Jennifer Hudson

© REUTERS/ANDREW KELLY

Stars
12/29/2019

Dickes Fell: "Grizabella" Jennifer Hudson musste viele Schicksalsschläge einstecken

Die Sängerin im Interview über ihre Rolle in "Cats", Aretha Franklin und den tragischen Tod ihrer Familie.

von Elisabeth Sereda

Mit sieben singt sie in der Kirche Gospel-Soli. Mit 18 tourt sie als Sängerin mit einer Disney-Cruise durch die Meere. Mit 22 schafft sie es in die Top 12 von „American Idol“, der erfolgreichsten aller Talente-Shows. Als sie als sechste ausscheidet, gibt es einen medialen Shitstorm, in den sich auch Elton John einmischt.  JHud – wie sie sich nennt – ist jedoch nicht zu stoppen. Drei Jahre später gewinnt sie einen Golden Globe und einen Oscar für Dreamgirls.

KURIER: Sie spielen derzeit eine berühmte Katze – Grizabella in Cats. Wie oft mussten Sie „Memory“ singen?
Jennifer Hudson: 38 Mal, nonstop, mit all den Emotionen, die in diesen Song hineinfließen. Wir haben zwei Tage nichts anderes gedreht, von allen Seiten. Es ist schwierig, die Emotion so lange zu halten. Einmal bin ich eingeschlafen, und der Regisseur hat mich mit seiner Version von „Memory“ aufgeweckt. Da war ich schnell wach, haha!

Hatten Sie auch mit Andrew Lloyd Webber zu tun?
Ja, der saß am Set und hat  zugehört. Er wollte präsent sein, und er hat ja nicht wenig Präsenz. Als ich ihn entdeckt habe, ganz hinten, während ich „Memory“ sang, dachte ich nur, bitte geh weg.
 
Grizabella ist eine alte Katze, Sie sind noch jung. Wo haben Sie die Weisheit in sich gefunden?
Ich habe die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen erlebt. Meine Karriere ist wie ein Gipfel nach dem anderen. Aber vor 11 Jahren wurden meine Mutter, mein Bruder und mein Neffe von meinem Schwager ermordet. Schlimmer geht es gar nicht. Dieser Schmerz bringt ein inneres Wachsen mit sich.  Mein Erfolg erfüllt mich mit unendlicher Dankbarkeit.

Als nächstes drehen Sie „Respect“ und spielen die unvergleichliche Aretha Franklin. Haben Sie Angst vor der eigenen Courage?
Absolut! Aber Aretha hat gesagt, dass nur ich sie spielen kann, und das gibt mir das Selbstbewusstsein für die Rolle. Es war immer mein Traum, das zu machen, und jetzt wird der Traum Wirklichkeit. Sie ist eine Ikone für die ganze Welt, und war es auch immer für mich. Ich bin mit ihrer Version von „Amazing Grace“ aufgewacht und eingeschlafen.

Stimmt es, dass Sie mal bei Burger King gearbeitet und auch gesungen haben?
Ja! Ich habe beim Drive-thru die Bestellungen singend entgegengenommen. Es war sicher ein Fehler der Chefs, mir ein Mikrofon in die Hand zu geben. Ein Mikro bedeutet singen, nicht sprechen für mich!

Wie gehen Sie mit Kritik um?
Dank Simon Cowell sehr gut. Er hat bei „Idol„ zu mir gesagt, dass ich völlig überfordert bin, und es nie schaffen würde. Ich mag ihn deshalb nicht, aber ich bin dankbar, denn das war die Schule des Lebens. Als Künstler musst du sich täglich beweisen und entwickelst besser eine dicke Haut. Und ich bin meiner Mutter dankbar, die immer gesagt hat: „Es ist besser, es ihnen zu zeigen als es ihnen zu erklären.“

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.