 1793 wurde im Verborgenen abgehalten. Einen Monat nach der Hochzeit brachte Augusta einen Sohn, Augustus Frederick d’Este, zur Welt.

Als König George III. von der Eheschließung erfuhr, erklärte er diese jedoch als illegal. Beide Hochzeiten wurden aufgrund des Royal Marriages Act von 1772 nicht anerkannt. Im August 1794 wurde die Ehe annulliert. Das Paar blieb zwar weiterhin zusammen, jedoch wurde Augustus von seinem Vater zurück nach Italien entsandt. Seine Ehefrau durfte nicht mitreisen und musste mit dem gemeinsamen Sohn in England bleiben.

 

Harrys & Meghans Hochzeit: Die Trauungszeremonie in Bildern

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Die schönsten Fotos von der royalen Hochzeit:

Die Braut und ihre Mutter Doria Ragland auf dem Weg zur St George's Chapel.

Pünktlich um 11:55 Uhr betritt die Queen die Kapelle, begleitet vom wieder genesenen Prinz Philip.

Die Mutter der Braut.

Herzogin Kate und Meghan Markles Freundin, die kanadische Stylistin Jessica Mulroney mit den Blumenmädchen. Ganz links: die kleine Charlotte...

...mit weißem Kleid und Blumenkranz.

Prinz George, in schwarzer Uniform, der bei der Hochzeit seines Onkels die Rolle eines Pagen hat.

Auch Charles und Camilla trudeln ein.

Harry und sein Bruder William vor der Kirche - da ist Harry offenbar noch zum Scherzen zumute.

Auf dem Weg zum Traualtar wirkt der Bräutigam dann schon wesentlich angespannter.

Ein Blick ins Publikum verrät: Auch den Gästen steht beim Warten auf die Braut die Aufregung ins Gesicht geschrieben. Hier: Sophie von Wessex und Lady Louise Windsor.

Prinz William, Prinz Charles und Camilla, Herzogin Kate sowie Harrys Cousinen Beatrice und Eugenie.

Die Tochter der Queen, Prinzessin Anne.

Der Moment, auf den alle gewartet haben: Die Braut betritt die Kapelle, gehüllt in ein Kleid von Givenchy mit meterlangem Schleier,...

...der von zwei Pagen getragen wird.

Nach dem Wirbel um die Hochzeits-Absage von Meghan Markles Vater (dazu mehr), absolviert die Braut den ersten Teil des Weges zum Traualtar zunächst im Alleingang.

In der Kirche wird sie von Harrys Vater Prinz Charles zum Altar geführt,...

...der die Braut dem sichtlich gerührten Bräutigam übergibt.

Dann wird endlich geheiratet.

Getraut werden Harry und Meghan vom geistigen Oberhaupt der Kirche von England, dem anglikanischen Erzbischof Justin Welby.

Harry lüftet den Schleier...

Die Ringe...

...und Hochzeitsschwüre werden ausgetauscht.

Ein glücklicher Moment für das Brautpaar.

Vor allem Meghan kommt aus dem Strahlen gar nicht heraus.

Weitere Bilder vom Brautpaar während des anschließenden Gottesdienstes:

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Der Kuss vor der St George's Chapel: Harry und Meghan sind nun Ehemann und Ehefrau.

Nach der Trauung geleitet Harry umjubelt von den Zaungästen seine Ehefrau zur Pferdekutsche.

Mit dieser geht es für das frischvermählte Paar zum Mittagsempfang der Queen in der St Georg's Halle auf Schloss Windsor.

Auf dem Weg zum Empfang haben die Zuschauer noch einmal die Möglichkeit einen Blick auf das Paar zu erhaschen...

...das die Aufmerksamkeit sichtlich genießt.

In Italien verliebte sich Augustus in eine Opernsängerin, während Augusta nach einigen Jahren als Strohwitwe ihre Romanze mit Lord Archibald wieder aufwärmte. Als Augustus nach fünf Jahren aus Italien zurück zu seiner Frau reiste, wurde bald darauf bekannt, dass Augusta erneut ein Kind erwartet. Der Prinz erkannte die Vaterschaft zunächst an. Nachdem er aber Liebesbriefe von Lord Archibald in Augustas Besitz fand, nahm er an, das Kind sei nicht von ihm. Nur sechs Monate nachdem das Paar sein Wiedersehen gefeiert hatte, brach der Prinz nach Portugal auf – um seine Ehefrau nie wieder zu sehen. Ihre Beziehung wurde 1801, nach der Geburt von Augustas Tochter Auguste Emma d’Este, beendet.

Im selben Jahr wurden Augustus die Titel Herzog von Sussex und Graf von Inverness und Baaron Arklow verliehen. "Obwohl sie getrennt waren, begann auch Augusta, sich Herzogin von Sussex zu nennen", so Kenneth Rose. "Es war eine kalkulierte Handlung, um das Königshaus zu beschämen. Sie brauchte das Geld."

Um sie davon abzubringen, bekam Augusta die Erlaubnis, sich Lady Augusta de Ameland zu nennen. Ihre Kinder – ob nun vom Prinzen oder nicht – bekamen den Stammnamen d’Este verliehen, ein royaler Status wurde den beiden aber nicht zuerkannt. Augusta erhielt jedoch eine Rente von 4.000 Pfund im Jahr zugesichert.

Nach Augustas Tod heiratete Augustus am 2. Mai 1831 erneut. Seine zweite Ehefrau, die verwitwete britische Adelige Lady Cecilia Buggin, wurde 1840 von Queen Victoria zur Herzogin von Iverness erkoren. Nach ihrem Tod 1873 wurde sie an der Seite von Augustus im Kensal Green Cemetry beigesetzt.