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Stars
01/07/2021

Der Ashton Kutcher-Fluch, den niemand zu bemerken scheint

Die Vergangenheit zeigt: Wer mit Ashton Kutcher in einem Film zu sehen war, musste schon bald um seine Karriere - wenn nicht sogar um sein Leben - bangen.

von Elisabeth Spitzer

Es gibt Hollywoodstars, mit denen würde so manch noch unbekanntes Nachwuchstalent gerne in einem Film spielen, in der Hoffnung, der Karriere Aufschwung zu verleihen. Und dann gibt es noch Ashton Kutcher. Branchenbeobachter stellen fest: Wer in der Vergangenheit an der Seite des "Two and a Half Man"-Stars auf der Leinwand zu sehen war, war schon bald weg vom Fenster.

Der Ashton Kutcher-Fluch

Im Laufe seiner Karriere hat Kutcher neben einer Reihe von Schauspielern und Schauspielerinnen gespielt, die nicht lange nach der Zusammenarbeit unter den Hollywood-Radar gefallen sind. Und die hatten noch Glück. Einige von Kutchers ehemaligen Co-Stars starben sogar nach der Zusammenarbeit mit ihm, was zu der Theorie führte, dass ein Engagement an Ashton Kutchers Seite der Unterzeichnung eines Karriere-Todesurteils gleichkommt - wenn nicht sogar schlimmer.

Hier einige Beispiele:

Seann William Scott

Seann William Scott, der damals dank "American Pie" zu den begehrtesten Comedy-Stars zählte, war 2000 neben dem noch eher unbekannten Kutcher in der Komödie "Hey Dude, wo ist mein Auto?" zu sehen. Der Film war zwar ein Erfolg an den Kinokassen, von Kritikern wurde der eher dümmliche Streifen jedoch wüst verrissen. Während Kutcher danach in Filmen wie "The Butterfly Effect" zunehmend ernstere Rollen zugetraut wurden, stolperte Scott von einem zum Scheitern verurteilten Projekt zum nächsten, wie "Evolution" und "Bulletproof Monk", die beide gewaltig floppten. 2014 versuchte er sich im Drama "Just before I go" einen Namen als Charakterdarsteller zu machen, doch auch der Film wurde von Kritikern belächelt. Seitdem sehen die Chancen auf ein Karriere-Comeback düster aus für den in Minnesota geborenen Schauspieler, der bereits im Alter von 12 Jahren erstmals für eine Rolle (nämlich in "Baywatch") vorsprach.

Rachael Leigh Cook

2001 war Kutcher neben Rachael Leigh Cook in "Texas Rangers" zu sehen. Cook hatte schon als Kind als Model gearbeitet und war damals in Werbespots zu sehen. Der internationale Durchbruch als Schauspielerin gelang ihr mit dem Film "Eine wie keine" an der Seite von Freddie Prinze junior. Doch seit ihrer Filmrolle neben Kutcher ging es für sie steil bergab für den einstigen Romcom-Star, der sich seitdem hauptsächlich mit TV-Rollen und Engagements als Synchronsprecherin für Animationsfilme begnügen muss.

Brittany Murphy

In der Komödie "Voll verheiratet" gaben Kutcher und Brittany Murphy ein Liebespaar. Bei den Dreharbeiten funkte es zwischen dem Schauspieler und seiner damals äußerst angesagten Kollegin. Sieben Monate lang waren Kutcher und Murphy liiert. Murphys Darbietung in "Voll verheiratet" wurde von Kritikern jedoch verrissen. Die konnten gar nicht nachvollziehen, wieso sich die vielversprechende Schauspielerin nach ihrer überzeugenden Performance in "8 Mile" an der Seite von Eminem für so einen dummen Plot hergeben konnte. 2004 wurden Kutcher und Murphy sogar als "Schlechtestes Leinwandpaar" für eine Goldene Himbeere nominiert. Es folgten mehrere Flops, bevor es 2005 dank "Sin City" wieder bergauf zu gehen schien für Murphy, die aber schon bald darauf eine dreijährige Schauspielpause einlegte. 2009 starb Brittany Murphy völlig unerwartet. Im Alter von nur 32 Jahren wurde sie von ihrer Mutter Sharon bewusstlos in der Dusche ihres Hauses aufgefunden. Als Todesursache wurde Herzversagen angegeben.

