Angelina Jolies Bruder über Coming-out-Prozess und Reaktion seines Vaters Jon Voight
Am 6. August 2026 outete sich der ältere Bruder von Angelina Jolie, Schauspieler und Filmemacher James Haven (53), in einem gemeinsamen Video-Livestream mit seiner früheren Ehefrau Romi Imbelli als schwul. Das Ex-Paar hatte nach einer langjährigen Freundschaft 2024 geheiratet, die Ehe jedoch nur wenige Monate später wieder annullieren lassen.
In einem Interview im Podcast „All Out With Jon Dean“ gab Haven nun weitere Einblicke in seinen Coming-out-Prozess. Er habe schon lange gewusst, dass er homosexuell ist.
Angelina Jolies Bruder spricht über sein Coming-out
Nachdem Imbelli mit dem Schreiben ihrer Memoiren begonnen hatte, in denen sie auch das Ende ihrer Beziehung thematisiert, hätten die beiden wieder Kontakt aufgenommen. Und Haven gab Imbelli die Erlaubnis, über seine Sexualität zu schreiben. Dies habe schließlich letzte Woche zu seinem Coming-out geführt.
James Haven: „Ich will endlich leben“
„Wenn man weiß, dass man schwul ist, es aber nicht sagen kann, leidet man jeden Tag“, erzählte Haven. „Ich habe in diesem Prozess mein Leben bis jetzt verloren, und ich habe es satt. Ich will jetzt ein Leben. Ich will endlich leben. Ich will glücklich sein. Ich will ich selbst sein. Ich will Freude empfinden. Ich will, dass alle wissen, wer ich bin, damit ich mich nicht länger verstecken muss.“
Obwohl er sich in der Vergangenheit nie öffentlich als schwul geoutet hat, hatten viele in seinem engen Freundeskreis immer eine Ahnung. Das hätten ihm auch die Reaktionen auf sein Coming-out gezeigt.
„Ich habe keine einzige Nachricht von jemandem bekommen, der mich kennt, in der steht: ‚Oh mein Gott, ich hatte keine Ahnung‘“, sagte der Sohn von Jon Voight und Marcheline Bertrand. „Sie haben alle eher gesagt: ‚Ich wusste es schon immer‘ oder ‚Danke, dass du es endlich aussprichst.‘“
Die größte Überraschung ist, dass Havens Coming-out ihm geholfen hat, die Beziehung zu seinem entfremdeten Vater Voight wiederherzustellen. Er habe eine „sehr schwierige“ Kindheit und ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater gehabt, sagte der Filmemacher.
„Das größte Problem, mit dem ich in meiner Beziehung zu ihm am längsten zu kämpfen hatte, war ein Werteproblem“, sagte Haven. In jungen Jahren habe sein Vater ihm keine Komplimente gemacht.
Jahrelang hätten Vater und Sohn nicht miteinander gesprochen. „Weil ich das Gefühl hatte, er würde mich nicht wertschätzen“, so Haven.
Doch zu seiner Überraschung habe er letzte Woche einen „surrealen“ Anruf von seinem Vater bekommen, nachdem er sich geoutet hatte. „Ich sagte nur: ‚Hey‘, und er so: ‚Also...‘ Ich: ‚Ah, jetzt geht’s los...‘“, erinnerte sich Haven an das Gespräch. „Er sagte: ‚Jetzt weiß ich endlich, wer du bist‘... und plötzlich hatten wir ein richtig nettes Gespräch. Ich rief [Imbelli] sofort an und sagte: ‚Mit diesem Anruf hatte ich nicht gerechnet.‘“
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