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22.08.2018

Crewmitglied klagt Johnny Depp wegen Eskalation am Set

Johnny Depp wehrt sich aktuell gegen Behauptungen, er habe am Set seines letzten Films ein Crewmitglied angegriffen.

Schauspieler Johnny Depp (55) kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen heraus: Wie Dailymail.com aktuell berichtet, soll der der "Fluch der Karibik"-Star im April am Set seines neuen Films "City of Lies" versucht haben, den zuständigen Location Manager Gregg "Rocky" Brooks zu schlagen.

Zoff wegen fehlender Drehgenemigung

Was war passiert? Das Produktionsteam hatte von der Stadt die Genehmigung bekommen, eine Straße in Los Angeles für die Szene zu sperren. Da man wohl mehr Aufnahmen als genehmigt geschossen hatte, mussten Anrufe getätigt werden, um die Sperre zu verlängern.

Ein Location Manager informierte Regisseur Brad Furman in der Zwischenzeit über die Zwangslage und forderte die Crew auf, die Filmaufnahmen einzustellen, bis man eine neue Drehgenehmigung hätte. Furman bat den Manager, dies auch dem Hauptdarsteller auszurichten: "Sag das Johnny Depp!" Und genau das tat Standortleiter Brooks dann auch.

Wüste Beschimpfungen vor versammelter Mannschaft

Dummerweise hatte Depp zuvor am Set getrunken und als ihn der Location Manager damit konfrontierte, dass die Dreharbeiten für den Tag abgeschlossen werden müssten, fing Depp an "Rocky" zu beschimpfen: "Wer zum Teufel bist du?", schrie der Hollywood-Star ihn vor dem versammeltem Team an. Dieser versuchte dem aufgebrachten Schauspieler zu erklären, dass er nur seinen Job mache, worauf Johnny noch wilder wurde.

100.000 Dollar für einen Fight

Insiderquellen behaupten, dass der Schauspieler dem Team-Mitglied sogar 100.000 US-Dollar geboten hätte, um ihm ins Gesicht schlagen zu dürfen. Depp wurde schließlich von seinen Leibwächtern weggezogen, während der Vorfall von einem anderen Crewmitglied auf Twitter veröffentlicht wurde.

Der Kommentar deutete auf das Problem am Set hin: "Crazy Night Shooting letzte Nacht, beide Location-Manager in einem Streit mit Johnny Depp und seinen Bodyguards," hieß es da. Der Beitrag wurde jedoch kurz darauf von Twitter gelöscht.

Noch mehr Klagen am Hals

Im Juli reichte Brooks schließlich Klage gegen Depp ein, der ihm angeblich "zweimal wütend und kräftig auf die untere, linke Seite der Rippen schlug und Schmerzen verursachte."

Regisseur Furman spielte indes die Situation herunter: "Johnny Depp ist ein vollendeter Profi, ein großartiger Mitarbeiter und ein Unterstützer anderer Künstler. Er behandelt die Crew und die Leute um ihn herum immer mit dem größten Respekt. Filme können stressig sein, und manche Ereignisse werden oft übertrieben."

Depps Angriff war angeblich Notwehr

Depps Anwälte hatten die Vorwürfe lange Zeit weder dementiert noch bestätigt, erkannten in der Zwischenzeit aber an, dass "Rocky" Brooks im Laufe des Gefechts Verletzungen davongetragen habe, die er allerdings durch "unrechtmäßiges und ungerechtfertigtes Verhalten" provoziert hätte. Depp soll also demnach aus Notwehr gehandelt haben.

Anwälte berufen sich auf dutzende Zeugen

Weiters ließen Depps Anwälte kürzlich via E! Nachrichten verkünden: "Trotz falscher Medienberichte (...) hat Johnny Depp die Person, die ihn verklagt, nie berührt, wie mehr als ein Dutzend anwesende Zeugen bestätigen werden." Gregg behauptet dennoch weiter, er habe "körperlichen Schmerz und emotionale und psychische Verletzungen" erlitten und geht noch weiter indem er beteuert, Johnnys aggressives Verhalten vor der Crew und Produktion sei "absichtlich und böswillig" gewesen, um ihn zu demütigen.

CHINA-US-DISNEY

"Filme können stressig sein"

Der " Alice im Wunderland"-Star ist also derzeit nicht nur mit seiner Ex-Frau Amber Heard, sondern zusätzlich auch noch mit seiner ehemaligen Verwaltungsgesellschaft in diverse Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Zumindest hält "City of Lies"-Regisseur Furman nach wie vor zu seinem Hauptdarsteller: "Filme können stressig sein. Wir alle lieben Geschichten - hier gibt es keine." Zeit, dass der krisengeschüttelte Schauspieler endlich wieder zur Ruhe kommt.

"City of Lies" kommt voraussichtlich am 7. September in die heimischen Kinos.