Catherine Zeta-Jones ist seit 2000 mit Michael Douglas verheiratet.

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04/11/2021

Catherine Zeta-Jones über Michael Douglas: "Wir sind noch immer verliebt"

Die Britin, die sich als Europäerin fühlt, im KURIER-Interview über Ehe, Kinder und ihren Putzfimmel.

von Elisabeth Sereda

Tänzerin, Schauspielern, Sängerin: Die gebürtige Waliserin Catherine Zeta-Jones (51) zählt längst zu den Größen Hollywoods – ihr Oscar (2003 für „Chicago“) beweist es neben zahlreichen anderen Trophäen. Schon mit 9 stand sie auf der Bühne und mit 14 zum ersten Mal vor der Kamera. Sie schätzt ihre Freizeit, die sie mit Ehemann Michael Douglas (75) und den Kindern Dylan (20) & Carys (18) am liebsten daheim (in einer 1930er-Prachtvilla außerhalb von New York) verbringt, wo sie Brotbacken und Putzen perfektioniert. Das Interview.

KURIER: Weder Sie noch Michael schauen sich Ihre alten Filme an. Hat sich das in der Pandemie geändert?

Catherine Zeta-Jones: Ja – denn unsere Kinder sind jetzt alt genug, um das zu sehen. Aber es hielt sich in Grenzen, denn wir haben uns sehr bemüht, sie auf den Geschmack für ganz alte klassische Filme zu bringen, wie die mit ihrem Opa (Kirk „Spartacus“ Douglas, 2020 mit 103). Da machen wir es uns auf dem Riesensofa vor dem großen Fernseher gemütlich.

Sie hatten eine sehr enge Beziehung zu Ihrem Schwiegervater Kirk. Von Anfang an?

Ja – er akzeptierte mich nicht nur, er nahm mich mit sehr großer Liebe in die Familie auf. Er fehlt mir so. Wenn ich in Europa bin, besuche ich die alten Restaurants, wo oft Bilder von ihm hängen. Dann mache ich Selfies davor. Mein liebstes ist das, wo er vor dem Hotel du Cap in Antibes Wasserski fährt. Er sah fantastisch aus in jungen Jahren, was für ein athletischer Körper!

Wo sind Sie im Augenblick?

Alleine zu Hause – ich habe den Hund in die Küche gesperrt und Michael mit den Kids spazieren geschickt, damit ich ein bisschen Ruhe habe. Was uns sehr abgeht, ist das Golfen. Mein Mann und ich sind begeisterte Spieler, es war aber alles geschlossen.

Viele Stars haben im letzten Jahr Lockdown-Regeln ignoriert, ihre Angestellten kommen lassen und sich auf karibische Inseln abgesetzt. Auch Sie haben ein Domizil auf den Bermudas, sind aber in New York geblieben. Wie war das?

Es beginnt ja schon damit, dass ich auch unter normalen Umständen nur sehr bedingt Hausangestellte habe. Ich liebe es nämlich zu putzen, weil ich der Überzeugung bin, dass es niemand so gut macht wie ich. Michael macht das wahnsinnig, weil ich immer aufspringe und mit dem Staubwedel oder dem Putzfetzen sofort alles säubere. Er klagt dann: „Kannst du bitte einmal entspannt sitzen bleiben?“ Für mich ist das aber therapeutisch. Am liebsten poliere ich die Böden. Wir haben überall Holzfußböden. Es gibt nichts Schöneres, als alle zum Glänzen zu bringen. Ich verlange auch von meiner Haushälterin nichts, was ich nicht selbst mache. Ich bin schlecht im Delegieren. Und meine Kinder wurden ohnehin schon sehr früh dazu erzogen, ihre eigenen Betten zu machen und ihre Zimmer aufzuräumen.

Über Ihre Ehe wurde – und wird – sehr viel geschrieben, wie ertragen Sie das?

Das Problem des Ruhms ist, dass aus jedem Geflüster eine Riesenstory wird. Mein Mann und ich hatten natürlich unsere Ups und Downs, aber welche Ehe denn nicht? Wir lieben einander wirklich, ich sage sogar, wir sind noch immer ineinander verliebt. Es zeigt sich jetzt wieder, wo die beiden Kinder das Haus verlassen und aufs College gehen. Während des letzten Jahres, wo sich doch so viele Ehepartner schrecklich auf die Nerven gingen, hat sich erwiesen, wie hervorragend wir uns verstehen. Wir können’s gar nicht erwarten, dass das alles vorbei ist, um wieder zu reisen, so wie wir das noch ohne Kids vor 20 Jahren getan haben.

Sie haben am selben Tag Geburtstag wie Michael, am 25. September. Glauben Sie seither an Astrologie?

Wir sind einander extrem ähnlich – unsere Handschrift ist fast dieselbe. Meine irische Großmutter glaubt ganz fest an die Sterne. Sie liest uns immer Horoskope vor. Als wir am ersten Abend, an dem wir uns kennenlernten, draufkamen, dass wir denselben Geburtstag haben, fanden wir es toll, gemeinsam zu feiern. Inzwischen ist es eher „Ich hätte eigentlich gern meinen eigenen Tag, meine eigene Party und meine eigene Torte“. Plus: Die meisten Leute schenken uns irgendwas Gemeinsames anstatt individueller Geschenke!

Sie lebten in Kalifornien, ehe Sie Michael kennenlernten. Geht Ihnen die Sonne ab?

Gar nicht. Ich hatte gerade ein Haus in Los Angeles gekauft, als ich ihn traf. Er lebte in New York – und ich habe mich sofort in die Stadt verliebt. Sie kann aber sehr hektisch sein, und als die Kinder kamen, wollten wir aufs Land. Wir schauten uns die Hamptons (die Nobelregion auf Long Island) an, aber ich sagte sofort, das sind ja wieder dieselben Hollywoodtypen, hier halt in Shorts. Und so zogen wir in die Gegend, wo wir unter normalen Leuten sind. Aber ich mag New York, auch weil es viel näher an Europa ist.

Was halten Sie als Walliserin vom Brexit?

Ich bin keine Befürworterin. Meine Landsleute waren sehr schlecht informiert über die Nachteile, die der Austritt mit sich bringt. Ich habe Familienmitglieder, die dafür gestimmt haben – daher ist das ein Tabuthema. Es gilt die alte Regel: Sprich am Esstisch nie über Religion oder Politik. Nur so können wir einander lieben. Ich habe Verwandte in mehreren Ländern Europas, wir haben ein Haus auf Mallorca. Ich sehe mich als Europäerin, nicht als Engländerin.

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