Die ehemalige "Mini Playback Show"-Moderatorin sammelt nicht nur zum VergnĂŒgen Schweinefiguren.

© ORF / Hubert Mican

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05/19/2019

Der bizarre Grund, aus dem Marijke Amado Schweinefiguren sammelt

Die ehemalige "Mini Playback Show"-Moderatorin stellt die kleinen Figuren im Garten auf, um sich "selbst zu heilen".

von Julia Parger

40 Betonschweine stehen im Garten von TV-Moderatorin Marijke Amado (65). FĂŒr sie ist es eine Art, sich selbst zu therapieren. Wie das funktioniert, erklĂ€rte die ehemalige "Mini Playback Show"-Talkmasterin gegenĂŒber Spot on News.

Marijke Amado: "FĂŒr jede mĂ€nnliche EnttĂ€uschung ein Schwein"

"FĂŒr jede menschliche... also mĂ€nnliche EnttĂ€uschung habe ich mir ein Betonschwein gekauft", verriet Amado in ihrem Buch "Frauen in den Medien: Immer schön gelassen bleiben".

40 Exemplare hÀtten sich bisher in ihrem Garten angesammelt.

EnttĂ€uschungen so zu verarbeiten, sei der beste psychologische Tipp, den sie weitergeben könne. "Man geht dreimal durch den Garten, schreit einmal laut und alles ist wieder gut", so die TV-Moderatorin. Sie hoffe jedoch nicht, dass sich ihre Sammlung großartig erweitern werde.

Statt beim Psychiater auf der Couch zu liegen, wie das Leute in den USA Amado zufolge gerne tĂ€ten, sei es fĂŒr sie am besten, sich "selbst zu heilen". "Daher habe ich mir das mit den Schweinen ausgedacht und es wirkt wunderbar", sagte die 65-JĂ€hrige.

"Wir haben den Weg fĂŒr die junge Generation freigemacht"

In ihrem kĂŒrzlich veröffentlichten Buch spricht Amado nicht nur ĂŒber diesen ungewöhnlichen Therapieansatz, sondern verarbeitet auch Erfahrungen aus ihrer jahrzehntelangen TV-Karriere.

Ihre Absicht sei es jedoch nicht, durch die geschilderten EnttĂ€uschungen Rache zu ĂŒben.

"Meine Intention ist, ein StĂŒck Zeitgeschichte wiederzugeben (...). Daran kann man sehen, was wir Frauen in den letzten 40 Jahren erreicht haben. Wir waren keine Opfer damals. Wir haben eine andere Zeit miterlebt, haben Sachen verĂ€ndert und den Weg fĂŒr die junge Generation freigemacht", stellte die Moderatorin klar.

"Vergiss das Fernsehen, Frauen ab 40 haben keine Chance mehr"

Die Karriere der gebĂŒrtigen HollĂ€nderin begann in den 70er Jahren als Assistentin in Rudi Carrells Show "Am laufenden Band". Schon dort habe sie erste frauenfeindliche Erfahrungen gemacht, als man ihr mitgeteilt habe, sie möge bitte nicht mit ihrem "fetten Arsch in die Kamera laufen". Amado beschreibt in ihrem Buch, damals die KleidergrĂ¶ĂŸe 34-36 gehabt zu haben.

"Vergiss das Fernsehen, Frauen ab 40 haben keine Chance mehr", hat Carell ihr einmal gesagt. Amado stimmt ihm hierbei zu, wie sie im Interview verriet. "Die MĂ€nner haben ein Bild von Frauen, das anders ist als das der Frauen. Warum sollten Frauen ab 60 nicht mehr ihre Meinung sagen und ihren Intellekt zeigen?", so die Moderatorin.

Daran mĂŒsse man in Deutschland noch arbeiten. Im Ausland habe sich da mehr getan, insbesondere in den USA, wo Oprah Winfrey, Ellen DeGeneres oder Meryl Streep auch jenseits der 40 im TV- und Filmbusiness erfolgreich sind. 

Amado ĂŒber Carrell: "Er hat mir eine TĂŒr geöffnet, die mein Leben geprĂ€gt hat"

Carrell sei sie trotzdem dankbar, erklĂ€rte Amado: "Er hat mir die Chance ermöglicht, mich im deutschen Fernsehen weiterzuentwickeln. Er hat mir eine TĂŒr geöffnet, die mein Leben geprĂ€gt hat. FĂŒr solche Momente sollte man immer sehr dankbar sein."

Marijke Amado ist vor allem bekannt fĂŒr Shows wie der "Mini Playback Show", "Am laufenden Band" oder den "WWF Club".

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