Fernandes bricht "Traumschiff"-Dreh ab: "Deutschland darf kein Täterparadies bleiben"
Collien Ulmen Fernandes
Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat ihre laufenden Dreharbeiten zur ZDF-Serie "Das Traumschiff" in Vietnam vorzeitig abgebrochen. T-online berichtete zunächst, dass Fernandes den Dreh unterbrechen wolle, um zu Gesprächen über Gesetze zu digitaler Gewalt nach Deutschland zurückzukehren.
Inzwischen hat sich Fernandes zu der Drehpause auf Instagram geäußert.
Collien Fernandes setzt sich für "schärfere Gesetze" ein
"Auf dem Weg zurück zu euch nach Deutschland, denn jetzt muss sich etwas ändern!", schrieb sie. "Jetzt müssen bessere Gesetze her! Aus diesem Grund treffe ich mich diese Woche in Berlin mit Politikerinnen!"
Deutschland dürfe "kein Täterparadies bleiben", forderte sie. Fernandes hatte sich zuvor zu Dreharbeiten in Asien aufgehalten.
Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Am Sonntag hatten Tausende Menschen in Berlin gegen sexualisierte digitale Gewalt demonstriert. Der Spiegel hatte zuerst über Vorwürfe der Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Mann, Christian Ulmen, berichtet, die sie auch in Spanien zur Anzeige brachte. Laut Spiegel soll Ulmen in sozialen Medien täuschend echt aussehende Profile von Fernandes erstellt und darüber "Hunderte von Männern" kontaktiert haben. Über diese Accounts soll er sich als Fernandes ausgegeben und mit Männern Chats und Gespräche mit sexuellen Inhalten geführt haben; er soll erotische Bilder und Videos verschickt haben, die den Eindruck erweckten, als handele es sich um Aufnahmen von Fernandes. Fernandes hat auf Mallorca Anzeige erstattet, wie eine Justizsprecherin auf der spanischen Mittelmeerinsel der Nachrichtenagentur dpa bestätigte.
In Berlin protestieren Menschen gegen sexuelle Gewalt und zur Unterstützung der Schauspielerin Collien Fernandes.
Das Verfahren befinde sich noch in einem sehr frühen und vertraulichen Stadium, sagte sie am 19. März. In einer ersten Stellungnahme ließ die Kanzlei Schertz Bergmann, die Ulmen vertritt, verlautbaren, dass unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet würden. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Hinweis: Der Artikel wurde aktualisiert, in der aktuellen Version wurden die Vorwürfe gegen Christian Ulmen präzisiert.
Kommentare