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03.11.2017

"Ehefrau vergiftet": Chuck Norris verklagt Pharmafirmen

Der Action-Star ist überzeugt, ein MRT-Kontrastmittel hätte bei seiner Ehefrau eine schwere Erkrankung ausgelöst.

Action-Star Chuck Norris (77) klagt mehrere Pharmazie-Firmen, von denen er behauptet, sie seien dafür verantwortlich, dass seine Frau Gena mit einem MRT-Kontrastmittel vergiftet wurde.

Chuck Norris verklagt Pharmaunternehmen

Vor fünf Jahren musste sich das ehemalige Model binnen einer Woche fünf Magnetresonanztherapien unterziehen, um ihren Gelenksrheumatismus zu untersuchen. Sie behauptet jedoch, die dabei verwendeten Kontrastmittel hätten sie beinahe das Leben gekostet.

Seitdem leide sie an einem chronischen Schwächezustand, Schmerzen, kognitiven Störungen und einem ständigen, brennendem Gefühl. Inzwischen soll Gena, mit der Chuck Norris seit 19 Jahren verheiratet ist, bereits 2 Millionen Dollar für Behandlungen aus ihrer eigenen Tasche bezahlt haben – darunter auch regelmäßige, kostspielige Stammzellentherapien.

Wie unter anderem die Daily Mail berichtet, hat ihr Mann nun Klage gegen elf Pharmafirmen eingereicht, die das umstrittene Metall Gadolinium bei der Herstellung von Kontrastmitteln verwenden – darunter auch McKesson und Bracco, zwei amerikanische Pharma-Riesen.

Chuck Norris behauptet, Gena sei durch die Untersuchungen an einer Störung des zentralen Nervensystems erkrankt.

"Ein Rechtsstreit ist das Einzige, was wir tun können, um die Pharmafirmen davon abzuhalten, das Leben von so vielen unschuldigen Menschen zu bedrohen, die sich einer MRT-Untersuchung unterziehen müssen", erklärt die 54-Jährige. "Diese Firmen behaupten nach wie vor, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Gadolinium und Krankheitszeichen, obwohl die Beweise überwältigend sind, dass dieses Schwermetall für Jahre im Körper bleibt."

Mindestens 10 Millionen Dollar Schmerzgeld verlangen Norris und seine Frau nun von den Herstellern des Kontrastmittels.

Umstrittenes Mittel

Zugelassene Kontrastmittel enthalten häufig Gadolinium. Studien haben jedoch ergeben, dass sich gadoliniumhaltige Präparate in einigen Geweben von Patienten ablagern können – darunter in Leber, Niere, Muskeln, Haut und Knochen – was zu zu Niereninsuffizienz, Behinderung und Tod führen kann. Auch im Gehirn konnten Gadolinium-Ablagerungen nachgewiesen werden, weswegen die Zulassung der vier gadoliniumhaltigen Präparate Gadobensäure, Gadodiamid, Gadopentetsäure und Gadoversetamid in der EU derzeit diskutiert wird.