Ex-„Wer ist hier der Boss?“-Star stellt heute Amazon-Pakete zu
Schauspieler Danny Pintauro wurde mit der Rolle des Jonathan Bower in der Achtziger-Hit-Sitcom „Wer ist hier der Boss?“ weltberühmt. Doch der Erfolg hielt nicht an, sodass sich der heute 50-Jährige nach dem Aus der Serie weitestgehend aus der Schauspielerei zurückzog.
Im Podcast „Pod Meets World“ erzählte Pintauro nun, wie sein aktuelles Leben aussieht. Der einstige Kinderstar ist auf fünf verschiedene Jobs angewiesen, um finanziell über die Runden zu kommen. Unter anderem liefert er Pakete des Online-Giganten Amazon aus.
„Ich verdiene kein Geld mit Tantiemen“
Trotz seines früheren Ruhms und des internationalen Erfolgs von „Wer ist hier der Boss?“ erhält Pintauro keinen Cent aus den Wiederholungsausstrahlungen. „Ich verdiene kein Geld mit Tantiemen“, sagte Pintauro laut Page Six unverblümt im Interview.
Der offen schwul lebende Pintauro betonte auch, dass die Schauspielerei für viele seiner Kollegen längst nicht mehr ausreiche, um finanziell abgesichert zu sein. „Wir sind Gig-Schauspieler. Schauspielerei ist der Gig. Es ist einer von sechs Jobs.“ Und: „Wir müssen tun, was wir tun müssen, um zu überleben.“ Er selbst sei hier nicht anders als andere Menschen, versucht Pintauro seine Situation zu erklären.
Pakete ausliefern für Amazon
Pintauros Arbeitsalltag umfasst neben seiner Tätigkeit als Amazon-Lieferfahrer auch das Coaching von Nachwuchsschauspielern, das Unterrichten in Schauspielkursen und Workshops sowie den Bau und Verkauf von Dioramen.
„Ich habe Amazon, und dann bin ich Schauspielcoach“, erklärte er. „Das hat sich entwickelt, weil ich in den letzten fast zehn Jahren Schauspiel unterrichtet habe. In Austin habe ich acht Klassen an einem Konservatorium unterrichtet.“
Dass er für Amazon arbeite, habe ihm online große Kritik eingebracht, nachdem er kürzlich ein Foto von sich gepostet hatte, das ihn bei seiner Lieferarbeit zeigt und das für kurze Zeit viral ging. Doch als er erklärte, wie schwer die finanzielle Lage für viele Schauspieler sei, habe sich die Stimmung gewandelt. „Die Kritik verschwand einfach“, so Pintauro.
„Man will morgens aufwachen und etwas zu tun haben“
Pintauro erinnerte sich im Interview auch an eine ähnliche Erfahrung vor Jahren, als er während der letzten Staffel von „Wer ist hier der Boss?“ einen Sommerjob bei der Modekette Gap annahm. „Lange Zeit genossen es viele einfach, andere scheitern zu sehen“, so der Schauspieler. „Es gibt ihnen einfach etwas. Menschen lieben es, andere Menschen unglücklich zu sehen … besonders jemanden, den sie so sehr verehrt haben, um dann mitzuerleben, wie er tief fällt.“
Trotz der Herausforderungen betonte Pintauro, wie wichtig es für ihn sei, produktiv zu sein und einen Sinn im Alltag zu finden. „Man will morgens aufwachen und etwas zu tun haben“, erklärte er. „Die meisten Menschen werden mit einem anständigen Arbeitsethos erzogen, oder man hofft, dass sie es werden, und es heißt: ‚Ich möchte aufstehen und heute produktiv sein.‘“
Notoperation im Jahr 2024
Ende 2024 machte Pintauro Schlagzeilen, weil er sich einer Notoperation unterziehen musste. Von einem Sturz mit seinem Roller trug er einen Riss in der Magenschleimhaut davon. Das wiederum war Grund für eine sich ausbreitende Blutinfektion. „Es war der schlimmste Moment meines Lebens. Es war der schlimmste Schmerz, den ich jemals in meinem Leben gespürt habe“, so Pintauro damals.
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