Tara Reid

Im Alter von sechs Jahren begann Tara Reids Karriere vor der Kamera, als sie in der Kinderspielshow "Child’s Play" mitwirkte. Mit der Komödie American Pie gelang ihr als Victoria "Vicky" Lathum 1999 der Durchbruch. Doch auch sie wurde vom Kutcher-Fluch heimgesucht. 2003 war sie an der Seite des heute 42-Jährigen in "Partyalarm – Finger weg von meiner Tochter" zu sehen - danach reihte sich ein Mega-Flop an den nächsten. Heute wird Reid hauptsächlich für TV-Projekte und angeheuert.

Amy Smart

2004 hätte das große Durchbruchsjahr werden können für Amy Smart. Zumindest verlieh ihr ihre Rolle in "Starsky und Hutch" an Ben Stillers Seite einen Karriere-Aufschwung. Doch noch in demselben Jahr nahm Smart eine Rolle im Film "The Butterfly Effect" an, in dem sie neben Kutcher zu sehen war. Danach konnte das ehemalige Model kaum noch Erfolge als Schauspielerin verbuchen. Zuletzt war sie in einer Nebenrolle in der Fantasy-Serie "Stargirl" zu sehen, die ebenfalls nicht vielen ein Begriff ist.

Bernie Mac

Bernie Mac spielte zusammen mit Ashton Kutcher 2005 in der Komödie "Guess Who – Meine Tochter kriegst du nicht!" mit, in der er Kutchers Schwiegervater gab. Seiner Karriere tat dies keinen Abbruch. So war Mac 2007 unter anderem in "Transformers" und "Ocean's Thirteen" zu sehen. Dafür ging es mit seiner Gesundheit bergab. 2008 starb Mac, der seit 1983 an einer Lungensarkoidose litt, im Alter von 50 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung.

Amanda Peet

Ihr Filmdebüt feierte Amanda Peet 1995 mit Craig Singers Science-Fiction-Streifen "Animal Room". Vollends überzeugen konnte die Tochter einer Sozialarbeiterin und eines Anwalts die Kritiker 2000 in Jonathan Lynns Krimigroteske "Keine halben Sachen", in der sie neben Bruce Willis und Matthew Perry zu sehen war. 2005 trat Peet zusammen mit Kutcher in der Romcom "So was wie Liebe" auf. In den darauffolgenden fünf Jahren konnte Peet keinen namhaften Erfolg mehr verbuchen. So war sie unter anderem in dem wenig erfolgreichen Akte X-Sequel "The X Files: I Want to Believe" zu sehen. Inzwischen hat sich die dreifache Mutter ziemlich erfolgreich auf Serien und Nebenrollen in Indie-Produktionen wie "Sleeping with other People" spezialisiert.

Kevin Costner

In den 90ern war er ein Superstar: Kevin Costners Karriere ist jedoch von vielen Ups und Downs gekennzeichnet. Mal wird er gelobt, dann wieder von Kritikern verrissen. Doch auch an dem alt eingesessenen Hollywoodstar ging der vermeintliche Ashton Kutcher-Fluch nicht ganz spurlos vorüber. Die beiden waren 2006 im Action-Abenteuerfilm "Jede Sekunde zählt – The Guardian" zu sehen. Die meisten seiner Filme, wie unter anderem "Das Jerico Projekt - Im Kopf des Killers" (2016), in denen Costner seitdem zu sehen war, fielen sowohl an den Kinokassen als auch bei Kritikern durch. Das Tief dauerte lange an. Bis Costner 2020 im Western "Lass ihn gehen" von Thomas Bezucha zu sehen war, der laut "Variety" trotz Corona immerhin ein Erfolg an den US-Kinokassen war.

Katherine Heigl

Dank "Grey's Anatomy" wurde Katherine Heigl zum gefeierten Serienstar. Die Judd Apatow-Komödie "Beim ersten Mal", in der sie 2007 neben Seth Rogan zu sehen war, war ebenfalls ein Kassenhit. Seitdem wurde sie immer wieder für romantische Komödien angeheuert. 2010 war Heigl zusammen mit Kutcher in der Komödie "Kiss & Kill" zu sehen. Die beiden gaben ein Liebespaar - auch wenn die Chemie zwischen Heigl und Kutcher laut Kritikern so gar nicht stimmte. Auch an den Kinokassen floppte der Film gewaltig. Seitdem schafften es Heigels Filme immer wieder auf der Filmbewertungsseite "Rotten Tomatoes" zum Teil weniger als zehn Prozent positive Bewertungen zu erlangen.

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