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Not-OP für Volksmusik-Star Margot Hellwig: Freundin war „entsetzt“

Margot Hellwig zählt seit den 1960er-Jahren zu den prägenden Stimmen der volkstümlichen Musik und erreichte über Jahrzehnte hinweg ein großes Publikum im deutschsprachigen Raum.
Margot Hellwig winkt am roten Teppich

Die legendäre Volksmusikerin Margot Hellwig wurde am 5. Juni stolze 85 Jahre alt. Doch ihr Ehrentag fiel wohl anders aus, als geplant und erhofft: Denn die Sängerin stürzte kurz davor unglücklich in ihrem Garten und musste sich daraufhin einer Notoperation unterziehen.

Hellwigs Freundin war „entsetzt“

Wie Hellwig gegenüber der Zeitschrift Neue Post berichtete, ereignete sich der Unfall während der Gartenarbeit. „Ich mache noch alle Gartenarbeiten selbst. Ich bin über eine Efeuranke gestolpert, unglücklich gestürzt und habe mir den Arm gebrochen“, erklärte Hellwig (via schlager.de). 

Leider trug sie ihren Notfallknopf aufgrund der Gartenarbeit nicht. Dennoch gelang es Hellwig, Hilfe zu organisieren. „Zum Glück konnte ich aufstehen. Dann habe ich meine Freundin Marlene angerufen, ob sie zufällig Zeit hat, mich in die Notaufnahme zu fahren. Die war entsetzt“, erinnerte sich die Sängerin.

In der Klinik dann die Diagnose: Der Arm war gebrochen, eine sofortige Operation notwendig. Trotz der schwierigen Situation zeigt sich Hellwig inzwischen optimistisch. „Ich habe ja noch eine Platte drin, die die Knochen zusammenhält. Ich soll den Arm nicht aufstützen und nichts Schweres tragen. Diese Orthese hilft. Es geht aufwärts“, betonte sie im Interview. Eine Armmanschette sei aber noch notwendig.

Tragischer Verlust während Krankenhausaufenthalt

Während der Sturz für Hellwig mit einem Glück im Unglück endete, musste sie während ihres Aufenthalts im Krankenhaus einen tragischen Verlust verarbeiten. Denn ihr Hund Gustl, den die Sängerin über alles liebte, war just während dieser Zeit verstorben. „Das war tragisch. Er fehlt mir sehr. Jetzt suchen meine Familie und ich noch einmal einen älteren Hund für mich“, so die Volksmusikerin traurig gegenüber der Neuen Post.

Margot Hellwig zählt seit den 1960er-Jahren zu den prägenden Stimmen der volkstümlichen Musik und erreichte über Jahrzehnte hinweg ein großes Publikum im deutschsprachigen Raum. Geboren 1937 in Oberbayern, begann sie früh zu singen und etablierte sich, anfangs gemeinsam mit ihrer berühmten Mutter, der Volksmusikantin Maria Hellwig, mit heimatverbundenen Liedern, alpenländischem Tonfall und einer unverwechselbaren Bühnenpräsenz als feste Größe des Genres. Sie singt aber auch klassische, Operetten- und Musical-Lieder. 

Hellwig war regelmäßig in quotenstarken Fernsehsendungen wie dem „Musikantenstadl“ oder großen Samstagabendshows zu sehen (zusammen mit ihrer Mutter moderierte sie beispielsweise die Sendung „Servus, Gruezi und Hallo“ Anfang der Neunziger Jahre), veröffentlichte zahlreiche Alben und Singles und trat auf Volksfesten, Tourneen und Galas auf. Ihre Karriere steht exemplarisch für die Popularität der volkstümlichen Musik im Nachkriegsdeutschland, deren Werte von Heimat, Tradition und Lebensfreude sie über viele Jahre hinweg verkörperte.

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