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Stars
02/21/2021

David Duchovny: "Durch die Maske bin ich unsichtbar"

Der Schauspieler sieht im Tragen des Mund-Nasen-Schutzes nur Vorteile, wie er im KURIER-Interview erzählt.

von Elisabeth Sereda

Akte-X-Star David Duchovny (60), der kürzlich seinen neuen Roman „Truly Like Lightning“ herausgebracht hat und Selbigen als TV-Serie adaptieren wird, einen Song aufgenommen hat und das letzte Jahr auch sonst kreativ nutzen konnte, hält sich dennoch nicht für einen dieser Supermänner, die 2020 über sich hinausgewachsen sind.

So sehr er die Auszeit mit seinem 18-jährigen Sohn Kyd genoss (er hat mit Schauspielerin Téa Leoni, mit der er bis 2014 verheiratet war, auch noch Tochter Madelaine), hasste er Kochen und Putzen. Und auch beim Homeschooling kam keine Freude auf. Nur einem konnte er viel abgewinnen: dem Maskentragen.

KURIER: Sie haben nichts gegen Masken, wie so viele Amerikaner?

David Duchovny: Nein, erstens ist die Verweigerung bescheuert, weil man weiß, dass sie schützen. Und zweitens finde ich es persönlich extrem angenehm, dass ich auf einmal anonym sein kann! Wenn mich unter der Baseballkappe, den Brillen und der Maske jemand erkennt, hat er geraten. Es ist unmöglich, mich zu erkennen. Ich bin unsichtbar.

Was ist Ihre Erinnerung an den ersten Golden Globe (Anm.: Am 1. März werden sie wieder verliehen), den Sie 1997 als Bester Serien-Hauptdarsteller für „Akte X“ gewonnen haben?

Eine lustige. Das war vor 9/11. Ich bin mit dem Globe im Handgepäck nach Vancouver zurückgeflogen, wo wir ja drehten. Bei der Sicherheitskontrolle, zog mich der Beamte auf die Seite und meinte: „Sir, haben Sie einen Preis im Gepäck?“ Ich erwiderte, „Ja, einen Golden Globe.“ – „Okay, gehen Sie weiter.“ Das wäre heute nicht mehr möglich, die würden mich bis auf die Unterhose filzen.

Sie verbrachten im letzten Jahre viele Monate mit Ihrem Sohn Kyd. Wie war das?

Erstaunlich. Wir waren gemeinsam in Quarantäne in New York, und wenn du auf einmal 24 Stunden pro Tag mit einem 17-, jetzt 18-jährigen verbringst, ist es schon toll, wenn man einander nicht umbringt. Ich habe geputzt und gekocht, zwei Dinge, die ich nicht kann. Und ich sage Ihnen ehrlich, im Gegensatz zu anderen Leuten, die jetzt damit angeben, was für tolle Köche sie geworden sind – ich nicht! Ich habe nicht auf einmal meine Kochkünste oder meine Putzkünste entdeckt. Und mit der Schule konnte ich meinem Sohn auch nicht helfen.

Wie war denn eigentlich Ihre eigene Schulzeit?

Ich hatte einen Lateinprofessor, von dem ich immer glaubte, dass er mich überhaupt nicht mag. Ich war ein guter Schüler, aber in meinem Maturajahr wurde ich einmal ohnmächtig und schlug mir beim Hinfallen ein paar Zähne aus. Ich musste ins Spital. Der Lateinprofessor war der einzige Lehrer, der mich besuchen kam. Er saß an meinem Bett und sagte: „Lass dir Zeit, es gibt keine Eile zurückzukommen, du brauchst jetzt Zeit zum Heilen.“ Ich werde mich immer daran erinnern, weil es eine sehr weise Aussage war, die ich damals überhaupt nicht verstand. Natürlich wollte ich zurück in die Schule, ins Leben! Aber der Satz blieb hängen. Es war eine dieser Weisheiten, die einem von einem Mentor mitgegeben werden, und die man erst Jahre später versteht.

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