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13.12.2017

Details über Stalker: Harald Schmidt floh zu Nachbarn

Entertainer und Late-Night-Talker Harald Schmidt wurde monatelang von einem psychisch kranken Mann belästigt.

Wie schon vor einigen Tagen bekannt wurde, hatte Harald Schmidt und seine Familie mehr als ein halbes Jahr unter einem Stalker zu leiden, der sie beinahe täglich bedrohte.

Jetzt wird dem gefassten, psychisch kranken Mann der Prozess gemacht. Eine der ersten im Zeugenstand war nun Schmidts Managerin Sigrid Korbmacher. Laut der Bild-Zeitung erzählte sie, dass der Stalker auch an die Firmenadresse des Entertainers Drohungen schickte. Weil sie Schmidt nicht belasten wollte, erzählte sie zunächst nichts von den Nachrichten.

Schmidts Managerin im Zeugenstand

Doch dann sei es noch bedrohlicher und persönlicher geworden: "Abends erhielt ich einen Anruf von Harald Schmidt, da wäre ein Mann vor seinem Privathaus auf ihn und seine Tochter zugekommen, hätte sich vorgestellt als Herr W.. Bei den Nachbarn sei jemand im Garten gewesen, da habe sich Herr Schmidt mit dem Kind hingeflüchtet."

Weitere Aussagen: "Am ersten Weihnachtstag hat mich Schmidts Frau angerufen, Herr W. hätte geklingelt, würde draußen wieder Grimassen in die Überwachungskamera schneiden."

"Als Schmidts Tochter vom Ballett kam, hockte Herr W. vor dem Tor, drumherum Alkohol. Im April habe ich 17 Sprachnachrichten von Herrn W. bekommen. Er hat angedroht, er würde mich abstechen."

Auch die Managerin von Schmidt wurde laut deren Schilderungen bedroht:

"Ich hatte Angst, schlaflose Nächte. Er hat gemailt, ich weiß, wo Du wohnst. Ich komme vorbei. Ich fackel eure Autos ab, schlag Fenster des Studios ein."

Von Oktober 2016 bis April 2017 hat der psychisch kranke Mann, der sich zuletzt im Obdachlosen-Milieu aufhielt, Schmidts Familie täglich belästigt und forderte 200.000 Euro. Schon seit 2009 soll er den TV-Star aber immer wieder gestalkt haben.

Der Angeklagte leidet laut Bild an "paranoider Schizophrenie" und wurde schon nach seiner Festnahme im April in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Die Aussagen von Harald Schmidt und seiner Lebensgefährtin werden am Montag erwartet.